FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Ecuadorianische Presse lobt Team

Die ecuadorianische Presse hat das Ausscheiden Ecuadors gegen England im Achtelfinale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ weniger als Drama gesehen, sondern Worte des Dankes für die Mannschaft von Luis Fernando Suárez gefunden. Die Tatsache, unter den 16 besten Mannschaften der Welt gestanden zu haben, wurde von den größten Zeitungen des Landes als großer Erfolg gewertet.

"Danke, Tricolor!", titelte die Tageszeitung El Comercio in ihrer Montagsausgabe. Zwar hat die Zeitung den Freistoßtreffer von David Beckham als "meisterhaft" gerühmt, bezeichnete das Tor zugleich aber auch als das "einzige Argument der Engländer, um die Ecuadorianer aus dem Wettbewerb zu schießen." Gleichzeitig verwies das Blatt auch darauf, dass "in der Heimat Zufriedenheit über das Auftreten der Mannschaft herrscht."

Bei El Diario schmückte das Spiel der Ecuadorianer ebenfalls das Titelblatt: "Wir sind erhobenen Hauptes nach Hause gefahren." Auch diese Zeitung hat das englische Tor als einen "Zufallstreffer" bezeichnet und anschließend die Leistung der Spieler gewürdigt: "Sie haben dem Land alle Ehre erwiesen. Vor allem haben sie aber mit ihrem schönen Spiel das ecuadorianische Volk geeint." Als letzte Ehre an die Mannschaft war im Sportteil das Foto der Startelf abgebildet, auf dem in großen Lettern das Wort "Danke" prangerte.

Die Internetausgabe El Diario.com hatte ein ähnliches Titelblatt: "Mission erfüllt." Für die Internetseite war das Ausscheiden nur die logische Konsequenz: "Es gibt nichts zu bemängeln. Ganz im Gegenteil: Die 13 Millionen Ecuadorianer haben die Niederlage gegen England erhobenen Hauptes hingenommen."

"Danke, Selección!", schrieb El Universo auf der ersten Seite der elektronischen Ausgabe. Im Sportteil bat die Zeitung um "Applaus für Ecuador!" und hob gleichzeitig hervor, dass "für Luis Fernando Suárez die größte Errungenschaft für Ecuador darin bestand, den Respekt großer Gegner, wie England, verdient zu haben." Ferner hieß es, dass "Ecuador einen munteren und modernen Fussball gezeigt hat und die Entdeckung (des Turniers) war."

Das Blatt Expreso aus Guayaquil ging sogar noch weiter und titelte "Eine der Großen (Mannschaften) verabschiedet sich." Für die Mannschaft hagelte es von allen Seiten Lob: "Wenn man auf gleicher Höhe spielt und dennoch die Partie verloren geben muss, fällt auf die Spieler ein gutes Licht." Ferner fügte die Zeitung hinzu, dass "die gestrige Niederlage in die Geschichte eingehen wird… Die Mannschaft hat Klasse bewiesen, bis zum Ende der Begegnung gekämpft und Ecuador alle Ehre erwiesen. Am Ende waren die Engländer platt und haben nur noch auf Zeit gespielt."

Auch im Finanzblatt Hoy wurde in der Onlineausgabe die Begegnung Ecuadors ausgiebig analysiert. "Ecuador kehrt nach einer guten WM-Leistung nach Hause zurück." Im ersten Abschnitt des Artikels verweist die Zeitung darauf, dass "die Mannschaft ihrem Spielsystem stets treu geblieben ist, immer den Weg zum Tor gesucht hat und bis kurz vor das Gehäuse schöne Spielzüge gezeigt hat. Leider fehlte der Mannschaft aber die Durchschlagskraft der ersten beiden Partien." Nachdem festgestellt wurde, dass "sich Suárez erst nach dem Urlaub zu seiner Zukunft äußern wird", sprach die Zeitung einem ganzen Volk aus der Seele: "Trotz der Niederlage waren die Fans zufrieden."