FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Defensive, Vorsicht, Intelligenz

Deco of Portugal falls under the challenge of Yaya Toure of Ivory Coast
© Getty Images

Die Defensive stand im Mittelpunkt der Partie zwischen der Elfenbeinküste und Portugal (Gruppe G) am Dienstag im Port Elizabeth-Stadion in Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth. Beide Teams konzentrierten sich darauf, die gegnerischen Stürmerstars nicht zur Entfaltung kommen zu lassen.

Wird er spielen? Die wichtigste Frage im Vorfeld der Begegnung betraf Didier Drogba. Der am 5. Juni am Arm operierte Kapitän der g machte es bis kurz vor Anpfiff spannend, ob er spielen können würde. Letztlich nahm er auf der Bank Platz, und die Zuschauer mussten auf das indirekte Gipfeltreffen zwischen ihm und Cristiano Ronaldo, dem zweiten Superstar des Tages, zunächst verzichten.

Das Stürmer-Duell fand schließlich für die Dauer von knapp 30 Minuten statt. Doch auch dies konnte am Spielgeschehen nichts ändern: In einer Partie, die von der Vorsicht dominiert war, behielt die Defensive gegenüber dem Angriff die Oberhand - mit körperbetonten Duellen und intensiven Zweikämpfen. Die beste Gelegenheit des gesamten Spiels war und blieb ein Pfostenschuss von Ronaldo in der Anfangsviertelstunde.

"Ein taktisch geprägtes Spiel"
"Beiden Mannschaften war von Anfang an klar, dass es vor allem wichtig sein würde, nicht zu verlieren. Das führte zu einem sehr taktisch geprägten Spiel", erklärte der portugiesische Verteidiger Paulo Ferreira, für den "dieses Unentschieden logisch ist." Wie bei der Rettungstat des Akteurs vom FC Chelsea gegen Gervinho in der ersten Halbzeit funktionierte die portugiesische Abwehrkette in Perfektion.

"In einem Wettbewerb wie der Weltmeisterschaft ist es vor allem dasjenige Team, das am wenigsten Fehler macht, das den Jackpot gewinnt. Es war deshalb sehr wichtig für uns, im Gleichgewicht zu bleiben, keine Geschenke zu verteilen und den Stürmern keine Räume zu bieten", bestätigte Abwehrspieler Bruno Alves gegenüber der FIFA. Letztlich konnte die ivorische Mannschaft mit Ausnahme des verhinderten Durchbruchs von Gervinho und einem missratenen Schuss von Drogba bis zum Ende der Partie nie ernsthaft für Gefahr sorgen.

Das Bedauern Drogbas
"Die Verteidigung stand gegenüber dem Angriff eindeutig im Vordergrund", räumte auch Kolo Touré ein, der mit seinem Freund Didier Zokora die Innenverteidigung der Elefanten formte. "Wir haben getan, was wir mussten, um die Stürmer in Schach zu halten", sagte auch Salomon Kalou, und der tapfere Drogba freute sich "über das erste WM-Spiel ohne Gegentreffer." Doch der ehemalige Akteur von Olympique Marseille bedauerte "die Ungenauigkeiten beim letzten Pass. Wenn das nicht gewesen wäre, hätten wir das Spiel gewonnen."

Auch der Urheber der taktischen Vorgaben, Sven-Göran Eriksson, lieferte eine ähnliche Analyse wie seine Schützlinge. "Keiner wollte verlieren, und das erklärt die mangelnde Risikobereitschaft. Wir haben die Lösung gefunden, um sie in Schach zu halten, denn unsere Defensive war sehr diszipliniert."

"Die Spieler waren nervös und ängstlich", urteilte seinerseits Portugals Trainer Carlos Queiroz. "Die Strategie der Ivorer war defensiv, sie setzten vor allem auf Konter. Sie haben unsere Passwege gut zugestellt. Man konnte sich nicht in den Angriff stürzen und die Niederlage riskieren."

Dem portugiesischen Strategen gebührte auch das Schlusswort, das die perfekte Zusammenfassung der 90-minütigen Abwehrschlacht war: "Die zwei Mannschaften haben taktisch intelligent gespielt. Und sehr vorsichtig."

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