FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Ferguson: "Mandela hat mich beeindruckt"

© Foto-net

Als Spieler bestritt er eines der aufregendsten Derbys der Fussballgeschichte, er führte eine Mannschaft zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™, und ist einer der erfolgreichsten britischen Trainer aller Zeiten - doch selbst Sir Alex Ferguson musste zugeben, dass er bei seinem ersten Treffen mit Nelson Mandela nervös war.

Im Jahr 1993 war Manchester United einer der ersten Klubs, die nach dem Ende der Apartheid zu Gast in Südafrika waren und die Möglichkeit bekamen, Mandela zu treffen. Dieses Treffen hat den Trainer von ManU offensichtlich tief beeindruckt, da er in seiner Autobiographie Managing My Life sogar ein Foto davon veröffentlichte.

15 Jahre nach seinem ersten Zusammentreffen mit dem ehemaligen südafrikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger lässt er diesen Moment auf emotionale Weise Revue passieren. "Das war eine fantastische Reise", so Sir Alex Ferguson im Gespräch mit FIFA.com.

"Wir hatten gerade zum ersten Mal seit langer Zeit die Meisterschaft gewonnen, weshalb der gesamte Klub auf einer Welle der Begeisterung schwamm. Auch in Südafrika war die Begeisterung angesichts des Endes der Apartheid sehr groß. Wir hatten die Möglichkeit, nach Johannesburg zu fahren und dort zwei Spiele zu bestreiten - eines gegen die Kaizer Chiefs und eines gegen die Orlando Pirates ... es waren großartige Partien. Es war ein tolles Gefühl, beim Beginn von etwas ganz Besonderem mit dabei zu sein."

"Das Highlight war für uns das Treffen mit Nelson Mandela. Ehrlich gesagt, hatten wir alle Angst davor, ihn zu treffen. Wenn man einer solch großartigen Persönlichkeit begegnet, wird man automatisch nervös. Wir waren sogar mehr als nervös - wir alle zitterten, auch ich! Er hat eine unglaubliche Ausstrahlung."

"Wir trafen ihn auch vor zwei Jahren, als er uns in sein Haus einlud. Es war wirklich erstaunlich, wie entspannt er war. Er schien sich wirklich zu amüsieren, das hat uns sehr gefreut. Er ist wirklich ein beeindruckender Mann."

Beeindruckende Verbesserungen
Sir Alex Ferguson war in den darauffolgenden Jahren regelmäßig in Südafrika zu Besuch und ist der Meinung, dass es bemerkenswerte Fortschritte gegeben hat, sowohl auf als auch außerhalb des Spielfeldes. Der Trainer von Manchester United konnte sich von Verbesserungen im Transportwesen und bei Unterkünften ebenso überzeugen wie vom höheren Niveau auf dem Platz.

"Wenn ich an 1993 zurückdenke und diese Zeit mit heute vergleiche, sehe ich enorme Fortschritte", fährt er fort. "Diese Fortschritte sind nicht nur auf dem Rasen erkennbar, sondern auch in der Infrastruktur. Als wir zum ersten Mal dort waren, spielten wir in Soweto und im Ellis Park. Seit damals wurde das Soweto-Stadion vollständig umgebaut, und auch im Ellis Park gab es beträchtliche Verbesserungen."

"Die Nationalmannschaft befindet sich zurzeit im Umbruch. All ihre Top-Stars sind erfahrene Spieler, doch Nationalmannschaften machen bestimmte Zyklen durch, vor allem in aufstrebenden Fussballnationen. Manchmal hat man eine gute Truppe beisammen, muss jedoch zehn Jahre warten, um wieder eine ähnlich starke Mannschaft zur Verfügung zu haben. Hoffentlich werden ihnen die Erfahrungen, die sie bis zum Jahr 2010 sammeln können, zu einem guten Auftritt bei der Weltmeisterschaft verhelfen."

Sir Alex Ferguson traf sich am Dienstag in Tokio mit FIFA-Präsident Joseph S. Blatter und FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke sowie mit dem Geschäftsführer von Manchester United, David Gill. Kurz vor den Gesprächen erhielt er von Dr. Danny Jordaan, dem CEO des Lokalen Organisationskomitees der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™, ein Trikot der südafrikanischen Nationalmannschaft. Der Schotte strahlte bei der Überreichung des Geschenks über das ganze Gesicht und sprach den Gastgebern sogleich seine volle Unterstützung aus. Seiner Ansicht nach wird es ein erfolgreiches Turnier werden.

"Südafrika ist ein fantastisches Land"
"Es wird eine großartige WM werden, davon bin ich überzeugt", sagte er. Die Fans sind einfach fantastisch, sie freuen sich über dieses Turnier im eigenen Land. Wir wurden hier stets herzlich empfangen, und ich bin davon überzeugt, dass es jedem, der hierher kommt, genauso ergehen wird. Auch das Wetter finde ich ziemlich interessant. In Johannesburg und Durban sollte es überwiegend schön sein, doch am Kap könnte es ganz schön feucht werden!"

"Südafrika ist ein fantastisches Land. Ich liebe es einfach. Auch meine Familie liebt dieses Land. Wir haben ein Haus in St. Francis Bay. Südafrika ist ein Land mit großem Potenzial. Es ist schön, das Wetter ist großartig, und auch die Weine sind ausgezeichnet!"

Südafrika erwies sich auch als guter Boden für Sir Alex Ferguson und Manchester United. Nach ihrem ersten Trainingslager im Jahr 1993 gewannen die Red Devils in der darauffolgenden Saison den Meistertitel. 13 Jahre später sollte sich dieser Ablauf wiederholen: Nach einem Trainingslager im Sommer 2006 hieß der englische Meister 2007 abermals Manchester United. ManU war auch im Sommer 2008 in Südafrika - wird sich die Geschichte ein drittes Mal wiederholen?

"Das hoffen wir natürlich", lacht Sir Alex Ferguson. "Man wird in der Tat ein wenig abergläubisch. Wir sprachen auch beim offiziellen Empfang in diesem Sommer darüber, doch in dieser Saison sehen wir uns mit großen Herausforderungen konfrontiert. Meine Mannschaft hat jedoch die nötige Qualität, um damit umzugehen."

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