FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Einhundertster Treffer und schwache Europäer

© Getty Images

Zum Abschluss der Gruppenphase belegt die Statistik von FIFA.com, dass eine wichtige Marke beim Turnier erreicht wurde, ein negativer Defensivrekord aufgestellt wurde, es eine historische Kuriosität gab und Europas Vertreter ungewöhnlich schlecht abgeschnitten haben.

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Tore sind nun in Südafrika gefallen. Den Meilenstein erreichte Andrés Iniesta mit dem zweiten Treffer Spaniens gegen Chile. Die größten Anteile an den ersten hundert Treffern des Turniers hatten Argentinien und Portugal mit jeweils sieben Toren. Die Spieler von Atletico Madrid waren dabei die treffsichersten. 62 Prozent der Tore fielen durch Rechtsschüsse, 20 Prozent wurden mit links erzielt, auf die Kopfbälle entfielen 16 Prozent und zwei Prozent auf die mit anderen Körperteilen erzielten Tore. Es gab zwei Eigentore, sieben erfolgreich verwandelte Elfmeter und vier Tore durch direkte Freistöße. Auch späte Treffer waren recht häufig zu vermelden, denn in der 90. Minute fielen mehr Tore (5) als in jeder anderen Spielminute.

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Jahre nachdem Spanien zum ersten und bis heute auch einzigen Mal bei einer WM in Blau und Weiß aufgelaufen war, kehrte das Team am Abend in Pretoria zu diesen Farben zurück. Damit endeten jedoch keineswegs die Parallelen, denn genau wie im Jahr 1950 hieß der Gegner Chile und genau wie damals siegten auch heute die Spanier. Mit seinem heutigen Treffer wurde David Villa auch zum erfolgreichsten WM-Torschützen in der Geschichte des aktuellen Europameisters, denn mit sechs WM-Treffern liegt er nun ein Tor vor den bislang führenden Emilio Butragueño, Fernando Morientes, Fernando Hierro und Raúl. Als Villa zuschlug, war es das erste Mal in 15 Partien, dass eine südamerikanische Mannschaft in Südafrika 2010 in Rückstand geriet.

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Gegentreffer in den drei Gruppenspielen bedeuten, dass die DVR Korea den Rekord für die schwächste Defensivleistung der letzten 28 Jahre eingestellt hat. Nachdem El Salvador in Spanien 1982 gar 13 Gegentore kassiert hatte, war es nur die Abwehr Saudiarabien, die 2002 zwölf gegnerische Tore hinnehmen musste. Die bislang schlechteste Abwehrleistung aller Zeiten bot der südliche Nachbar der DVR Korea, der in nur zwei Spielen 1954 nicht weniger als 16 Tore kassierte.

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europäische Länder haben sich für das Achtelfinale in Südafrika 2010 qualifiziert, was die schlechteste Quote aller Zeiten für den Alten Kontinent bedeutet. Während vor allem das enttäuschende Abschneiden der Afrikaner Schlagzeilen macht, werden auch die Europäer über das schwächste Abschneiden seit Einführung des aktuellen Formats der WM-Endrunde nachdenken müssen, nachdem es der Schweiz am letzten Gruppenspieltag nicht gelungen ist, Spanien in Gruppe H in die K.o.-Runde zu folgen. Da darüber hinaus die sechs Teilnehmer der UEFA ausnahmslos in direkten Duellen aufeinander treffen, wird es eine weitere negative Bestmarke mit nur drei europäischen Nationen im Viertelfinale geben.

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Tore waren eigentlich das Letzte, was man als Ausgang der heutigen Partie zwischen Brasilien und Portugal erwartete hätte. Nachdem in den letzten beiden Freundschaftsspielen nicht weniger als zehn Tore gefallen waren und die Brasilianer bei den letzten sieben WM-Turnieren in jedem Gruppenspiel getroffen hatten, gingen viele von einer torreichen Partie aus. Am Ende gab es für Brasilien zum ersten Mal seit Argentinien 1978 ein 0:0 in einem Gruppenspiel, während es auch für die Portugiesen erst das dritte torlose Unentschieden bei einer FIFA-WM war. Andererseits sollte man auch die starke Defensivleistung der Portugiesen nicht außer Acht lassen. In 24 Spielen haben sie zwanzig Mal eine weiße Weste behalten, seit Carlos Queiroz das Team übernommen hat. Neben Uruguay ist Portugal übrigens die einzige Mannschaft, die in der ersten Runde kein einziges Gegentor kassiert hat.

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