FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

21 November - 18 Dezember

FIFA Fussball-WM 2022™

FIFA Statement zum Amnesty-International-Bericht bezüglich Katar

Safety days held across Supreme Committee for Delivery & Legacy sites in Qatar
© LOC

Die FIFA kennt die Lage hinsichtlich der Arbeitsstandards in Katar und ist sich bewusst, dass die FIFA zusammen mit anderen Akteuren die Arbeitsbedingungen im Land verbessern muss. Wir sind überzeugt, dass die weltweit einzigartige Anziehungskraft und Präsenz der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ für wesentliche Veränderungen sorgen können.

Seit 2011 führen hochrangige FIFA-Vertreter und -Experten Gespräche mit den obersten Behörden Katars und weiteren wichtigen Interessengruppen wie Amnesty International und dem Internationalen Gewerkschaftsbund (IGB), um auf den Baustellen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ so schnell wie möglich dauerhaft faire Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Der Erlass von Arbeiterschutzstandards durch den Obersten Rat, die internationale Normen hinsichtlich Arbeitsbedingungen, Unterbringung und Entlohnung erfüllen, war für die FIFA ein ermutigender Schritt. Diese Standards müssen von allen Unternehmen, die an Projekten für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™ beteiligt sind, zwingend eingehalten werden. Die FIFA wird weiterhin eng mit dem Obersten Rat zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass sich die Vertragspartner auf sämtlichen WM-Baustellen in allen Projektstadien an die Standards halten.

Die FIFA wird bei den zuständigen staatlichen Behörden in Katar zudem weiterhin darauf drängen, dass diese Standards ausgeweitet und nicht nur auf WM-Infrastrukturprojekte, sondern auf alle Bauprojekte im Land ausgedehnt werden.

Hintergrund
Der Oberste Rat für Organisation und Nachhaltigkeit ist dafür verantwortlich, alle Stadien samt Umgebung, Anlagen, die nicht als Wettkampfstätten genutzt werden, und die restliche Infrastruktur für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™ bereitzustellen.

Im März 2013 erließ der Oberste Rat eine Arbeitercharta mit den Grundsätzen und Werten, mit denen der Oberste Rat bekräftigte, dass alle Personen, die an Projekten für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™ beteiligt sind, Anrecht auf eine respekt- und würdevolle Behandlung haben.

Im Februar 2014 erließ der Oberste Rat zudem umfassende Arbeiterschutzstandards mit zwingenden, vertraglich verbindlichen Regeln, die sicherstellen, dass Unternehmer und Subunternehmer, die an Projekten des Obersten Rats beteiligt sind, die in der Arbeitercharta festgelegten Grundsätze und Werte einhalten. Diese Grundsätze, Werte und Standards, die katarischem Recht entsprechen und an vergleichbaren internationalen Standards gemessen wurden, enthalten klare Richtlinien zum Schutz der Arbeitnehmerrechte in allen Projektphasen.

Im Dezember 2014 veröffentlichte der Oberste Rat den ersten Kontrollbericht zur Arbeitercharta, der von Amnesty International überprüft wurde. Weitere Informationen, die Arbeiterschutzstandards und den Kontrollbericht finden Sie auf der Website des Obersten Rats für Organisation und Nachhaltigkeit.

Die FIFA erarbeitet zudem derzeit ein Verfahren für eine Menschenrechts-Sorgfaltsprüfung für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™.

Derzeit befinden sich für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2022™ fünf Stadien im Bau. Gemäß Angaben des Obersten Rats vom 4. November 2015 sind ca. 3.694 Arbeiter an den Bauarbeiten an den Stadien beteiligt, die gemeinsam über 10,4 Millionen Arbeitsstunden leisten. Laut Zwischenberichten, die der FIFA vorgelegt wurden, kam es bislang auf keiner WM-Baustelle zu einem Todesfall. 

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