FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

Pressemitteilung

Fédération Internationale de Football Association

FIFA-Strasse 20 - P.O. Box - 8044 Zurich - Switzerland

Tel: +41-(0)43-222 7777

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

FIFA WM-Organisatoren unterstreichen Nachhaltigkeitsbemühungen und legen 2014 Vermächtnispläne dar

A view of the Sugar Loaf Mountain
© Getty Images

Ein erster auf internationalen Standards basierender Nachhaltigkeitsbericht zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ und die Details des Fussball-Legacy-Projekts im Umfang von USD 100 Millionen wurden heute, am 20. Januar 2015, in der Arena Corinthians in Saõ Paulo präsentiert.* *

Basierend auf den Lehren aus vorherigen Weltmeisterschaften hat die FIFA eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, bei der zum ersten Mal in der Geschichte des Weltturniers der Standard ISO 26000 für soziale Verantwortung zugrunde gelegt wurde. Der Bericht, der in Übereinstimmung mit dem globalen Berichtsstandard GRI 3.1 erstellt und von einem unabhängigen internationalen Fachunternehmen überprüft wurde, beinhaltet detaillierte Informationen zu den Maßnahmen der FIFA in den Schlüsselbereichen Umweltschutz, soziale Entwicklung und nachhaltiges Veranstaltungsmanagement.

 "Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft ist der größte Einzelsport-Wettbewerb der Welt, und eine Veranstaltung dieser Größenordnung hat unweigerlich Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt im Gastgeberland", so FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke. "Als Organisatoren halten wir es für unsere Pflicht, die damit einhergehenden negativen Auswirkungen zu begrenzen und gleichzeitig den enormen positiven Einfluss, den ein solches Ereignis haben kann, zu maximieren. Unsere oberste Priorität, und die Grundlage für jegliche langfristigen Auswirkungen, war daher eine nachhaltigere Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung."

An der Medienveranstaltung nahmen neben FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke auch Luis Fernandes, GECOPA-Koordinator des brasilianischen Sportministeriums, José Maria Marin, Vorsitzender des Lokalen Organisationskomitees (LOK) und des brasilianischen Fussballverbands (CBF), Marco Polo del Nero, Vizepräsident und designierter Präsident des CBF, Ricardo Trade, CEO des LOK, Thierry Regenass, FIFA-Direktor für Mitgliedsverbände und Entwicklung, Osvaldo Elias Gentile, CBF-Direktor für Infrastruktur, sowie Federico Addiechi, Leiter der FIFA-Abteilung Soziale Verantwortung, teil.

"Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien hat Erinnerungen an wunderschönen Fussball bei uns hinterlassen, aber auch eine große Verantwortung. Wir sind gegenüber den Bundesstaaten, die nicht an der Ausrichtung der Veranstaltung beteiligt waren, Verpflichtungen eingegangen, um sicherzustellen, dass die positiven Auswirkungen der Weltmeisterschaft auch Orte erreichen, an denen die Fussballbegeisterung zwar enorm ist, deren für die Allgemeinheit verfügbare Strukturen jedoch noch nicht mit denen größerer Städte vergleichbar sind. Außerdem werden wir uns auf den Jugend- und den Frauenfussball konzentrieren, die beide Unterstützung und Investitionen benötigen, um sich weiterentwickeln zu können. Brasilianischen Spielerinnen mangelt es nicht an Talent, und der Legacy Fund wird bei der weiteren Förderung dieses Talents eine wesentliche Rolle spielen", so Präsident Marin.

Nachfolgend einige wichtige Errungenschaften der Strategie, die heute im GRI-Bericht präsentiert wurde:

·       Sämtliche Kohlendioxid-Emissionen unter der operativen Kontrolle von FIFA und LOK wurden ausgeglichen.

·       26 kommunale Gemeinschaftsprojekte in Brasilien wurden 2014 über Football for Hope mit insgesamt USD 1,05 Mio gefördert (das Förderprogramm wird 2015 und 2016 fortgesetzt).

·       18,2 Prozent der Tickets wurden gemäß den brasilianischen Bestimmungen für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ an spezielle Gruppen (Menschen mit Behinderungen, ältere und einkommensschwache Menschen) und zu vergünstigten Preisen an in Brasilien ansässige Personen abgegeben.

·       445 Tonnen in den Stadien angefallener Abfall wurden in Zusammenarbeit mit dem FIFA-Partner Coca-Cola sowie mit lokalen Kooperativen recycelt.

·       Weitere, langfristiger ausgerichtete Maßnahmen wurden entwickelt, u. a. Nachhaltigkeitsschulungen für Stadienbetreiber, Gesundheitsprogramme für Schulkinder sowie Spenden von IT-Ausrüstung an staatliche Schulen und gemeinnützige Organisationen (geschätzter Wert: USD 2,25 Mio).

Für den Fussball in Brasilien sind die langfristigen Auswirkungen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ von beispielloser Bedeutung. Zu diesem Zwecke hat die FIFA den 2014 FIFA World Cup Legacy Fund mit einem Mittelvolumen von USD 100 Millionen eingerichtet. Im Rahmen des Anfangsbudgets wurde eine Investition von USD 60 Millionen in Infrastrukturprojekte genehmigt – mit besonderem Augenmerk auf den 15 Bundesstaaten, die keine WM-Spielorte beherbergten. USD 15 Millionen werden in die Förderung des Jugendfussballs fließen, USD 15 Millionen in den Frauenfussball, USD 4 Millionen werden für medizinische Prävention und gesundheitliche Aufklärung abgestellt, USD 4 Millionen für Projekte der sozialen und gemeinschaftlichen Sensibilisierung und USD 2 Millionen für Verwaltungs- und Logistikkosten. Bis dato wurden bereits USD 5,4 Millionen transferiert.

Während die FIFA die Finanzierung, Aufsicht und Kontrolle übernimmt, ist der CBF gemäß spezifischer Pläne, die von der FIFA zu bewilligen sind, für die Auswahl und Umsetzung der Projekte zuständig. Gemäß den maßgebenden FIFA-Bestimmungen werden alle im Rahmen des Projekts von der FIFA bereitgestellten Mittel jährlich einem zentralen Audit durch KPMG unterzogen.

 "Die FIFA engagiert sich dafür, dass die FIFA WM im Gastgeberland ein greifbares Vermächtnis hinterlässt", so Valcke. "Wir sind überzeugt davon, dass der Football Legacy Fund eine hervorragende Plattform darstellen wird, um den Nutzen der WM-Auflage von 2014 breit zu streuen. Wir werden uns dabei von mehreren Schlüsselprinzipien leiten lassen: Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem CBF umgesetzt, wir werden die Ergebnisse auf transparente Art und Weise teilen und kommunizieren und der Einsatz der Mittel wird in Übereinstimmung mit den maßgebenden Entwicklungsbestimmungen der FIFA gesteuert und geprüft."

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