FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Clevere Niederländer im Viertelfinale

© Getty Images

Die Niederlande haben den Einzug ins Viertelfinale der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ perfekt gemacht. In ihrem Achtelfinalspiel gegen die Slowakei setzte sich die Mannschaft von Trainer Bert van Marwijk nach einer cleveren und abgeklärten Vorstellung mit 2:1 (1:0) durch und trifft nun in der Runde der letzten Acht auf Brasilien, das im zweiten Spiel des tages Chile klar mit 3:0 (2:0) bezwang.

Rückkehrer Arjen Robben brachte sein Team vor 61.962 Zuschauern im Durban-Stadion in der 18. Minute mit einem für ihn typischen Treffer in Führung, Wesley Sneijder (84.) machte in der Schlussphase alles klar für die Oranjes. Die Slowaken konnten nicht an ihren beherzten Auftritt aus dem Gruppenspiel gegen Italien anknüpfen und kamen lediglich zum Anschlusstreffer durch einen verwandelten Foulelfmeter von Robert Vittek (90.+4).

Robben ersetzt van der Vaart
Zwei Änderungen gab es auf Seiten der Niederländer gegenüber dem letzten Gruppenspiel gegen Kamerun (2:1): Gregory van der Wiel kehrte in die Viererkette zurück, für ihn musste Khalid Boulahrouz weichen. Und in der Offensive gab Robben sein Startelf-Debüt bei dieser WM, der leicht angeschlagene Rafael van der Vaart blieb dafür draußen. Nur eine Änderung gab es dagegen bei Italien-Bezwinger Slowakei, Trainer-Sohn Vladimir Weiss ersetzte den gesperrten Zdenko Strba.

Beide Mannschaften legten einen schwungvollen Start hin, spielten munter nach vorne, kamen aber vornehmlich durch Fernschüsse zu Torchancen. Erik Jendrisek (2.) und Marek Hamsik (6.) zielten aber ebenso ungenau wie auf der anderen Seite Sneijder (5.) und Dirk Kuyt (6.). Ein Kopfball von Robin van Persie (7.) aus kurzer Distanz wurde noch von einem slowakischen Abwehrspieler abgeblockt.

Robben wie immer
Nach etwa zehn Minuten wurden die Niederländer zunehmend stärker, übernahmen mehr und mehr die Initiative und erspielten sich weitere Chancen. Sneijder (11.) scheiterte aus halblinker Position am slowakischen Torwart Jan Mucha, der kurz darauf jedoch das Nachsehen hatte. Nach einem weiten Pass von Sneijder zog Robben auf unnachahmliche Weise von der rechten Seite nach innen, versetzte zwei Gegenspieler und traf mit einem präzisen Flachschuss aus 16 Metern zur 1:0-Führung (18.).

Nach dem Tor verflachte die Partie zusehends. Die Elftal kontrollierte das Geschehen ohne zu glänzen, die Slowaken mühten sich, das Spiel offen zu gestalten, konnten sich aber in der Folgezeit nicht eine Torchance herausspielen. Kurz vor der Pause kamen die Niederländer durch Van Persie (41./44.) noch zu zwei aussichtsreichen Gelegenheiten, die der Angreifer des FC Arsenal jedoch ungenutzt ließ.

Stekelenburg verhindert Ausgleich
Nach dem Seitenwechsel agierten die Niederländer wieder etwas aktiver und kamen sogleich zu guten Chancen, um den Vorsprung auszubauen. Robben (50.) verfehlte von der Strafraumgrenze nur knapp das Ziel, eine Minute später scheiterte Joris Mathijsen (51.) aus kurzer Distanz ebenso an Mucha wie kurz darauf Van Persie (59.) mit einem direkt geschossenen Freistoß von rechten Strafraumeck.

Die Slowaken hingegen fanden auch im zweiten Durchgang zunächst kein Rezept, um die Niederländer in Bedrängnis zu bringen. Erst in der 67. Minute stellte Miroslav Stoch mit einem beherzten Schuss aus 16 Metern Maarten Stekelenburg im Tor der Elftal auf die Probe. Wenige Sekunden später vergab Vittek die große Chance zum Ausgleich, als er freistehend aus 14 Metern am glänzend reagierenden Stekelenburg scheiterte.

Sneijder macht alles klar
Erst jetzt wurden die Slowaken mutiger, dadurch bekamen die Niederländer mehr Räume für Gegenstöße, die Kuyt (70./73.) zwei Mal ungenutzt ließ. Auf der anderen Seite zielte Vittek (78.) in aussichtsreicher Position über das Tor. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Giovanni van Bronckhorst gelang den Niederländern in der 84. Minute dann das 2:0. Kuyt hatte die Abwehr der Slowaken ausgehebelt und auf Sneijder abgelegt, der den Viertelfinal-Einzug perfekt machte. Daran änderte auch der verwandelte Foulelfmeter von Vittek (90.+4) in der Nachspielzeit nichts mehr.

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