FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Brasilianischer Riese, koreanisches Aschenputtel

Head Coach Dunga talks with his team during the Brazil training session
© Getty Images

Als einziges Land, das die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ außerhalb seines Heimatkontinents gewinnen konnte, beginnt Brasilien sein südafrikanisches WM-Abenteuer gegen die Mannschaft aus Korea DVR. Nach dem Viertelfinalaus bei der Endrunde 2006 in Deutschland ist es das ausgewiesene Ziel des fünffachen Weltmeisters, die erste WM auf afrikanischem Boden zu gewinnen.

In einer sehr ausgeglichenen Gruppe G hat auch das zweite Duell zwischen Portugal und der Elfenbeinküste bereits Endspielcharakter. Das Problem der *Elefanten *heißt Didier Drogba, der am 5. Juni am rechten Arm operiert wurde und dessen Einsatz bis zum letzten Moment ungewiss sein wird. Portugal wiederum hat nach einer mühsamen Qualifikationsphase eine umso bessere Vorbereitung erlebt (zwei Siege und ein Unentschieden). In Superstar Cristiano Ronaldo verfügen die Portugiesen zudem über einen hoch talentierten Mann, der mit seinen Fähigkeiten alleine ein Spiel entscheiden kann.

Die Slowakei, die den Platz der Tschechischen Republik eingenommen hat, geht als Favorit in die Begegnung gegen Neuseeland, das 28 Jahre nach dem Debüt wieder in einer Endrunde vertreten ist. Vladimir Weiss kann auf eine Auswahl bauen, die in allen Mannschaftsteilen solide besetzt ist und zudem über eine gefährliche Achse verfügt: Verteidiger Škrtel vom FC Liverpool, Spielmacher Marek Hamšík vom SSC Neapel und dem besten Torschützen in der Qualifikation, Stanislav Šesták.

Die Spiele
Neuseeland - Slowakei, Gruppe F, Rustenburg, 13:30 Uhr
Elfenbeinküste - Portugal, Gruppe G, Nelson Mandela Bay/Port Elizabeth, 16:00 Uhr
Brasilien – Korea DVR, Gruppe G, Johannesburg (Ellis Park), 20:30 Uhr

Das Spitzenspiel
Brasilien – Korea DVR

Was für eine *Seleção *wird in Südafrika zu erleben sein? Das Brasilien der mühsamen Qualifikations-Heimspiele gegen Argentinien, Bolivien und Kolumbien, die allesamt 0:0 endeten? Oder die Mannschaft der glanzvollen Auswärtserfolge in Uruguay (4:0) oder in Argentinien (3:1)? Wie dem auch sei: Auch Nationaltrainer Dunga hat wie die meisten seiner Vorgänger eigentlich nur ein einziges Problem - die Qual der Wahl. Seit seiner Amtsübernahme im Juli 2006 hat er eine Nationalmannschaft geformt, die seinem eigenen Charakter als ehemaliger Spieler entspricht: Solide im Defensivspiel und kreativ in der Vorwärtsbewegung. Dazu kommt natürlich die Effizienz im Angriff. Die große Neuheit gegenüber früheren Mannschaften ist die außergewöhnliche Kompaktheit des Teams, so dass es schwierig erscheint, einen Einzelspieler herauszuheben. Die Nordkoreaner wiederum, Meister des schnellen Gegenstoßes, haben sich für ihre zweite WM-Teilnahme ein großes Ziel gesetzt: Den sensationellen Coup von 1966 gegen Italien (1:0) zu wiederholen.

Das Duell
Chelsea – Chelsea

Der FC Chelsea wird in der Partie Elfenbeinküste gegen Portugal allgegenwärtig sein, denn nicht weniger als fünf Akteure aus diesen Mannschaften stehen beim englischen Spitzenklub unter Vertrag. Ricardo Carvalho und Paulo Ferreira werden ihren Kollegen Salomon Kalou und vielleicht Didier Drogba gegenüberstehen, dessen Einsatz noch ungewiss ist. All diese Spieler kennen sich zur Genüge, und es wird vielleicht der fünfte Akteur sein, Deco, der den Ausschlag geben könnte.

Die Stimmen
"Ich denke, das Spiel wird sehr stark von Taktik geprägt sein, denn keiner wird ein Gegentor zulassen wollen. Diejenige Mannschaft, die weniger Fehler macht und am besten ihren Schlachtplan umsetzt, wird sich am Ende durchsetzen." - Ján Ďurica (Verteidiger, Slowakei)


Dritte Generation. Der slowakische Nationaltrainer Vladimir Weiss, 45 Jahre, seit August 2008 im Amt, ist der Sohn von Vladimir Weiss, 70 Jahre, ehemaliger Nationalverteidiger der Tschechoslowakei. Gleichzeitig ist er der Vater von Vladimir Weiss, 20 Jahre, Mittelfeldspieler bei Manchester City und der slowakischen Nationalmannschaft.

Fehlerlos. Die Elfenbeinküste bestritt eine nahezu fehlerlose Qualifikationsphase und errang acht Siege bei vier Unentschieden (29 Tore bei nur sechs Gegentreffern). Didier Zokora vom FC Sevilla stand als einziger Akteur in allen zwölf Partien auf dem Platz.

Wegbereiter. Richard "Ricki" Herbert, 49 Jahre, ist ein Idol des neuseeländischen Fussballs. Der Auswahltrainer der All Whites war als Spieler ein solider Verteidiger, der bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien alle drei Partien bestritt. Er gehörte auch zu den ersten neuseeländischen Fussballern, die ihr Glück in Europa versuchten, genau gesagt in England bei den Wolverhampton Wanderers. Der seit 2005 mit der Führung der Nationalelf betraute Herbert ist zudem Trainer des einzigen Profiklubs seines Landes, Wellington Phoenix, der auch in der australischen A-League eingeschrieben ist.


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