FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Dedics großer Traum

Slovenia's scorer Zlatko Dedic celebrates after their play-off second leg against RussiA.
© AFP

Zlatko Dedic erzielte gegen Russland den entscheidenden Treffer, der seinem Team den Sprung in die Endrunde der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ und Slowenien den größten Erfolg in seiner Fussballgeschichte bescherte. Sein größter Wunsch ist es jedoch, dieser Heldentat eine noch größere folgen zu lassen. Der Treffer von Zlatko Dedic ist in Slowenien jedoch so hoch umjubelt, dass er in Südafrika schon etwas ganz Besonderes leisten müsste, um sich einen noch größeren Platz in den Herzen der Fans zu erobern.

Aber was in den kommenden Wochen auch geschehen mag, für Dedic selbst steht fest, dass er sich immer an einen karriereentscheidenden Moment erinnern wird, an dem – zumindest für ihn – die Zeit einen Augenblick stehengeblieben ist. "Es gibt ein Foto, das geschossen wurde, als der Ball zirka einen Meter von meinem Fuß entfernt war. In diesem Augenblick zeigte die Uhr 43 Minuten und 50 Sekunden", berichtet er gegenüber FIFA.com.

Riesenerfolg für den kleinsten WM-Teilnehmer
"Ich werde diesen Augenblick nie vergessen. Aber es war ein Erfolg, den wir alle zusammen erreicht haben, und zwar mit der Unterstützung unseres Trainergespanns, unserer Fans und all meiner Mannschaftskameraden. Wir haben wirklich sehr, sehr hart für diesen Moment gearbeitet. Es war dieser klitzekleine entscheidende Augenblick, der für uns den WM-Traum hat Wirklichkeit werden lassen. Und ich denke, dass dies nicht unsere letzte Weltmeisterschaft sein wird."

Dedics Bezeichnung dieser FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ als einen "Traum" bringt die märchenhafte Qualifikation seines Teams zum Ausdruck. Von den 32 Mannschaften, die sich für die WM in Südafrika qualifiziert haben, ist Slowenien bei Weitem die kleinste – und zwar sowohl was die Größe des Landes als auch was die Bevölkerungszahl betrifft. Matjaz Keks Elf hat allein schon aufgrund der Tatsache, dass sie sich überhaupt für die WM-Endrunde qualifizieren konnte, einen Riesenerfolg verzeichnet.

Das Beste noch kommt
Der beeindruckende Wandel einer Mannschaft, die in der Qualifikation für die UEFA EURO 2008 noch hinter Fussballzwergen wie Albanien und Belarus landete, war eine der großen Erfolgsgeschichten der WM-Qualifikation. Und mit dem Sieg in der Playoff-Runde gegen die Fussballgroßmacht Russland konnten die Slowenen einen fantastischen Schlussakzent setzen. Dedic ist jedoch der Meinung, dass das Beste noch kommt.

"Es war wunderschön, wirklich wunderschön. Jedes Spiel war etwas Besonderes", sinniert er über die WM-Qualifikation. "Wir konnten es alle kaum noch erwarten, zusammenzukommen. Wir haben an uns geglaubt, und wir wussten, dass wir die erforderlichen Qualitäten hatten. Wir haben in jeder einzelnen Partie alles gegeben und wurden am Ende für unseren Einsatz belohnt. Ich denke, dass wir etwas wirklich Wichtiges geschafft haben, etwas wirklich Schwieriges, etwas, womit niemand gerechnet hätte. Jetzt konzentrieren wir uns alle auf die bevorstehenden Aufgaben und darauf, uns so optimal wie möglich auf die anstehenden Spiele vorzubereiten. Dann können wir vielleicht sogar noch besser spielen, als wir es gegen die Russen getan haben. Wir haben noch nicht unser volles Potenzial ausgeschöpft."

Lange Pause in der NationalelfDedic, ein kraftvoller und ideenreicher Angreifer, ist nicht gerade für eine besonders reiche Torausbeute bekannt, aber er hat sich einen Ruf als Schütze wichtiger Treffer gemacht. Neben dem denkwürdigen Tor gegen die Russen trug sich der 25-Jährige auch bei Sloweniens entscheidenden Heim- und Auswärtssiegen gegen Polen in die Torschützenliste ein. Damit untermauerte er seine Stellung als Milivoje Novakovics unangefochtener Sturmpartner in der slowenischen Startelf. Dedic, der in seinem Heimatland den Status eines Nationalhelden erlangt hat, erinnert sich jedoch sehr gut daran, dass er nahezu zweieinhalb Jahre keinen Einsatz mehr in der Nationalmannschaft hatte, bevor ihn Kek 2007 wieder berief und erkennt an, dass er seinem Coach großen Dank schuldet.

"Der Coach hat mich nach sehr langer Zeit wieder in die Nationalelf zurückgeholt. Die Hoffnung darauf hatte ich nie aufgegeben", erinnerte er sich. "Am Anfang war es schwer, weil ich mich durchbeißen und hart an mir arbeiten musste, um mir ein paar Minuten Spieleinsatz zu verdienen. Und im ersten Spiel gegen Polen war es dann endlich soweit. Ich konnte eine wirklich gute Leistung zeigen, wobei mich meine Mannschaftskameraden unheimlich unterstützt haben. Danach ging es positiv für mich weiter."

Eine extrem schwierige Gruppe
Für Slowenien und Dedic stellt sich nun jedoch die große Frage, ob dieser positive Aufwärtstrend weiter aufrechterhalten werden kann. Nur Wenige gehen davon aus, dass sich Keks Mannschaft in ihrer Vorrundengruppe, in der sich auch England, die USA und Algerien befinden, durchsetzen kann. Aber die Elf hat schon in der Vergangenheit die Erwartungen übertroffen. Nach Meinung ihrer Nummer 14 ist sie sehr wohl in der Lage, dies noch einmal zu wiederholen. "Es ist eine extrem schwierige Gruppe, aber wir wissen, dass es bei einer Weltmeisterschaft keine leichten Gruppen gibt. Wir haben Respekt vor allen unseren Gegnern, aber wir haben vor niemandem Angst."

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