FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Eine WM für die ganze Welt

Brazil fans watch a live broadcast of the Brazil-Cameroon match at the FIFA Fan Fest on Copacabana
© Getty Images

Die Antwort auf die Frage, wie viele Länder an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ teilnehmen, fällt im Grunde leicht: 32. Das ist zwar theoretisch richtig, stimmt aber dennoch nicht ganz. Denn das Turnier wird nicht umsonst als "Weltmeisterschaft" bezeichnet. Menschen aus allen Ecken der Welt sind nach Brasilien gereist, um das größte Fussballturnier hautnah mitzuerleben – vor dem Fernseher, über die digitalen Angebote der FIFA, auf den FIFA Fan Festen™ oder in den Stadien – unabhängig davon, ob ihre Mannschaften dabei sind oder nicht.

Von den fast drei Millionen Eintrittskarten, die für die WM 2014 in Brasilien verkauft wurden, gingen annähernd 40 Prozent ins Ausland. Ein Großteil der Vorbestellungen aus mehr als 200 Ländern und Regionen geht auf Länder zurück, die nicht an der WM teilnehmen. Alleine nach Kanada, das im Ranking verkaufter Eintrittskarten den elften Platz einnimmt, gingen fast 30.000 Tickets. Bei einem kleinen Rundgang durch die Stadien und FIFA Fan Feste™ findet man überall Fahnen und Trikots von Mannschaften wie Venezuela, China oder auch Neuseeland. Mit Zlatan Ibrahimovic hat zudem einer der großen Stars, der sich nicht für die WM qualifizieren konnte, die Einladung angenommen, das Turnier vor Ort zu verfolgen.

Die globale Reichweite spiegelt sich auch in den Zahlen der digitalen Angebote der FIFA wider: Von den 37 Millionen Seitenaufrufen kommt jeder dritte Zugriff auf die exklusiven Inhalte aus einem Land, das sich nicht für die WM qualifiziert hat. Insgesamt haben Menschen aus diesen Ländern bisher 1,5 Milliarden Seiten aufgerufen. Die Wertung der nicht teilnehmenden Nationen führen Kanada, Indien und China an.

Erst die WM, dann die GeburtEin Beispiel dafür, wie die Weltmeisterschaft die Leidenschaft der Menschen wecken kann, ist das Ehepaar Erik Sryrstrad und Mariana Castro aus Kongsberg, einer kleinen Stadt mit 25.000 Einwohnern im Süden Norwegens. Beide haben eine 22-stündige Reise nach Rio de Janeiro auf sich genommen, um das 2:1 zwischen Argentinien und Bosnien-Herzegowina im Maracanã-Stadion mitzuerleben.

Bei ihrem Traum, einmal im Leben bei einer WM dabei zu sein, spielte nicht nur die Distanz eine entscheidende Rolle: Mariana, die in der 34. Woche schwanger war, benötigte die Zustimmung ihres Arztes sowie die Genehmigung der Krankenkasse, um diesen Marathon auf sich zu nehmen. "Die 34. Schwangerschaftswoche gilt für viele Fluglinien als kritischer Zeitraum. Ich habe aber mit den Ärzten Rücksprache gehalten und schließlich die Zustimmung erhalten. Ich musste unbedingt sehen, wie die WM in meiner Stadt ausgetragen wird. In jenem Stadion, in dem ich einen Großteil meines Lebens damit verbracht habe, die Spiele von Fluminense zu verfolgen", so die 31-jährige Mariana Castro, die eine von fast 7.000 Eintrittskarten ergattern konnte, die nach Norwegen gingen.

Aus aller Herren LänderWährend Mariana in ihr Heimatland zurückkehrte, reiste Idi Kato eigens aus dem Osten Afrikas an, um die Weltmeisterschaft in Brasilien zu verfolgen. Idi, der aus der ugandischen Hauptstadt Kampala kommt, genoss das FIFA Fan Fest™ und zeigte sich von Brasilien beeindruckt. "Das Land lebt den Fussball. Wohin ich auch gehe, überall ist die Rede von Fussball. Brasilien ist ein traumhaftes Land, und ich hoffe, dieses Klima in den zwölf Tagen, die ich hier bin, einsaugen zu können", so der Fan aus Uganda.

Während Idi die Spiele nicht im Stadion verfolgen wird, sind Tony Pacheco und Fito Bonilla aus El Salvador stolze Besitzer von Karten für die Begegnungen zwischen Belgien und Russland sowie Frankreich und Ecuador, die beide im Maracanã-Stadion ausgetragen werden. "Ich drücke den Argentiniern die Daumen. Doch die Leidenschaft in Brasilien ist sehr groß", so der aus San Salvador stammende Tony. "Es liegt förmlich in der Luft. Es ist eine perfekte Kombination: Brasilien, Fussball und die Weltmeisterschaft."

Genau auf diese Kombination kommt es an, unabhängig davon, welcher Mannschaft man die Daumen drückt oder ob man überhaupt einen Favoriten hat. Alle vier Jahre kommen Menschen aus aller Herren Länder im Rahmen der Weltmeisterschaft zusammen. Dabei werden sie nicht unbedingt von der Liebe zur eigenen Mannschaft, sondern vielmehr von der Liebe zum Fussball angetrieben.