FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Chile besiegelt Weltmeister Spaniens vorzeitiges Aus

Vorzeitiges Aus für Spanien bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™: Nach der 1:5-Auftaktniederlage gegen die Niederlande hat der Titelverteidiger auch sein zweites Spiel in der Gruppe B gegen Chile verloren und kann damit bereits jetzt nicht mehr die K.o.-Phase erreichen. Eduardo Vargas und Charles Aranguiz sorgten vor 74.101 Zuschauern im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro mit ihren Treffern für den 2:0-Sieg der Südamerikaner, die damit bereits für das Achtelfinale qualifiziert sind.

Spaniens Coach Vicente del Bosque setzte zwar erneut auf ein 4-2-3-1-System, ließ Regisseur Xavi jedoch auf der Bank. Torhüter Iker Casillas avancierte mit seinem 17. Turniereinsatz zum Spieler mit den meisten WM-Einsätzen in der Geschichte der eigenen Nationalmannschaft vor Andoni Zubizarreta - es sollte ein arbeitsintensiver Nachmittag für ihn werden. Bereits nach 50 Sekunden rettete Jordi Alba in höchster Not, beim anschließenden Eckball verfehlte Chiles Verteidiger Gonzalo Jara mit einem Kopfball nur knapp.

Gegen die laufstarken und aggressiven Chilenen gelang es den Iberern nie, das Tempo des Spiels zu bestimmen. Im Gegenteil: Immer wieder eroberte sich das Team von Trainer Jorge Sampaoli in der Schaltzentrale den Ball, schaltete blitzschnell um und leitete brandgefährliche Gegenstöße ein. So auch in der 20. Minute, als Aránguiz zu Vargas durchsteckte und der Angreifer zunächst Casillas umkurzvte, um dann zur Führung einzuschieben. Nach 43 Minuten kam es noch schlimmer für den Champion: Spaniens Schlussmann konnte einen Freistoß von Alexis Sanchez nur abwehren und Aranguiz stand goldrichtig, um auf 2:0 zu erhöhen.

Mit dem Mut der Verzweiflung warfen die Iberer nach dem Seitenwechsel alles nach vorne und hatten prompt Chancen zum Anschlusstreffer: Erst scheiterte Diego Costa freistehend am chilenischen Keeper Claudio Bravo (49.), dann verpasste Sergio Busquets (53.) aus kurzer Distanz. Wer jedoch glaubte, die Südamerikaner würden sich fortan nur noch auf das Verteidigen konzentrieren, hatten sich getäuscht. Sowohl Mauricio Isla als auch der eingewechselte Felipe Gutierrez wurden durch Kontersituationen aussichtsreich in Szene gesetzt, hatten aber Pech im Abschluss.

Santi Cazorla leitete mit einem gefährlichen 18-Meter-Schuss die Schlussoffensive für Spanien ein und hatte kurz vor dem Schlusspfiff mit einem raffinierten Freistoß erneut die Möglichkeit, den Ehrentreffer zu erzielen, doch der emsige Mittelfeldmann vom FC Arsenal fand in Gegenüber Bravo seinen Meister.

Die Spanier sind damit der vierte Weltmeister nach Italien (1950 und 2010), Brasilien (1966) und Frankreich (2002), der in der darrauffolgenden Endrunde bereits in der Gruppenphase gescheitert ist. Im letzten Spiel vor der Abreise treten sie am Montag in Curitiba gegen Australien an, während Chile zeitgleich in São Paulo gegen die Niederlande um Platz eins spielt.

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