FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

FRANKREICH - SCHWEIZ 0:0

Die französische Nationalmannschaft hat es verpasst, mit einem Sieg in die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ zu starten. Das Team um die Topstars Zinédine Zidane und Thierry Henry kam am Dienstag, den 13. Juni 2006, im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion nicht über ein torloses Remis gegen die Schweiz hinaus. Damit führt die Republik Korea die Tabelle der Gruppe G nach dem ersten Spieltag an, weil sie nur Stunden zuvor im FIFA WM-Stadion Frankfurt mit 2:1 gegen Togo gewinnen konnte.

Der FIFA Weltpokal™-Sieger von 1998 hatte während der 90 Minuten zwar leichte Feldvorteile, konnte sich aber vor dem gegnerischen Gehäuse nicht entscheidend in Szene setzen. Mit ein wenig Glück dagegen hätte das junge und taktisch sehr gut eingestellte Team des Schweizer Trainers Jakob "Köbi" Kühn sogar für einen Überraschungssieg sorgen können, doch ein Freistoß von Tranquillo Barnetta in der ersten Spielhälfte landete lediglich am Pfosten. Die "Equipe Tricolore" bleibt damit seit dem Gewinn des WM-Finales 1998 im eigenen Land weiterhin ohne Tor bei einem FIFA-Weltpokal™ und ist zugleich der erste Mitfavorit dieser Endrunde, der keinen Sieg zum Auftakt feiern konnte.

Das Spiel:

5.: Obwohl ihre blau gekleideten Anhänger von der Mehrheit der schweizerischen Fans übertönt wurden, erwischten die Franzosen den besseren Start und zeigten mehr Elan. Sylvain Wiltord von Olympique Lyon, der den Vorzug vor Juventus-Torjäger David Trezeguet erhalten hatte, schlug von der rechten Seite eine gefährliche Flanke auf seinen früheren Mannschaftskollegen von Arsenal, Thierry Henry, der jedoch nicht hoch genug stieg, um den Ball richtig mit dem Kopf zu erreichen.

13.: Nach erneut schöner Vorbereitung über die rechte Seite wäre es den Franzosen um ein Haar gelungen, die Abwehr der Schweizer durch die Hintertür zu knacken, aber Patrick Vieiras satter Volleyschuss am langen Pfosten war zu unplatziert und ging über die Latte.

21.: Beim nächsten Anlauf der Franzosen versuchte sich Henry als Vorbereiter. Er dribbelte sich in den Strafraum der Schweizer, aber der vorstürmende Wiltord hatte den flachen Pass fast parallel zur Torlinie nicht antizipiert, sodass der Ball letztlich harmlos durch Pascal Zuberbühlers Fünfmeterraum strich.

24.: Bei ihrer ersten nennenswerten Chance hätte die Schweiz eigentlich treffen müssen. Tranquillo Barnettas langer Freistoß rutschte durch die gesamte Abwehr und klatschte gegen den linken Pfosten von Fabien Barthez' Tor. Alexander Frei war zwar zur Stelle, konnte den Abpraller aus sechs Meter Entfernung jedoch nicht im Tor unterbringen.

30.: Nachdem Henry sich brillant durchgespielt hatte, passte er zu Franck Ribéry von Olympique Marseille, aber der Schuss, den der Publikumslieblings aus dem Stade Velodrôme von der Strafraumgrenze abfeuerte, ging über die Querlatte von Zuberbühlers Tor.

38.: Die Franzosen verpassten ihre beste Chance in der ersten Halbzeit, als Ribéry seinen Gegenspieler brillant stehen ließ und einen flachen, weichen Querpass zu Henry spielte, dessen Schuss jedoch abgeblockt wurde. Die Franzosen protestierten nach dieser Szene heftig, aber vergeblich auf Handspiel.

Tore Fehlanzeige

60.: Nach einem langsamen und vorsichtigen Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Schweizer die erste echte Chance, als der stets agile Barnetta von links in den Strafraum eindrang, wo sein Sturmlauf jedoch von dem bulligen Eric Abidal von Lyon gebremst wurde.

65.: Wenig später hatten die Schweizer ihre beste Chance im gesamten Spiel. Ludovic Magnin schlug eine gefährliche Flanke auf den zur Halbzeit eingewechselten Daniel Gygax, dessen Kopfball aus kürzester Distanz Barthez mit allen Vieren unkonventionell von der Linie kratzte.

69.: Um der Offensive an diesem drückend heißen Abend neuen Schwung zu geben, nahm der französische Trainer Raymond Domenech Ribéry vom Feld und brachte den zuletzt in gute Form spielenden Mittelstürmer Louis Saha von Manchester United.

73.: Zinédine Zidane schlug einen hohen Freistoß von unweit des Mittelkreises auf den am langen Pfosten vorstürmenden Henry, dessen Kopfballvorlage jedoch zu unpräzise für den in der Mitte durchbrechenden William Gallas war, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drücken wollte.

89.: Als das Spiel eigentlich schon gelaufen war, feuerte der spät eingewechselte Franzose Vikash Dhorasoo noch einen tückischen Schuss aus 18 Metern ab, der jedoch um Zentimeter am langen Pfosten vorbei strich.

Fazit:

Mit einem Punkt werden beide Teams einigermaßen zufrieden sein, obwohl die Republik Korea nach ihrem 2:1-Sieg über Togo am Nachmittag die Tabelle der Gruppe vorläufig anführt. Korea ist am 18. Juni auch nächster Gegner Frankreichs, die Schweiz tritt einen Tag später gegen Togo an. Nachdem beide Mannschaften im ersten Spiel torlos geblieben sind, werden sie am zweiten Spieltag alles daran setzen, das erste Plus auf ihrem Torkonto zu verzeichnen. Für Frankreich war es bereits das vierte WM-Spiel in Folge (360 Minuten) ohne Tor, die Schweiz blieb im 23. WM-Spiel erstmals ohne Gegentreffer.