FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Einige Dinge über das Finale, die Sie bestimmt nicht wussten

Das Finale der FIFA WM Deutschland 2006™ ist erst das siebte von insgesamt achtzehn WM-Endspielen, das ohne ein Team aus Südamerika stattfindet. Damit endet zugleich eine Serie von fünf aufeinander folgenden Finals, in denen entweder Brasilien oder Argentinien vertreten waren. Das letzte Endspiel mit rein europäischer Beteiligung fand 1982 statt: Damals schlug Italien die Mannschaft Westdeutschlands. Und auch bei den Endspielen 1934, 1938, 1954, 1966 und 1974 traten zwei Mannschaften vom europäischen Kontinent gegeneinander an.

Darüber hinaus ist das heutige Finale eines von bisher nur fünf Endspielen ohne brasilianische oder deutsche Beteiligung - bisher stand nur 1930, 1934, 1938 und 1978 keines dieser beiden Teams im wichtigsten Spiel des Weltfussballs.

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Horacio Elizondo wird der erste Schiedsrichter aus Argentinien sein, der das Endspiel einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ pfeift. Der 42-Jährige ist damit zugleich der dritte südamerikanische Referee, dem diese Ehre zuteil wird: Vor Elizondo leiteten die Brasilianer Arnaldo Coelho (1982) und Romualdo Arppi Filho (1982) das größte Fussball-Finale der Welt.

Pelé, Daniel Passarella, Cafu und Ronaldo - die Liste derjenigen Spieler, die bei zwei nicht aufeinander folgenden FIFA Fussball-Weltmeisterschaften™ den Titel holen konnten, umfasst ausschließlich Fussballer vom südamerikanischen Kontinent. Heute Abend könnten allerdings sechs französische Spieler mit einem Sieg gegen Italien diesem exklusiven Klub beitreten.

Fabien Barthez, Lilian Thuram, Patrick Vieira, Zinedine Zidane, David Trezeguet und Thierry Henry gehörten allesamt zu Aimé Jacquets Weltmeister-Elf des Jahres 1998, die vier Jahre später als Titelverteidiger schon nach den Gruppenspielen des FIFA-Weltpokals Korea/Japan 2002™ nach Hause fahren musste. Ihnen bietet sich heute die Chance, zum zweiten Mal die wichtigste Trophäe im Weltfussball zu erobern. Diese Leistung wäre umso höher einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass Thuram und Zidane beim FIFA-Weltpokal France '98™ bereits 26 Jahre alt waren - und Barthez noch ein Jahr älter ist als diese beiden.

Bisher haben 21 Spieler mehrmals die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ gewinnen können, doch nur dem südamerikanischen Quartett gelang dies bei zwei nicht aufeinander folgenden Endspielen. Das erste Mitglied in diesem exklusiven Klub war Brasiliens Fussball-Legende Pelé: Er gewann seinen ersten WM-Titel 1958 und war danach 1962 und ein drittes Mal 1970 erfolgreich. Ihm folgte Daniel Passarella, der 1978 als Kapitän die argentinische Nationalmannschaft zum Welttitel führte und der 1986 noch zum Kader des siegreichen Teams von Trainer Carlos Bilardo gehörte. Cafu und Ronaldo komplettierten mit dem Gewinn des FIFA-Weltpokals Korea/Japan 2002™ dieses Quartett - denn zuvor gehörten beide der brasilianischen Mannschaft an, die beim FIFA-Weltpokal USA 1994™ Weltmeister wurde.

Werden die französischen "Veteranen" von 1998 dieses rein südamerikanische Kleeblatt um ein wenig europäische Erfahrung erweitern? Die Antwort wissen wir in wenigen Stunden.