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21 November - 18 Dezember

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Asano will bei der WM mit Japan Neuland betreten

© Getty Images
  • Takuma Asano war auf Japans Weg nach Russland ein Schlüsselspieler
  • Der Stürmer gehört unter Trainer Vahid Halilhodzic zu den aufstrebenden Youngsters
  • Der 23-Jährige sieht seit seinem Wechsel zu Stuttgart enorme Verbesserungen bei sich selbst

An Ambitionen mangelt es dem jungen Takuma Asano ganz gewiss nicht. Der 23-jährige Japaner, der gerade erst zwölf Länderspieleinsätze absolviert hat, gehört zu den aufstrebenden Stars im Land der aufgehenden Sonne. Trotz seiner bislang eher geringen internationalen Erfahrung ist Asano fest entschlossen, sich einen Stammplatz im WM-Kader von Nationaltrainer Vahid Halilhodzic zu erobern.

"Trotz meines Alters und meiner Erfahrung bin ich mit vollem Einsatz dabei, um einen Stammplatz in der Nationalmannschaft zu bekommen", so der Stürmer vom deutschen Bundesligisten VfB Stuttgart gegenüber FIFA.com.

"Ich will mein Bestes für die japanische Nationalmannschaft geben. Ich will dazu beitragen, dass unser Land bei der Weltmeisterschaft in Russland Geschichte schreibt." Diese kühne Aussage des jungen Mannes unterstreicht seinen großen Erfolgshunger.

Bei bislang fünf WM-Teilnahmen hat Japan nur zwei Mal die Gruppenphase überstanden: 2002 und 2010 schafften die Japaner es jeweils bis ins Achtelfinale. 2018 in Russland würde man gern weiter kommen, doch dort spielen die Japaner in einer starken Gruppe mit Senegal, Polen und Kolumbien. Gegen die Südamerikaner hatte Japan 2014 in Brasilien eine herbe 1:4-Niederlage kassiert.

Asano ist dennoch überzeugt, dass Japan durchaus Chancen hat, die nächste Runde zu erreichen, wenn das Team weiter auf dem aktuellen Niveau spielt.

"Ich bin vom Ausgang der Endrundenauslosung nicht überrascht", meinte er. "Und besonders begeistert bin ich auch nicht. Es gibt in dieser Gruppe keinen klaren Favoriten auf den Gruppensieg.

Für uns ist es stets eine Herausforderung, gegen die besten Teams der Welt zu spielen. Wir müssen alles geben, wenn wir die zweite Runde erreichen wollen. Aber wir sollten uns das Ziel setzen, besser abzuschneiden als früher. Ich selbst werde jedenfalls mein Bestes geben, um es in unser WM-Team zu schaffen."

Halilhodzic setzt auf den jungen Angreifer
Der talentierte Torjäger gehört zu Halilhodzics Favoriten für die japanische Angriffsabteilung. Der bosnische Trainer holte Asano vor zwei Jahren für die EAFF-Ostasienmeisterschaft erstmals ins Nationalteam.

Sein Vertrauen in den Angreifer ist so groß, dass er ihm im vorletzten Qualifikationsspiel für Russland 2018 gegen Asienmeister Australien den Vorzug vor den etablierten Stürmern Genki Haraguchi und Shinji Okazaki gab. Diese Entscheidung überraschte selbst Asano.

"Ehrlich gesagt habe ich damit nicht gerechnet", so der Angreifer. "Aber ich bin als Spieler jederzeit bereit, eine solche Herausforderung anzunehmen. Der Trainer gab mir die Anweisung, die australische Verteidigung zu durchbrechen. Ich sollte aggressiv nach vorn spielen, aber auch in der Defensive aushelfen."

Das Vertrauen seines Trainers hat Asano nicht enttäuscht. Er erzielte den ersten Treffer und bereitete den zweiten durch Yosuke Ideguchi vor. Mit dem 2:0-Sieg buchten die Japaner ihre sechste WM-Teilnahme. Es war das erste Mal, dass Japan in einer WM-Qualifikation einen Sieg gegen die Socceroos feierte.

"Es war toll, dass ich meinem Team helfen konnte und ein Tor geschossen habe. Aber ich war mit meinen Leistungen trotzdem noch nicht ganz zufrieden. Ich werde weiter hart trainieren und versuchen, mich weiter zu verbessern."

*Fortschritte in Deutschland *Der nur 1,71 Meter große Asano kennt seine persönlichen fussballerischen Stärken gut. "Zu meinen Stärken gehören die Beweglichkeit mit und ohne Ball und meine Schnelligkeit", so der Stürmer, der mit seinem Talent auch Arsenals Trainer Arsène Wenger beeindruckte, jedoch keinen Vertrag bei den Gunners bekam.

Asano wechselte in der vergangenen Saison zum VfB Stuttgart und sieht seitdem große Fortschritte bei sich selbst. "Seit meinem Wechsel zu Stuttgart kann ich mich in Zweikämpfen besser durchsetzen und habe mich auch defensiv verbessert. Diese Fähigkeiten werden mir auch in der japanischen Nationalmannschaft zugute kommen."

Derzeit steht für ihn die Bundesliga im Mittelpunkt, doch die Aussichten auf einen Sommer in Russland sind verlockend. Asano ist sich der Herausforderungen durchaus bewusst, vor denen die Samurai Blue stehen, um bei der WM tatsächlich Neuland zu betreten.

"Wir müssen unsere Torgefährlichkeit verbessern, um Spiele zu gewinnen. Und wir müssen in der Defensive noch sicherer stehen und keine leichten Gegentore zulassen. Ich selbst will unbedingt spielen und treffen, ganz egal, wer der Gegner ist."

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