FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Die WM-Teams in Zahlen

© Getty Images

Der Kampf um die letzten Plätze ist vorüber und die Kader sind offiziell bekanntgegeben. 736 Spielern wurde die Ehre zuteil, ihr Land bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ zu vertreten. Doch wer auf dieser langen Liste fällt besonders ins Auge und warum? FIFA.com wirft einen genaueren Blick auf die Zahlen hinter den Männern, die in Brasilien dabei sein werden.

236

der in Brasilien 2014 anwesenden Spieler waren für mindestens eine vorherige FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ nominiert. Spanien führt diese Statistik mit 16 WM-Veteranen an, auf den folgenden Plätzen liegen Uruguay (15) und Kamerun (13). Von den Spielern kann Faryd Mondragon die längste Geschichte vorweisen, denn er gab sein WM-Debüt bereits 1994 in den USA. Der kolumbianische Schlussmann war auch 1998 in Frankreich anwesend, ebenso wie Samuel Eto’o und Gianluigi Buffon. Der Italiener wird damit nach dem Mexikaner Antonio Carbajal und dem Deutschen Lothar Matthäus der erst dritte Spieler sein, der zum fünften Mal in einem WM-Aufgebot steht. Buffons Vorgänger indes kamen auch in allen fünf Endrundenturnieren jeweils zum Einsatz, während der italienische Torhüter 1998 in Frankreich lediglich auf der Bank saß. Doch mit seiner vierten aktiven WM-Teilnahme zählt er ebenfalls zu einem illustren Kreis, dem außer ihm nur noch DaMarcus Beasley (USA), Iker Casillas und Xavi (Spanien), Samuel Eto’o (Kamerun), Miroslav Klose (Deutschland) und Rafael Márquez (Mexiko) angehören. Eto’o wiederum hat allein durch die Tatsache, zum vierten Mal für eine WM nominiert worden zu sein, einen afrikanischen Rekord eingestellt und schloss zu Jacques Songo’o und Rigobert Song auf.

100

Prozent der Spieler Russlands – Rekord in Brasilien 2014 – sind in der einheimischen Liga aktiv. England liegt mit 95,6 Prozent nur knapp dahinter. Von den 23 Kadermitgliedern gehen 22 ihrem Beruf in der Heimat nach, die einzige Ausnahme ist Fraser Forster von Celtic Glasgow. Im Gegensatz dazu stehen in den Mannschaften Bosnien-Herzegowinas, der Elfenbeinküste, Ghanas und Uruguays jeweils nur 4,3 Prozent beziehungsweise einer von 23 Spielern im Aufgebot, die noch in ihrer heimischen Liga beschäftigt sind.

68

Jahre alt wird Fabio Capello während der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft werden, womit er in Brasilien 2014 der älteste Trainer ist. Russlands Nationalcoach ist damit auch der viertälteste WM-Trainer überhaupt. Eine Wertung, die von Otto Rehhagel angeführt wird, der 71 Jahre alt war, als er Griechenland nach Südafrika 2010 führte. In Brasilien folgen auf den Italiener der Uruguayer Oscar Tabarez (67 Jahre, drei Monate) sowie Capellos Nachfolger als englischer Nationaltrainer, Roy Hodgson (66 Jahre, 10 Monate). Der jüngste Coach wiederum wird Niko Kovac sein, der mit 42 Jahren und acht Monaten indes nur einen Monat jünger ist als der französische Trainer der Elfenbeinküste, Sabri Lamouchi.

58

Spieler werden während der WM-Endrunde ihren Geburtstag feiern. Als erstes sind der Chilene Mauricio Isla (26) und der Australier Eugene Galekovic (33) dran, die ihre Geburtstagskerzen am Eröffnungstag am 12. Juni auspusten werden. Im Laufe des Turniers wird es unter anderem für Faryd Mondragon eine Geburtstagsparty geben, der am 23. Juni 43 Jahre alt wird und damit der älteste Spieler des Turniers ist, sowie für Lionel Messi, der am Tag darauf 27 wird. Und was könnte es für den Ghanaer John Mensa und den Mexikaner Guillermo Ochoa Schöneres geben, als ihren Geburtstag am 13. Juli mit einer Finalteilnahme zu feiern?

52

verschiedene nationale Ligen werden in Brasilien vertreten sein, die meisten Spieler gehen auf das Konto Englands. Nicht weniger als 114 der 736 Endrundenteilnehmer (15,4 Prozent) sind in der englischen Premier League oder den unterklassigen Meisterschaften des Landes aktiv. Dahinter stellen die Ligen aus Deutschland und Italien mit 81 beziehungsweise 78 Spielern die größten Kontingente. England ist gleichzeitig mit den meisten Klubs vertreten. Ganze 28 englische Vereine werden von ihren Spielern repräsentiert, dicht gefolgt von Deutschland mit 21. Bayern München hingegen hält den Rekord für die meisten WM-Teilnehmer aus einem Klub: 15 Spieler des deutschen Rekordmeisters werden nach Brasilien fahren und damit einer mehr als von Manchester United. Von den Ländern, deren Nationalmannschaften sich nicht für die WM qualifiziert haben, stellt die Türkei mit 26 Akteuren, die in ihren nationalen Ligen tätig sind, den größten Anteil an Spielern. Insgesamt ist der europäische Fussball mit Abstand am stärksten vertreten, denn 76 Prozent aller in Brasilien anwesenden Spieler gehen ihrem Beruf in einem Verein auf dem "alten Kontinent" nach. Algerien wiederum ist die erst zweite Mannschaft der WM-Geschichte, in der 23 verschiedene Klubs vertreten sind. Diese Marke erreichte erstmals Serbien vor vier Jahren.

