FIFA Fussball-Weltmeisterschaft England 1966™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft England 1966™

11 Juli - 30 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1966™

Gastgeber England feiert ersten Weltmeistertitel

  • ​Der Fussball kommt nach Hause und England holt den Titel
  • Geoff Hurst schießt im Endspiel gegen Deutschland drei Tore
  • Eusebio glänzt und gewinnt mit Portugal bei der WM-Premiere Bronze

Seit Einführung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft im Jahre1930 wurde das Turnier immer größer und ist heute weltweit das bedeutendste internationale Fussballturnier.

Nachdem der Jules-Rimet-Pokal während einer Ausstellung in London gestohlen worden war, konnte das Gastgeberland wieder aufatmen, als er einige Tage später von einem Hund namens Pickles unter einem Busch in einem Vorgarten im Süden Londons gefunden wurde.

Pelé und seine Mannschaft wurden besiegt, dieses Mal von Bulgarien und Portugal, so dass die Bemühungen der Brasilianer, den Titel zum dritten Mal hintereinander zu gewinnen, scheiterten. England wurde klug von Alf (später Sir Alf) Ramsey trainiert und schlug Deutschland im Finale in einem wahren Fussballkrimi mit 4:2 in der Verlängerung. Geoff Hurst machte in diesem Spiel mit seinem Hattrick Geschichte und erzielte zudem den bis heute umstrittensten Treffer. Hatte der Ball wirklich die Torlinie überquert, nachdem er von der Latte abgeprallt war? Darüber wird heute noch heiß debattiert.

Die Weltmeisterschaft erreichte 1966 eine neue Dimension und war sowohl in England als auch weltweit ein enormer Erfolg. Auf dem Spielfeld spielte das Gastgeberland um den Titel und überrollte dabei regelrecht einige seiner Gegner.

Noch bevor das Turnier begonnen hatte, zogen alle 16 afrikanischen Mannschaften ihre Teilnahme zurück, und die Ausgangssituation der WM von 1966 war nicht gerade günstig. Der Protest der Afrikaner beruhte auf einer neuen Regel der FIFA, die besagte, dass der Gewinner der Afrikagruppe anschließend den Gewinner der Asien- bzw. Ozeaniengruppe besiegen müsse, um sich für das Endturnier 1966 zu qualifizieren. Die Afrikaner waren der Ansicht, dass der Gewinn ihrer Gruppe genügen sollte, um sich direkt für das Endturnier zu qualifizieren. Diese Regel aus dem Jahr 1964 wurde vier Jahre später zugunsten Afrikas aufgehoben. Inzwischen war die Anzahl der um die Qualifikation spielenden Mannschaften auf 70 angestiegen - ein neuer Rekord - und die FIFA entschied, dass sich zehn Mannschaften aus Europa, vier aus Südamerika und jeweils eine aus Asien, Nord- und Zentralamerika qualifizieren sollten.

Besonders auffällige Erstqualifikanten waren die Portugiesen, die das Finale erreichten, obwohl sie in derselben Gruppe wie die Tschechoslowaken spielten, die vier Jahre zuvor im Finale standen. Die Engländer zählten vor eigenem Publikum und den Kameras der BBC natürlich zu den Favoriten des Turniers. Sie spielten geschickt und mussten kein Gegentor hinnehmen und erreichten das Viertelfinale mit einem 0:0 Unentschieden gegen Uruguay, und Siegen mit 2:0 gegen Mexiko und wiederum 2:0 gegen Frankreich. Die größte Überraschung war jedoch, dass Titelverteidiger Brasilien bereits nach der Vorrunde ausschied. Nachdem sie Bulgarien geschlagen hatten, verlor Pelé mit seinen Mannschaftskollegen zunächst gegen Ungarn und anschließend gegen die Überraschungsmannschaft Portugal. Und wieder einmal war Pelé Opfer des überharten Einsteigens der gegnerischen Verteidiger. Zunächst verletzte er sich im Spiel gegen Bulgarien und setzte anschließend gegen Ungarn aus, um im Spiel gegen Portugal erneut vom Platz getragen zu werden.

Unter den Mannschaften, die die zweite Runde erreichten, waren die Nordkoreaner die größte Überraschung. Die Asiaten besiegten Italien besiegten und lagen in der erstaunlichsten Partie des Turniers schon mit 3:0 gegen Portugal in Führung. Dann aber schlug Portugal zurück und gewann unter anderem auf Grund der vier Treffer Eusebios mit 5:3. Dieses Niveau wurde im weiteren Verlauf des Turniers nicht mehr erreicht. Die Engländer, die den Vorteil hatten, alle Spiele im legendären Wembley-Stadion zu bestreiten, schlugen die Deutschen im Finale mit 4:2 in der Nachspielzeit und gewannen den Titel. Anschließend führte Bobby Moore seine Mannschaft zur königlichen Loge, wo die Königin Elizabeth II. die Trophäe überreichte.