FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Déjà-Vu für Frankreich und die Schweiz

Am 13. Juni beginnt für ein auf Wiedergutmachung bedachtes Frankreich die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™ gegen die Schweiz , ihrerseits Mitfavorit auf ein Weiterkommen in Gruppe G. Vor 53.000 Zuschauern im Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Stadion könnte es dabei gleich zum Auftakt um nicht weniger gehen als die Vormachtstellung in der Gruppe gehen.

Spielkleidung

Frankreich: Trikot: Blau, Hose: Blau, Stutzen: Rot

Schweiz: Trikot: Weiß, Hose: Weiß, Stutzen: Weiß

Teams

Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech wartete bei der Nominierung seines Kaders gleich mit mehreren Überraschungen auf. Er berief nämlich die beiden Neulinge Pascal Chimbonda und Franck Ribéry und trug damit der herausragenden Saison der beiden Spieler Rechnung. Der Schweizer Köbi Kuhn seinerseits muss auf die Erfahrung von Spielmacher Hakan Yakin verzichten, der einen Großteil der abgelaufenen Spielzeit verletzungsbedingt verpasst hat. Er setzt stattdessen auf die Spielfreude von David Degen, Mittelfeldspieler beim FC Basel. Als Überraschung darf man zudem die Nominierung der ebenso jungen (19 Jahre) wie unerfahrenen (ein Länderspiel) Johan Djourou und Blerim Dzemaili werten. Ansonsten setzen beide Trainer auf bewährte Kräfte.

WM-Qualifikation

Schon in der Qualifikation kreuzten sich die Wege beider Mannschaften in Gruppe 4 der Europa-Zone , und für beide war es ein schwerer Gang. Alles entschied sich erst am letzten Spieltag. Durch einen 4:0-Heimsieg gegen Zypern sicherten sich die Franzosen mit zwei Punkten Vorsprung vor den Eidgenossen den ersten Platz. Die Schweizer mussten in die Playoff-Spiele, da sie am letzen Spieltag in Dublin nicht über ein 0:0-Unentschieden hinausgekommen waren. Gegner in den Playoffs war die Türkei und letztlich setzte sich die Schweiz nur dank der Auswärtstorregel durch (2:0 und 2:4).

Bisherige Duelle beider Teams

Frankreich und die Schweiz sind bereits 35 Mal aufeinander getroffen (davon allein vier Mal in den vergangenen drei Jahren): Die Bilanz fällt dabei mit 15 Siegen, acht Unentschieden und zwölf Niederlagen knapp zugunsten der Franzosen aus.

WM-Erfolge

Betrachtet man die FIFA Weltpokal™-Turniere, hat Frankreich eindeutig die besseren Resultate vorzuweisen. Insgesamt elf Mal qualifizierte sich die "Equipe Tricolore" für eine WM-Endrunde, drei Mal (1958, 1982 und 1986) erreichte sie das Halbfinale, und 1998 holte sie im eigenen Land sogar den Titel. Aber auch die Schweizer "Nati" hat eine vorzeigbare Bilanz – bei nur sieben Teilnahmen kam sie immerhin drei Mal ins Viertelfinale (1934, 1938 und 1954). Bislang haben die Schweizer in ihren 22 WM-Spielen immer mindestens ein Tor kassiert.

Duell des Spiels

Grau ist alle Theorie, aber nachdem beide Mannschaften Favorit auf das Weiterkommen sind, kommt dem direkten Duell gleich im ersten Vorrundenspiel wohl vorentscheidende Bedeutung zu. Insbesondere auf die Form der Stürmer dürfte es ankommen. Da wäre zum einen Thierry Henry , Finalist der Champions League, Torschützenkönig in England (27 Treffer) und unangefochten die Nummer 1 im Angriff bei Arsenal London. Mit ihm steht und fällt das Offensivspiel der Franzosen, auch wenn er in der Nationalmannschaft zuletzt nicht unbedingt so treffsicher war wie in London bei seinen "Gunners".

Sein Widerpart auf schweizerischer Seite heißt Alexander Frei . In der Nationalmannschaft war der Mittelstürmer von Stade Rennes oft der entscheidende Mann, aber seine Saison im Klub war von Verletzungen überschattet. Der in der Nationalmannschaft stets hoch motivierte Frei hat bereits verlauten lassen: "Ich fahre nicht nach Deutschland, um zu spielen, sondern um zu gewinnen!" »

Trainer

Unterschiedlicher könnten diese beiden Trainer vom Profil her wohl nicht sein. Auf der einen Seite Köbi Kuhn, der immer in Ruhe arbeiten konnte und sich nie auch nur einem Fünkchen Kritik ausgesetzt sah, auf der anderen Seite Raymond Domenech, an dem sich die Geister schieden. Jeder seiner Auftritte wurde seziert, jede seiner Entscheidungen diskutiert. Der ehemalige U-21-Trainer weiß, dass es für ihn in Deutschland um alles geht. Kuhn hingegen präsentiert sich – wie auch seine Mannschaft – völlig vom Druck befreit, denn das Augenmerk der Schweizer ist schon auf die UEFA EURO 2008 im eigenen Land gerichtet.