FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Götze: "Der Moment ist unbeschreiblich"

  • Die 113. Minute war der Moment, in dem Mario Götze zum Weltstar wurde
  • Deutschland schrieb durch seinen Treffer Geschichte
  • "Der Moment ist unbeschreiblich"

Als der Schlusspfiff ertönte, waren den Emotionen keine Grenzen mehr gesetzt. Bastian Schweinsteiger weinte vor Glück hemmungslos, Manuel Neuer wickelte sich in eine schwarz-rot-goldene Fahne und Miroslav Klose grinste bis über beide Ohren. In den frühen Abendstunden von Rio de Janeiro spielte sich an diesem Sonntag wahrlich Historisches ab. Das altehrwürdige Estádio do Maracanã wurde soeben Zeuge, wie sich Deutschland mit einem 1:0-Sieg nach Verlängerung gegen Argentinien seinen vierten Titel sicherte. Erstmals überhaupt wurde eine europäische Mannschaft in Südamerika Weltmeister. Und alle wollten nur einen ganz fest umarmen: Mario Götze.

Der oft so cool wirkende Jungstar war selbst völlig aus dem Häuschen. Und er hatte auch allen Grund dazu. Schließlich sorgte er mit seinem spektakulären Siegtreffer in der 113. Minute des Endspiels der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ dafür, dass die Mannschaft von Joachim Löw Geschichte schrieb. "André [Schürrle] hat den Ball überragend hereingebracht. Ich konnte ihn dann mit der Brust verarbeiten. Und dann war er auch schon irgendwie drin", erzählte er später in den Katakomben der Arena von Rio der FIFA und wirkte so, als könne er es immer noch nicht glauben.

Der Moment ist unbeschreiblich

Es war der Moment, in dem der Offensivmann, der zu der Zeit für den Bayern München spielte, zum Weltstar wurde. Der Geniestreich, der Deutschland den vierten Stern bescherte. "Es ging alles so schnell, aber es war einfach toll, zu sehen, wie erlöst die Mannschaft war und wie wir dann noch bis zur letzten Minute gekämpft haben", so Götze weiter. "Wir haben das vollkommen verdient, denn wir sind einfach eine super Mannschaft. Der Moment ist unbeschreiblich." Dabei wurde er erst in der 88. Minute eingewechselt. Am Ende avancierte Götze zum Budweiser Man of the Match - und vor allem zum Helden für die Ewigkeit in seiner Heimat.

"Es ist schwierig, meine Gefühle in Worte zu fassen. Es ist unbeschreiblich, was in der Kabine los ist. So wird es wahrscheinlich in Deutschland auch aussehen", schwärmte Götze und war vor allem auch voller Stolz, dass er es war, der sein Team zum Titel schießen durfte. "Ich glaube, wir haben als Mannschaft über das ganze Turnier hinweg einfach sehr sehr gut gespielt. Jeder einzelne hat sich das verdient. Es ist ein ganz tolles Gefühl für alle Menschen in Deutschland und auch für uns als Mannschaft."

Die Mannschaft ist der Star

Dabei sind es Geschichten wie der Siegtreffer Götzes im Finale, die dieses deutsche Team in Brasilien so besonders gemacht haben. Nach den ersten Turnierspielen noch leichter Kritik ausgesetzt und seinen Platz in der Anfangsformation verloren, gehörte der junge Filigrantechniker doch weiterhin stets zu all jenen Schützlingen von Löw, die sich im Kollektiv optimal ergänzten und gegenseitig stärker machten. Am Ende war es nicht der in Brasilien zum WM-Allzeit-Rekordtorschützen avancierte Miroslav Klose, der im Finale für das Jubeln sorgte. Und es war auch nicht der - wie schon in Südafrika 2010 - fünfmalige Turniertorschütze Thomas Müller.

In einem Endspiel, in dem bereits vor Anpfiff der plötzlich und überraschend verletzte Sami Khedira ersetzt werden musste und Christoph Kramer nach 31 Minuten nicht mehr weiter spielen konnte, sorgte diesmal eben Götze für den entscheidenden Treffer in einem Kollektiv, das unzählige Qualitäten in der Breite hat. Damit steht Götze sinnbildlich für die Tatsache, dass bei den Deutschen in Brasilien die Mannschaft der Star war.

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