FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

14 Juni - 15 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™

Fantastisches Frankreich gewinnt zweiten WM-Titel

  • Frankreich zum zweiten Mal Weltmeister
  • Antoine Griezmann, Paul Pogba und Kylian Mbappé feiern Torerfolge
  • Mario Mandžukić mit Toren auf beiden Seiten, Ivan Perišić ebenfalls auf der Torschützenliste

Frankreich besiegt Kroatien im Finale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™ mit 4:2 und krönt sich nach einer ausgesprochen unterhaltsamen Partie im Moskauer Luschniki-Stadion zum Weltmeister. Das Endspiel war ein gebührender Schlusspunkt für ein herausragendes Turnier.

Kroatien hatte zwar in der Anfangsphase mehr Ballbesitz, doch dann ging Frankreich unter etwas glücklichen Umständen in Führung. Nach Antoine Griezmanns hoch hereingebrachtem Freistoß von der rechten Seite stieg Mario Mandžukić am höchsten und köpfte den Ball unglücklich ins eigene Netz.

Später glich Ivan Perišić dann mit einem schönen Schuss von der Strafraumgrenze aus, doch er sollte im Laufe der Partie noch vom Helden zur tragischen Figur werden. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite berührte der kroatische Spieler mit der Rückennummer vier den Ball mit der Hand, und der Schiedsrichter zeigte nach einer Überprüfung der Videoaufnahmen am Spielfeldrand auf den Elfmeterpunkt.

Nach der Pause konnte Frankreich die Führung dann in Gestalt von Paul Pogba ausbauen, der sich dieses Tor im Finale nach seinen hervorragenden Leistungen im Turnier redlich verdient hatte. Kylian Mbappé zog gleich mehrere kroatische Abwehrspieler auf sich und gab den Ball dann an Griezmann weiter, der Pogba in Szene setzte. Nachdem sein erster Versuch geblockt worden war, jagte er die Kugel im zweiten Anlauf ins Tor.

Mbappé hatte die kroatische Abwehr mit seiner enormen Laufleistung an den Rand der Erschöpfung gebracht und sich damit in diesem epischen Finale einen eigenen Treffer verdient. Gegen seinen schönen Distanzschuss hatte Danijel Subašić keine Chance.

Anschließend traf Mandžukić ins gleiche Netz wie zuvor, diesmal allerdings für die eigene Mannschaft. Er schlug aus einer Nachlässigkeit von Hugo Lloris Kapital und konnte den Rückstand verkürzen.

Am Ende reichte der Treffer des Mannes mit der Trikotnummer 17 jedoch nicht aus, um eine weitere magische Wende für Kroatien einzuleiten. "Les Bleus" knüpften an den Erfolg der Helden von 1998 an – unter denen auch der aktuelle Nationaltrainer Didier Deschamps war – und sicherten sich zum zweiten Mal den Weltmeistertitel.

Analyse der Teamreporter

Adrien Gingold, Frankreich [Folgen: Twitter]
Kroatien hat heute Abend den besseren Fussball gespielt, doch Frankreich war effizienter und vielleicht auch etwas intelligenter. Genau darin liegt die Stärke der Franzosen: Mit welchen Gegnern sie auch konfrontiert waren, sie haben immer das geeignete Mittel gefunden, sie zu schlagen – einen nach dem anderen. Obwohl sie heute keinen brillanten Fussball zeigten, erzielten "Les Bleus" vier Tore. Dadurch wird das Niveau dieser Mannschaft und ihres Trainers deutlich. Didier Deschamps hat das Taktikduell mit Zlatko Dalić heute mit seiner intelligenten Strategie gewonnen.

Vjekoslav Paun, Kroatien [Folgen: Twitter]
Kroatiens Traum ist ausgeträumt. Trotz viel Ballbesitz hatten die Kroaten Schwierigkeiten, Hugo Lloris ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Frankreich war die bessere Mannschaft. Die Franzosen haben heute Abend all ihre Chancen genutzt und nicht viele fatale Fehler begangen. Dennoch sind die kroatischen Spieler in ihrem Heimatland Helden und haben Fussballgeschichte geschrieben.

Budweiser Man of the Match

Antoine Griezmann blieb auch unter Hochdruck gelassen und versenkte seinen Elfmeter in der ersten Spielhälfte sicher im Netz. Darüber hinaus bereitete er das Auftakttor Frankreichs vor und brachte die kroatische Hintermannschaft ein ums andere Mal in Bedrängnis.

Statistik

60 Jahre ist es her, seit ein Spieler, der so jung war wie Kylian Mbappé, in einem WM-Finale einen Treffer erzielen konnte. Der damals 17-jährige Brasilianer Pelé traf 1958 gegen Schweden. Darüber hinaus war es seit besagtem Finale von 1958 in Schweden das Endspiel mit den meisten Toren in der regulären Spielzeit.

Siehe auch

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