FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

14 Juni - 15 Juli

FIFA Weltmeisterschaft™

Gareca – vom Buhmann zum Helden

© Getty Images
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  • Er sorgte mit seinem Tor dafür, dass Peru sich nicht für die WM 1986 in Mexiko qualifizierte
  • 2015 übernahm er das Amt des peruanischen Nationaltrainers und katapultierte Peru nach 36 Jahren auf die Weltbühne zurück
  • Interaktiver Überblick über die peruanische Nationalmannschaft
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    Der Fussball ist ein merkwürdiges Spiel. Hier können sich Idole schnell in Buhmänner verwandeln, wenn sie von einem Team zu einem anderen wechseln – oder umgekehrt. Ein Spieler avanciert zum Helden, wenn er in einem entscheidenden Augenblick einen Treffer erzielt.

    Der Argentinier Ricardo Gareca hat eine solche Situation erlebt. Als er das Amt des peruanischen Nationaltrainers antrat, standen viele ihm misstrauisch gegenüber. Schließlich hatte er seinerzeit in der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ Mexiko 1986 den Treffer für die Albiceleste erzielt, der das Aus Perus besiegelte. Damit war er der Buhmann.

    Doch Jahre später gelang ihm eine Heldentat, die ihm ein ganz neues Image verschaffte: Er führte die Peruaner zurück auf die Weltbühne. Jetzt wird der Trainer von all jenen bewundert, die ihm früher mit viel Misstrauen gegenüberstanden.

    FIFA.com sprach mit ihm über diesen Wandel und die Freude über die Qualifikation für Russland 2018.

    Vom Buhmann zum Helden

    "Seit ich das Amt in Peru übernommen habe, hat man mich immer wieder an dieses Tor erinnert, aber ich habe das nie als Schuld gesehen, die ich begleichen muss. Ich war argentinischer Nationalspieler und habe getan, was ich tun musste. Das war nichts Persönliches. Dennoch gab es Leute, die gesagt haben, ich sei jemandem etwas schuldig. Jetzt haben wir uns für die WM qualifiziert, und niemand verliert mehr ein Wort darüber. Ich erfahre uneingeschränkte Unterstützung und große Herzlichkeit."

    Der Playoff-Sieg gegen Neuseeland

    "Das war ein sehr intensives Erlebnis. Wir wussten, dass wir das letzte Team waren, das sich qualifizieren konnte. Wir hatten uns auf diese Gelegenheit vorbereitet. Es war ein langer Prozess, und wir mussten die Chance einfach nutzen. Der peruanische Fussballverband hat eine entscheidende Rolle gespielt. Die Verantwortlichen haben ein Flugzeug gechartert, damit wir direkt nach dem Hinspiel in Neuseeland zurückfliegen konnten. So hatten wir genügend Zeit, uns in Lima wieder zu akklimatisieren und zu regenerieren."

    Die Freude im Land

    "Im ganzen Land herrscht große Dankbarkeit. Die Leute sind sehr herzlich und zeigen ihre Gefühle. Wir haben von allen Seiten viel Zuneigung erfahren. Es wäre ein schwerer Schlag gewesen, wenn wir uns nicht qualifiziert hätten. Die Erwartungen sind natürlich hoch. Sie werden überrascht sein, wie viele Peruaner die Reise nach Russland antreten werden."

    Die Erfolgsfaktoren

    "Der wichtigste Faktor ist, dass alle Spieler eine gute Reaktion gezeigt haben. Das ist keine Startruppe, das sind Spieler, die sich ihren Platz erobert haben. Einige sind noch sehr jung und vielleicht nicht besonders bekannt, aber sie alle haben eine sehr wichtige Rolle gespielt. Ich möchte betonen, dass peruanische Spieler technisch versiert, physisch stark und anpassungsfähig sind. In der peruanischen Meisterschaft müssen sie unter unterschiedlichsten Bedingungen spielen und mit Höhenlagen, hohen Temperaturen, Natur- und Kunstrasen zurechtkommen. Diese Anpassungsfähigkeit wird uns in Russland zweifellos zugutekommen."

    Gruppe C mit Frankreich, Australien, Peru und Dänemark

    "Für mich war es nicht wirklich wichtig, welche Gegner uns zugelost werden. Alle Teams, die dabei sind, zählen zu den besten der Welt. Daher muss man sich optimal vorbereiten, um direkt voll durchstarten zu können. In Bezug auf mein Team gilt es, das Heft in die Hand zu nehmen. Ich möchte, dass wir die spielbestimmende Mannschaft sind – gegen jeden Gegner und in unterschiedlichen Szenarien. Einmal abgesehen vom spielerischen Aspekt werden wir alles geben, um unseren Fans eine Freude zu bereiten. Sie haben es verdient."

     

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