43

Jahre alt wird Faryd Mondragon sein, wenn er aus Brasilien abreist. Damit ist der kolumbianische Keeper mit einigem Abstand der älteste Teilnehmer dieser Auflage. Der zweitälteste Akteur ist sein vier Jahre jüngerer Teamkamerad bei den Cafeteros, Mario Yepes (39), gefolgt von Griechenlands Georgios Karagounis (37 Jahre, vier Monate), dem Honduraner Noel Valladares (37 Jahre, zwei Monate) und der italienischen Legende Gianluigi Buffon (36 Jahre, fünf Monate). Mondragon ist damit sogar älter als zwei Trainer des Turniers: Niko Kovac und Sabri Lamouchi. Falls der kolumbianische Routinier zum Einsatz kommt, würde er Roger Milla (42 Jahre, ein Monat) als ältesten Spieler der WM-Geschichte ablösen.

29

ist das Durchschnittsalter der argentinischen Nationalmannschaft, die damit in Brasilien 2014 den erfahrensten Kader stellen wird. Knapp dahinter liegen Honduras, Iran, Portugal und Uruguay, die im Durchschnitt jeweils fünf Monate jünger als die Albiceleste sind. Am anderen Ende des Spektrums liegt Ghana mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren und sechs Monaten, gefolgt von Nigeria (25 Jahre, zehn Monate) und Belgien (25 Jahre, elf Monate).

27

Jahre und fünf Monate betrug das Durchschnittsalter aller teilnehmenden Spieler in jeder der drei letzten FIFA Fussball-Weltmeisterschaften. Diese Zahl ist eine Konstante, die mit nur leichten Abweichungen seit zwei Jahrzehnten Bestand hat. Tatsächlich lag das Durchschnittsalter der Spieler 1994 in den USA auf dem gleichen Niveau wie 2006, 2010 und 2014, während es 1998 in Frankreich nur zwei Monate und in Korea/Japan 2002 knapp einen Monat darüber lag.

20

ehemalige Weltmeister werden in Brasilien versuchen, ein zweites Mal die WM-Trophäe zu gewinnen. Es verwundert nicht, dass diese Liste von den 16 Spaniern aus der Siegergeneration von 2010 dominiert wird. Aber auch die Italiener Andrea Barzagli, Gianluigi Buffon, Daniele De Rossi und Andrea Pirlo streben nach einer Wiederholung ihres Triumphes von 2006. Keine "Überlebenden" gibt es hingegen vom brasilianischen Weltmeisterteam von 2002, nachdem Kaka und Ronaldinho es nicht in den 23er-Kader von Luiz Felipe Scolari schafften. Mit 16 Spielern im Aufgebot, die vier Jahre zuvor den Titel holten, stellt Spanien einen neuen Rekord auf. Bisher standen im französischen Team von 2002 die meisten amtierenden Weltmeister in einem Kader. Überflüssig zu erwähnen, dass es die Spanier besser machen wollen als damals die Franzosen, die mit nur einem Treffer kläglich in der ersten Runde scheiterten.

18

Jahre und einen Monat wird Fabrice Olinga alt sein, wenn er in Brasilien landet. Sollte der Kameruner zum Einsatz kommen, wird er der neuntjüngste Spieler der WM-Geschichte sein. Bemerkenswert ist, dass in dieser Wertung gleich drei Landsleute vor ihm liegen: Samuel Eto’o, der zweitjüngste Spieler mit 17 Jahren und drei Monaten, Salomon Olembe, Vierter mit 17 Jahren und sechs Monaten sowie Rigobert Song, Siebter mit 17 Jahren und elf Monaten. Der jüngste Spieler aller Zeiten ist bisher Norman Whiteside, der 1982 in Spanien nur 41 Tage nach seinem 17. Geburtstag für Nordirland zum Einsatz kam. In Brasilien werden hinter Olinga der 19-jährige Engländer Luke Shaw und der nur einen Monat ältere U.S.-Amerikaner Julian Green die jüngsten Akteure sein.

14

Tore machen aus Miroslav Klose den erfolgreichsten WM-Torschützen, der in Brasilien anwesend sein wird. Der deutsche Routinier muss nur noch einen Treffer erzielen, um den 2006 von Ronaldo aufgestellten Rekord einzustellen. Klose könnte außerdem zum erst vierten Spieler werden, der in vier verschiedenen WM-Auflagen traf. Eine Leistung, die vor ihm nur sein Landsmann Uwe Seeler und der große Pelé erreichten.

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