FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Coole Geschichte und ein Kontinentenschreck

© Getty Images

Am zweiten Spieltag des Achtelfinales der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ blieb es für die Zuschauer erneut schwer, kühlen Kopf zu bewahren. Nachdem sich der Gastgeber Brasilien gestern nach einem hochspannenden Spiel erst im Elfmeterschießen durchsetzen konnte, kam die Entscheidung beim ersten Spiel des heutigen Tages erst spät in der Nachspielzeit. Der Grund, dass die beiden Teams überhaupt so lange auf dem Rasen standen, war eine Unterbrechung, die es so noch nie gab.

In der zweiten Begegnung war es ebenfalls schwer, ruhig zu bleiben, auch wenn es wenige Torchancen gab. Ein knapper Spielstand, der Ausgleich in der Nachspielzeit und die Entscheidung im Elfmeterschießen - zum ersten Mal in der WM-Geschichte wurden zwei Achtelfinalpartien vom Punkt entschieden - sorgten für reichlich Spannung. Am Ende setzte sich Costa Rica gegen Griechenland durch, weil sie vom Punkt cooler blieben. Damit führen sie nicht nur ihren Weg weiter und schicken nach und nach europäische Vertreter nach Hause, sondern zogen auch erstmals ins WM-Viertelfinale ein.

FIFA.com fasst den Tag zusammen und blickt auf besondere Ereignisse abseits der Resultate.

ErgebnisseNiederlande - Mexiko 2:1 (Budweiser Man of the Match: Guillermo Ochoa, MEX)
Costa Rica - Griechenland 1:1 (5:3 n.E.) (Budweiser Man of the Match: Keylor Navas, CRC)

Denkwürdige Momente*WM-Historie aufgefrischt
*Das Thermometer im Estadio Castelao in Fortaleza stieg während der Partie Niederlande gegen Mexiko auf 32 Grad an. Die zusätzliche Luftfeuchtigkeit von 68 Prozent veranlasste Schiedsrichter Pedro Proenca dazu, das Spiel in der 32. Minute zu unterbrechen und eine Abkühlpause einzulegen. Eine Begebenheit, die es bei bisher 20 FIFA Fussball-Weltmeisterschaften™ noch nie gegeben hat. Die Spieler nahmen das dankend an und erfrischten sich mit Getränken, Eis und feuchten Handtüchern. Und diese Maßnahme zeigte Wirkung. Kurz darauf erhöhten die Mittelamerikaner noch einmal das Tempo und erspielten sich gute Chancen. Doch es wurde nicht nur auf die Akteure auf dem Platz geachtet. Immer wieder leuchtete auf der Anzeigetafel ein Hinweis für die Fans auf: "Vergessen Sie nicht, Sonnencreme aufzutragen." Auch im zweiten Durchgang stoppte Proenca die Partie für wenige Minuten und die Spieler konnten sich erneut erfrischen.

*Eiskalt und abgebrüht
*Auch wenn Klaas-Jan Huntelaar bei dieser Pause noch nicht auf dem Feld war, erfrischte er sich während der Partie anscheinend genug. Kurz bevor er eingewechselt wurde, musste der Stürmer noch einmal auf Toilette, um Wasser zu lassen. Bei dieser Gelegenheit sammelte er sich sicher auch noch einmal, denn anschließend zeigte er sich zwei Mal eiskalt. In der 76. Minute für Robin van Persie gekommen, bereitete er den Ausgleich durch Wesley Sneijder per Kopf vor. Viel entscheidender jedoch, dass er sich in der vierten Minute der Nachspielzeit den Ball vor dem Strafstoß schnappte und ihn mit kühlem Kopf im Tor unterbrachte. In Brasilien stand der *Hunter *bisher noch keine Minute auf dem Feld, dennoch strotze er vor Selbstvertrauen und trat an, obwohl er zuerst gar nicht hätte schießen sollen, wie er im Anschluss erklärte. "[Arjen] Robben war vorgesehen und hatte den Ball, er fragte aber mich, ob ich schießen will. Ich habe 'Ja' gesagt, weil ich zuversichtlich war - und habe ihn versenkt."

*Hitzköpfige Ticos schocken Europa
*Nachdem Costa Rica in der Vorrunde mit England und Italien schon zwei Europäer nach Hause geschickt hat, folgte nun Griechenland. Eine Abkühlung wie in der ersten Partie des Tages hätte den Mittelamerikanern aber sicher auch gut getan. Nachdem sie in den ersten drei Partien nur zwei gelbe Karten bekamen, gab es heute insgesamt fünf Mal den Gelben Karton für das Team von Trainer Jorge Luis Pinto. Zusätzlich dazu ging Oscar Duarte noch in die Geschichtsbücher ein, da er der erste Costa-Ricaner ist, der bei einer WM vom Feld verwiesen wurde. Gut aus Sicht des Trainers ist aber, dass die beiden vorbelasteten Spieler in der Partie cool blieben, kein Gelb sahen und somit im Viertelfinale mitwirken können. Hier wollen sie dann mit den Niederlanden das nächste europäische Team nach Hause schicken. Im richtigen Moment zeigten sich die *Ticos *dann wieder nervenstark und ruhig. Beim Elfmeterschießen trafen alle fünf Schützen. Die meisten von ihnen sogar sehr sicher und chancenlos für den Torwart. 

*Der Tag in Zahlen145 *– Bisher zappelte die Kugel in 52 Spielen in Brasilien bereits 145 Mal im Netz und damit genau so oft wie 2010 in Südafrika nach 64 Partien. Der Torrekord bei Weltmeisterschaften, die mit 32 Teams ausgetragen wurden, datiert von der Premiere 1998 in Frankreich. Damals fand das Runde 171 Mal den Weg ins Eckige. Die bisherigen 25 Treffer durch Einwechselspieler sind bereits neuer Bestwert - dieser lag bislang bei 23 Toren, aufgestellt bei der WM 2006 in Deutschland.

Der Tweet des Tages​Luis Guillermo Solis, Präsident Costa Rica:

>

VAMOS COSTA RICA #CRC pic.twitter.com/LZ9m9kxl9O

— Luis Guillermo Solís (@luisguillermosr) 29. Juni 2014

So geht's weiterFrankreich – Nigeria, 30. Juni 2014, 13:00 Uhr, Estadio Nacional, Brasilia
Deutschland – Algerien, 30. Juni 2014, 17:00 Uhr, Estadio Beira-Rio, Porto Alegre 
(Alle Zeitangaben in Ortszeit)

Sie haben das WortKönnen die Ticos ihren Höhenflug im Viertelfinale gegen die Niederlande fortsetzen und den nächsten Europäer die Koffer packen lassen?

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