FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Auftakt zum "2014 FIFA World Cup Legacy Trust" in Belém

FIFA Secretary General Jerome Valcke visits the Kick-off 2014 FIFA World Cup Football Legacy Project at CEJU
© Getty Images

Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ ist noch nicht beendet, aber das Vermächtnis, das das Turnier im Gastgeberland hinterlassen wird, ist schon jetzt zu sehen. Bei noch vier ausstehenden Begegnungen besuchte der FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke an diesem Sonntag die Übergabezeremonie des renovierten Jugendsportzentrums CEJU (Centro Esportivo da Juventude). In diesem Areal stehen dem Jugend- und Frauenfussball von Belém jetzt vier Fussballplätze zur Verfügung.

Dies ist der Beginn der Aktivitäten, die der "2014 FIFA World Cup Legacy Trust" im gesamten Land veranstalten wird. Und die Auswahl des ersten Projekts in der Hauptstadt des Bundesstaates Pará ist dabei kein Zufall. Bei den Arbeiten, die sich auf Fussball-Infrastruktur konzentrieren, richtet der Fonds sein Augenmerk auf die 15 Bundesstaaten, in denen keine WM-Spiele stattfanden.

"Warum wir heute hier in Belém sind? Weil wir die WM einmal von einer anderen Seite aus betrachten und zeigen möchten, wie das Geld, das bei dem Turnier eingenommen wird, für die Entwicklung eingesetzt wird", bestätigte Valcke. "Wir haben die WM organisiert und ja, es ist die beste WM aller Zeiten und sie ist noch nicht zu Ende, aber wir beginnen bereits ab heute ihr Vermächtnis zu erleben und dieses Vermächtnis beschränkt sich nicht nur auf die zwölf Stadien. Die Weltmeisterschaft muss für alle Menschen und für ganz Brasilien sein. Wir beginnen hier in Belém, aber werden auch in allen anderen Bundesstaaten tätig werden."

Die Investitionen beginnen mit den vier Fussballfeldern bei den Renovierungsarbeiten im CEJU, drei davon mit Kunst- und einer mit Naturrasen, die gleich neben dem Olympiastadion von Pará - auch bekannt als Mangueirão-Stadion - liegen. Die Renovierungsarbeiten sind zwar noch nicht abgeschlossen, aber die Kinder der Region konnten nach der Eröffnungszeremonie bereits auf einem der neuen Spielfelder Fussball spielen. An der Zeremonie nahmen auch der Präsident der CBF und des Lokalen Organisationskomitees, José Maria Marin, der Kapitän der Weltmeistermannschaft von 2002, Cafu, der Präsident des Fussballverbandes von Pará, Antônio Carlos Nunes und Regierungsvertreter der Region sowie Vertreter des CEJU teil.

"Ich sehe, wie diese Fussballplätze gebaut werden und stelle mir dabei vor, wie viele zukünftige Stars hier entdeckt werden können. Es ist eine schöne Art, die Fussballtradition Parás zu huldigen, die schon große Spieler wie Giovanni (FC Santos und FC Barcelona) und als aktuelles Beispiel Paulo Henrique Ganso vom FC São Paulo hervorgebracht hat", erklärt Marin. "Es ist besonders wichtig, dies zu betonen: Die Reichweite der Weltmeisterschaft ist noch viel größer und gleichzeitig ein überaus entscheidender Moment für unseren Fussball. Wir werden Ergebnisse aus allen getätigten Investitionen erleben."

Eine neue BühneEiner der Jungen, die von einer solchen Zukunft träumen, ist der elfjährige Danilo Silva aus dem Stadtviertel Parque Verde. Der junge Neymar-Fan besuchte das CEJU an diesem Sonntag zum ersten Mal und erklärte begeistert: "Es wäre wirklich großartig, hier trainieren zu können. Ich spiele meistens auf der Straße" erzählt der Fan von Paysandu SC, neben dem Clube do Remo einer der großen Klubs der Stadt. Auch die 13-Jährige Daiane Cristina, die ganz in der Nähe des Mangueirão-Stadions wohnt, wird vom Asphalt auf Rasen wechseln. Was sie über ein renoviertes Sportzentrum ganz in ihrer Nähe denkt? "Wenn ich kann, werde ich jeden Tag zum Spielen herkommen. Die Struktur hier ist viel besser und es ist auch sicherer, denn man geht kein Risiko ein, sich zu verletzen."

Die Aktivitäten des Fonds, die in Belém begonnen wurden, werden in allen Bundesstaaten im Land umgesetzt. Sein Arbeitsbereich geht über die Infrastrukturen hinaus und beinhaltet auch Initiativen zur Förderung des Jugend- und Frauenfussballs, der medizinischen Vorsorgung, des öffentlichen Gesundheitswesens sowie Sozialprogramme für benachteiligte Gebiete. Alle Aktivitäten werden im Einklang mit den FIFA-Entwicklungsstrategien durchgeführt.

"Ich war immer ein Verfechter der Meinung, dass die WM ein Vermächtnis für die Kinder unseres Landes hinterlassen würde. Heute hat uns der Fussballverband von Pará den Beweis erbracht und die Möglichkeit gegeben, den hier anwesenden Kindern eine enorme Freude zu bereiten", erklärte Cafu, der in São Paulo ein Institut mit etwa 750 Kindern betreibt. "Dies ist eine Sache, die wir am dringendsten brauchen: das Recht auf Gleichbehandlung für alle. Dank der Sportzentren werden wir diesem Ziel näher kommen. Die Weltmeisterschaft endet in einer Woche, aber unsere eigene WM wird fortgesetzt."

Die Idee zum FIFA World Cup Legacy Trust wurde nach der FIFA-Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ geboren und hatte sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung des südafrikanischen Fussballs zu fördern und zu garantieren sowie soziale Initiativen zu finanzieren, die diesen Sport als Hilfsmittel benutzen.

In Brasilien wird das Startkapital USD 20 Mio. betragen, aber der Gesamtbetrag wird erst nach der Abrechnung des Geschäftsergebnisses der WM 2014 festgelegt. Die Schätzungen belaufen sich auf eine Gesamtinvestition von USD 100 Mio. "Der Unterschied ist, dass wir hier in Brasilien schon früher begonnen haben", stellt Valcke klar, "Die WM wird fortbestehen, Sie werden überall und für sehr lange Zeit einen Nutzen aus diesem Vermächtnis sehen können."

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