FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Ein nicht zu stoppender Villa

© Getty Images

Nach 333 Minuten musste Eduardo sich geschlagen geben. Der portugiesische Torhüter hielt seinen Kasten bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ so lange lang sauber. Dann gelang es David Villa, dem besten spanischen WM-Torschützen, den Ball in seinem Tor zu versenken.

Aber das war nicht leicht, wie uns der Torjäger der Furia Roja selbst bestätigte: "Portugal hat in der Abwehr sehr gut gestanden, und der Torhüter war glänzend aufgelegt. Sie waren sehr schwer zu überwinden. Es hat nur ein Mal geklappt, und glücklicherweise hat das gereicht."

"Der Torhüter war phänomenal. Er hat zwei oder drei Glanzparaden abgeliefert und selbst bei dem Treffer hervorragend reagiert. El Guaje hat den Ball erst im Nachsetzen ins Tor gebracht. Sie waren in der Defensive sehr stark", fügt Xavi hinzu, der zwar alles versuchte, die gegnerische Abwehr jedoch nur ein einziges Mal mit dem schönen Hackentrick überwinden konnte, der schließlich zum Tor führte.

"Ein perfektes Tor"Trotz der Lobeshymnen, die der Gegner auf ihn sang, war Eduardo natürlich nicht zufrieden, als er das Green-Point-Stadion verließ. "Ich habe als Einzelspieler gute Arbeit geleistet, aber das war nicht ausreichend und es kommt ohnehin nicht auf meine Einzelleistung an, sondern auf die Mannschaftsleistung des portugiesischen Teams. Es ist frustrierend, mit nur einem einzigen Gegentor aus einer Weltmeisterschaft auszuscheiden. Die Abwehr war eine unserer Stärken, aber dieses eine Tor konnten wir nicht verhindern", so der portugiesische Schlussmann bedauernd.

"Spanien hat sehr stark begonnen, das Spiel etwa eine halbe Stunde lang kontrolliert und den Ball laufen lassen. Dennoch haben wir sehr gut verteidigt, aber bei Villas Tor war nichts zu machen", meint der Verteidiger Ricardo Carvalho anerkennend.

"Jetzt müssen wir uns als gute Verlierer präsentieren und anerkennen, dass Spanien im Angriff sehr stark ist. Villa hat ein perfektes Tor erzielt, das Tor, das Spanien brauchte. Nur ein großer Torjäger wie er konnte das schaffen", erklärt Fábio Coentrão im Gespräch mit FIFA.com.

Ein echtes Geduldsspiel
Obwohl Eduardo den Spaniern das Leben mit einem halben Dutzend unglaublicher Glanzparaden denkbar schwer machte, gelang schließlich doch der entscheidende Treffer, wenn auch erst nach einer Stunde. "Das war eine sehr ausgeglichene Partie, weil sie sehr dicht gestaffelt standen und uns keinen Raum ließen. Nach dem Tor fühlten wir uns viel sicherer", erklärt Pedro, der im Spielverlauf für Villa eingewechselt wurde. Dieser fügt hinzu: "Wir hatten Geduld, und die hat sich schließlich ausgezahlt."

Diese Geduld sorgte schließlich dafür, dass die Spanier zu dem schönen, schnellen Kurzpassspiel zurückfanden, das wir bei dieser Weltmeisterschaft bisher noch nicht zu sehen bekommen hatten. "Ich glaube, wir haben unser bestes Spiel in Südafrika gemacht", meint auch Fernando Llorente, der mit zwei Kopfbällen an Eduardo scheiterte. Dieser Einschätzung konnte Xavi nur beipflichten. "Wir haben unseren besten Fussball gezeigt, vor allem in der zweiten Halbzeit, in der wir viel Ballbesitz hatten. Da hat man eine großartige spanische Mannschaft gesehen. Das Tor kam gerade zur rechten Zeit, und danach haben wir unser Potenzial voll ausgeschöpft."

Heute zeigte sich auch der spanische Nationaltrainer zufrieden. "Wenn wir so spielen, sind wir schwer aufzuhalten", erklärte Vicente del Bosque.

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