FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

14 Juni - 15 Juli

FIFA Fussball-WM 2018™

Die Gruppenphase beginnt

Algerian's national football team's Carl Medjani vies with Senegal's Sadio Mane
© AFP

Für die 20 verbliebenen Nationalteams in der afrikanischen WM-Qualifikation für Russland 2018 wird es am kommenden Wochenende ernst: Die ersten Spiele in der Gruppenphase stehen auf den Programm. Da sich jeweils nur die Gruppensieger für die WM in Russland qualifizieren, steht von Anfang an sehr viel auf dem Spiel. Allen Mannschaften ist klar, dass eine Niederlage zum Auftakt den Druck erheblich erhöht.

*Hochspannung in Gruppe B
*
Bei der Auslosung im Juni landeten in Gruppe B mit Algerien, Nigeria und Kamerun gleich drei Schwergewichte des afrikanischen Fussballs, die 2010 und 2014 jeweils bei der WM-Endrunde vertreten waren. Das vierte Team in der Runde ist mit Sambia der Afrikameister von 2012, der die Qualifikation für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2017 überraschend verpasst hat. Die Chipolopolo empfangen zum Auftakt Nigeria. Um in dieser enorm schweren Gruppe bestehen zu können, wäre ein Auftaktsieg sicher von Vorteil.

Nigerias Kapitän Mikel John Obi, der in dieser Saison für Chelsea noch keine Minute auf dem Platz stand, kann den Start der Gruppenphase kaum erwarten: "Alle Spieler unseres Kaders sind fit und bereit. Wir sind fest entschlossen, aus dem Rennen um den begehrten WM-Platz als Sieger hervorzugehen."

Gernot Rohr, der deutsche Trainer der Super Eagles, verfügt über einen mit Stars gespickten Kader, die ihr Geld hauptsächlich in Europa verdienen. Zu den herausragenden Akteuren zählen sicherlich der formstarke Angreifer Kelechi Iheanacho von Manchester City sowie Youngster Isaac Success, der kurz vor seinem Debüt in der A-Nationalmannschaft seines Heimatlandes steht, nachdem er am vergangenen Wochenende sein erstes Premier-League-Tor für den FC Watford erzielte.

Im Gegensatz dazu setzt Sambias Auswahltrainer Wedson Nyirenda im Kampf um die erste WM-Teilnahme des südafrikanischen Landes vorrangig auf Spieler, die in der heimischen Super League aktiv sind. In der anderen Partie der Gruppe stehen sich Algerien, das seine Position als bestes afrikanisches Team erst kürzlich an die Elfenbeinküste verloren hat, und Kamerun gegenüber.

*Senegal könnte Siegeszug fortsetzen
*
Für Südafrika, den WM-Gastgeber von 2010, bietet die WM-Qualifikation eine ersehnte Möglichkeit, das desaströse Abschneiden in der Qualifikation für den CAF Afrikanischen Nationen-Pokal 2017 vergessen zu machen. Die Bafana Bafana trifft zum Auftakt in Ouagadougou auf Gastgeber Burkina Faso. Alles andere als ein Sieg wird den Druck auf den umstrittenen Coach Shakes Mashaba zusätzlich erhöhen.

Trotz der schlechtesten Afrikameisterschafts-Qualifikation aller Zeiten bleibt Südafrikas Auswahltrainer hingegen positiv gestimmt, was die Chancen seiner Mannschaft auf die WM-Teilnahme betrifft: "Unser Aufbauspiel bis zum gegnerischen Strafraum gehört zum Besten auf der Welt. Unser Manko ist, dass wir zu wenig Tore schießen. Doch so wie die Jungs spielen, habe ich keinen Zweifel, dass wir uns für die Weltmeisterschaft qualifizieren werden."

Südafrikas stärkster Kontrahent in Gruppe D dürfte das formstarke Team Senegals sein, das zu Hause Kap Verde empfängt. Die Löwen von Teranga, die als einzige Mannschaft in der Qualifikation zur Afrikameisterschaft 2017 eine blütenreine Weste behielten, werden vom Altinternationalen Aliou Cisse trainiert, der auf eine offensive Grundausrichtung setzt. Sadio Mane vom FC Liverpool ist im Sturm gesetzt. Daneben reaktivierte Cisse den erfahrenen Angreifer Moussa Sow, der nach einem Gastspiel in Nahost jüngst auf Leihbasis zu Fenerbahçe Istanbul zurückkehrte. Sein letztes Länderspiel datiert vom März 2015.

*Duell der Trainer-Veteranen
*
In Gruppe E versucht Ägypten, sich erstmals nach 1990 wieder für eine WM-Endrunde zu qualifizieren. Nachdem die Mannschaft von Hector Cuper in der Qualifikation zur Afrika-Meisterschaft Nigeria ausschalten konnte, ist die Stimmung bei den Nordafrikanern grundsätzlich optimistisch. Der frühere Coach von Parma, Inter Mailand und dem FC Valencia muss mit seiner Mannschaft zum Auftakt nach Kongo reisen.

Ägyptens schärfster Konkurrent um das Ticket nach Russland dürfte Ghana sein. Die *Black Stars *wollen sich zum vierten Mal in Folge für eine FIFA WM-Endrunde qualifizieren. Die Mannen des erfahrenen Avram Grant starten zu Hause gegen Uganda in die Gruppenphase. Angesichts namhafter Akteure wie Baba Rahman, Afriyie Acquah oder Christian Atsu wäre alles andere als ein Sieg der Westafrikaner eine große Überraschung. Jedoch muss Grant womöglich mehrere Monate auf Andre Ayew verzichten, der sich zum Saisonauftakt in der Premier League beim Spiel seines Klubs West Ham gegen den FC Chelsea eine schwere Oberschenkelverletzung zuzog.

Bei der Auslosung wurden die nordafrikanischen Rivalen Tunesien und Libyen Gruppe A zugelost. Das direkte Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten findet aber erst am zweiten Spieltag statt. Zum Auftakt reist Libyen in die DR Kongo, während Tunesien, das sich letztmalig 2006 für eine WM-Endrunde qualifizieren konnte, zu Hause Guinea empfängt.

Lape Bangoura, der Trainer Guineas, hofft auf einen erfolgreichen Start in Monastir: "Wir hatten bei der Auslosung der dritten Qualifikationsrunde sicherlich nicht eben Losglück. DR Kongo und Tunesien sind die beiden Favoriten auf den Gruppensieg. Das heißt aber nicht, dass wir keine Ambitionen haben – im Gegenteil. Der ersten Partie in Tunesien kommt eine Schlüsselrolle zu. Ein Unentschieden wäre ein hervorragendes Ergebnis."

In der letzten Gruppe streiten sich Gabun, Marokko, Mali und die Elfenbeinküste um einen Platz bei der Endrunde 2018. Im ersten Spiel empfängt mit Gabun der Gastgeber des nächsten CAF Afrikanischen Nationen-Pokals die Mannschaft aus Marokko. In der zweiten Partie stehen sich die Elfenbeinküste des Franzosen Alain Giresse und das von seinem Landsmann Michel Dussuyer trainierte Team aus Mali gegenüber.

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