FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Die harten Lektionen der Schlussminuten

Majeed Waris (C) and Wakaso Mubarak (R) of Ghana walk off the pitch
© Getty Images

Ghana ist wieder zu Hause. Zurück bleibt eine Gruppenphase, in der das afrikanische Team einmal mehr die Fehler aus der Vergangenheit wiederholte. Genau wie bei der WM 2010 waren die Schlussminuten der Begegnungen dramatisch und entscheidend für den Abschied Ghanas von der großen Weltbühne des Fussballs.

Bei der Endrunde in Südafrika war Ghana ganz kurz davor gewesen, als erstes afrikanisches Team in ein WM-Halbfinale vorzustoßen. Doch ein vergebener Strafstoß von Asamoah Gyan in der Nachspielzeit der Verlängerung gegen Uruguay machte alle Hoffnungen zunichte. Vier Jahre später wurden die Niederlagen gegen die USA und Portugal jeweils in der Schlussphase besiegelt. Diese Spiele kosteten die Afrikaner ihre Chance auf den Einzug ins Achtelfinale und dienen als harte Lektion.  

"Wir sind sehr enttäuscht, denn wir wollten die Gruppenphase überstehen. Doch ich glaube, die Menschen in Ghana waren zufrieden mit unseren Leistungen. Und nein, wir werden nicht mit hängenden Köpfen nach Hause fahren, denn wir haben wirklich gut gespielt, und das hat allen gefallen", bekräftigt Gyan nach der Partie gegen Portugal in Brasília gegenüber FIFA.com.

Die Trauer über das WM-Aus lässt den Stürmer, der auch gegen die Südeuropäer traf, nicht seinen Optimismus verlieren. Dennoch räumt er ein, dass Konzentrationsmängel für das unbefriedigende Abschneiden der Afrikaner verantwortlich waren. "Uns fehlte zuweilen die Konzentration. Wir haben das in unseren Besprechungen angesprochen. Wir wollten keine dummen Gegentore kassieren, doch beim zweiten Treffer für Portugal ist es wieder passiert. Das war ein Geschenk von uns. Und wenn man so etwas macht, wird man dafür bestraft. Das gehört zum Spiel dazu", gibt er zu.

Als einer der Erfahrenen im Team war es Gyan ein Anliegen, sich bei der Mannschaft zu bedanken – vor allem bei den jüngeren Spielern, denen er eine große Zukunft prophezeit: "Ich möchte mich beim Team bedanken, vor allem bei unseren jungen Spielern, denen im Fussball eine große Zukunft bevorsteht. In vier Jahren werden wir erneut Gelegenheit bekommen, unsere Qualität zu zeigen."

Neuer Anlauf in vier Jahren
Daher sind die Aussichten für die Zukunft positiv – sowohl für die Mannschaft als auch für Gyan, der bei der WM 2018 zurückkehren möchte: "Ohne jeden Zweifel. Wir haben in der Tat eine sehr junge Mannschaft. Wir sind in einem Lernprozess und haben eine brillante Zukunft vor uns. Ich gehöre zu den Routiniers und weiß, dass wir die Welt erneut verblüffen können, genau wie 2010. An Talenten mangelt es uns schließlich nicht."

"Natürlich hoffe ich, dass ich noch einmal eine WM spielen werde. Ich bin 28 Jahre alt und gehe davon aus, auch in vier Jahren in guter Verfassung zu sein. Wenn wir uns qualifizieren, dann will ich in Russland auf jeden Fall dabei sein. Möge Gott mich vor Verletzungen bewahren", wünscht sich der Angreifer.  

Einer der Youngster, die sich das Lob von Gyan verdienten, war mit Sicherheit Christian Atsu. Mit nur 22 Jahren bestritt der Flügelspieler seine erste Weltmeisterschaft. Nach der Niederlage gegen Portugal war seine Trauer über das Ausscheiden noch zu groß, um stolz darauf zu sein, den Traum eines jeden Fussballers wahr gemacht zu haben.

"Wir sind sehr traurig darüber, dass wir die WM auf diese Weise beenden. Aber das kann man jetzt nicht mehr ändern. Klar bin ich sehr glücklich darüber, dass ich bei einer WM spielen konnte. Aber im Moment überwiegt das Gefühl der Enttäuschung, denn wir wollten unbedingt ins Achtelfinale kommen. Und das wäre möglich gewesen", unterstreicht der Angreifer. Auch er ist zuversichtlich, was die Zukunft einer Mannschaft angeht, der es an Talenten nicht mangelt.

"Es stimmt, dass wir ein junges Team von hoher Qualität haben. Mit Hilfe der erfahrenen Spieler wie Asamoah Gyan können wir bei den nächsten Weltmeisterschaften etwas sehr Wichtiges für den ghanaischen und afrikanischen Fussball tun." Dafür muss aus den harten Lektionen gelernt werden, die die Schlussminuten dem ghanaischen Nationalteam erneut erteilt haben.  

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