FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Erfrischende Auftritte und heiße Torspektakel

© Getty Images

Manchmal sind es die kleinen Details, die den Spaß noch umso größer werden lassen. Als der Argentinier Ezequiel Lavezzi von Alejandro Sabella an der Seitenlinie Anweisungen bekam, gönnte er dem Haupt seines Coaches ohne dessen vorherige Aufforderung einen frechen Spritzer aus seiner Getränkeflasche. Es war nicht die einzige Erfrischung, die diesen vorletzten Spieltag der Gruppenphase bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ zu einer Wohltat an einem heißen, spannenden und turbulenten Mittwoch werden ließ.

Während die *Albiceleste *mit "weißer Weste" ins Achtelfinale stürmte und Nigeria in der Gruppe F trotz einer Niederlage ebenfalls das Weiterkommen erreichte, bahnten sich in der Staffel E mit Frankreich und der Schweiz - nach den Niederlanden, Griechenland und Belgien - die europäischen Teams Nummer vier und fünf den Weg in die K.o.-Phase. Dabei erwiesen sich vor allem die bewundernswerten Doppelpacks eines Superstars und eines Youngsters sowie der sensationelle Dreierpack eines Hoffnungsträgers als besonders erfrischenende Elemente.

Mit nun wieder kühlem Kopf und breiter Brust hat sich unterdessen Turnierdebütant Bosnien-Herzegowina verabschiedet. Die *Drachen *feierten gegen den Iran ihren historischen ersten Sieg in der Turniergeschichte und strahlten anschließend voller Stolz. "Das wird man sein ganzes Leben nicht vergessen", betonte Kapitän Emir Spahic nach dem Abpfiff im FIFA.com-Gespräch.

Die ErgebnisseNigeria - Argentinien 2:3 (Budweiser Man of the Match: Lionel Messi, ARG)
Bosnien-Herzegowina - Iran 3:1 (Budweiser Man of the Match: Edin Dzeko, BIH)
Honduras - Schweiz 0:3 (Budweiser Man of the Match: Xherdan Shaqiri, SUI)
Ecuador - Frankreich 0:0 (Budweiser Man of the Match: Alexander Dominguez, ECU)

Denkwürdige Momente*Erste Erfrischung: Verspäteter Doppelpack zum Geburtstag
*Eine Legende ist er sowieso schon. Nun könnte man Lionel Messi einmal mehr ein Denkmal bauen. Der viermalige FIFA Weltfussballer erzielte gegen die Nigeraner nicht nur das erste Freistoßtor Argentiniens seit Daniel Passarella in Spanien 1982, sondern ließ auch als erst dritter WM-Akteur seines Heimatlandes nach Gabriel Batistuta und Oreste Corbatta das gegnerische Netz in drei aufeinanderfolgenden WM-Partien zappeln. Dem am Dienstag 27 Jahre alt gewordenen Protagonisten wird aber vermutlich vor allem eines viel wichtiger sein: Nach seinen komplett torlosen Auftritten in Südafrika 2010 stehen nun bereits vier Treffer in Brasilien 2014 auf seinem Konto. Sowas darf man wohl eine perfekte Antwort nennen.

*Zweite Erfrischung: Passender Doppelpack für die Zukunft
*Nicht Lionel Musa, sondern Ahmed Musa machte ebenfalls Werbung in eigener Sache. Der junge nigerianische Stürmer stand seinem Fast-Namensvetter in Porto Alegre in nichts nach und erzielte ebenfalls einen beeindruckenden Doppelpack. Experten werden sich an seine Darbietungen bei der FIFA U-20-WM 2011 erinnern, als er in Kolumbien mit drei Toren begeisterte. Sein Team scheiterte damals im Viertelfinale an Frankreich und Musa konnte nicht einnetzen, aber genau das wird für ihn umso mehr Motivation sein, es diesmal in der Runde der letzten 16 gegen die *Èquipe Tricolore *nachzuholen.

*Dritte Erfrischung: Rechtzeitiger Dreierpack zur Bestätigung
*Dass er ein furchtloses Kraftpaket mit jeder Menge Dynamik sein kann, wusste man bereits. Gegen die Honduraner hat Xherdan Shaqiri dies nun zum perfekten Zeitpunkt unter Beweis gestellt. Der Schweizer Offensivmann hatte sich jüngst beklagt, zu hart kritisiert zu werden. Um dann mit atemberaubenden drei Toren für den 3:0-Sieg der *Eidgenossen *in Manaus zu sorgen. Damit avancierte er nicht nur zum ersten Schweizer seit Adrian Knup vor 20 Jahren, dem mehr als ein Treffer für die Schweiz in einem WM-Spiel gelang. Sondern er schoss zugleich den 50. Dreierpack in der Turniergeschichte. Shaqiris Explosion darf als die typische Reaktion eines großen Spielers interpretiert werden und lässt das Ensemble von Ottmar Hitzfeld wissen, ohne jegliches Zittern in Richtung K.o.-Phase blicken zu können.

Der Tag in Zahlen1 -Erstmals seit Korea/Japan 2002 haben alle 32 WM-Teilnehmer in der Gruppenphase mindestens einen Treffer hinnehmen müssen. Die Nigerianer waren das letzte Team, das es an diesem Mittwoch erwischt hat. Der argentinische "Zauberfloh" brauchte dafür exakt drei Spielminuten. Und der Coach der Westafrikaner, Stephen Keshi, stellte nach der Partie treffend fest: "Messi ist vom Jupiter!"

Der Tweet des Tages 

>

hed öper de xherdan kritisiert? #hattrick #grosseskino #hoppschwiiz

— Damien Brunner (@damien_brunner) 25. Juni 2014

"Hat einer den Xherdan kritisiert?"
*Der Schweizer Eishockey-Nationalspieler Damien Brunner in Diensten des NHL-Teams New Jersey Devils

So geht’s weiter*
Portugal - Ghana, 13:00 Uhr, Estadio Nacional, Brasilia
USA - Deutschland, 13:00 Uhr, Arena Pernambuco, Recife
Korea Republik - Belgien, 17:00 Uhr, Arena de Sao Paulo, Sao Paulo
Algerien - Russland, 17:00 Uhr, Arena de Baixada, Curitiba
*(Alle Zeitangaben in Ortszeit)

Sie haben das Wort...Bei ihren ersten beiden WM-Teilnahmen in den USA 1994 und in Frankreich 1998 hat Nigeria jeweils die K.o.-Phase erreicht, seitdem mussten die Westafrikaner lange auf ihren nächsten Einzug in die entscheidenden Runden warten. Nun ist es wieder soweit. Was trauen Sie den Super Eagles* in Brasilien 2014 zu?

Mehr zu diesem Thema erfahren

Empfohlene Artikel

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

WM 2014: Honduras vs. Schweiz in Bildern

25 Jun 2014

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

WM 2014: Nigeria vs. Argentinien in Bildern

25 Jun 2014

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

WM 2014: Ecuador vs. Frankreich in Bildern

25 Jun 2014

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

WM 2014: Bosnien und Herzegowina vs. Iran in Bilde...

25 Jun 2014

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Messi-Gala sorgt für dritten Argentinien-Sieg

25 Jun 2014