FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™

9 Juni - 9 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006™

Appiah: "Wir werden unser Bestes geben"

Zwar konnte er mit seinem Team Italiens Torhüter Gianluigi Buffon nicht überwinden. Doch im Interview mit FIFAworldcup.com ist sich Ghanas Kapitän Stephen Appiah sicher, dass die Black Stars in ihrem zweiten Spiel gegen Petr Cech und seine Tschechen nicht torlos vom Platz gehen werden.

Nach der letzten Trainingseinheit in Köln vor dem für Ghana entscheidenden Spiel erscheint Appiah entspannt zum Interview. "Wir haben an unserer Schusstechnik gearbeitet", so der 25-jährige. Fragt man ihn, wie Cech zu überlisten ist, sieht er abgeklärt aus. Immerhin spielt der tschechische Schlussmann zusammen mit Michael Essien beim FC Chelsea. "Ich sage nicht, dass Essien uns Tipps gegeben hat. Nach dem Italien-Spiel mussten wir unsere Schusstechnik einfach verbessern."

Die Afrikaner haben ihr Auftaktspiel bei dieser FIFA Fussball-Weltmeisterschaft mit 2:0 verloren, doch die Partie war nicht langweilig. Ghana versuchte es ein paar Mal mit Distanzschüssen, die Buffon allerdings problemlos parieren konnte.

"Es stimmt, dass wir einige Male aus der Distanz zum Schuss kamen. Wenn uns das gegen die Tschechen auch wieder passiert, wollen wir besser treffen", fügt der Mann mit der Nummer 10 hinzu. "Ein Pass durch eine Abwehr wie die italienische ist nicht leicht. Es liegt aber auch an den Stürmern, sich freizulaufen und die Viererkette auseinander zu ziehen."

Das er sein Land beim WM-Debüt gegen Italien als Kapitän anführen durfte, war für Appiah etwas Besonderes. Schließlich hat er selber einige Jahre lang in Italien für Parma, Brescia und Juventus Turin gespielt, bevor er zu Fehnerbahçe Istanbul in die Türkei ging.

"In unserem Land leben ungefähr 20 Millionen Menschen. Als Kapitän hier ein paar alte Bekannte wiederzutreffen war eine wirklich fantastische Erfahrung", freut er sich. "Im Match waren wir ein bisschen zu naiv und haben in wichtigen Situationen den Ball verloren. Wenn wir uns qualifizieren wollen, müssen wir aus unseren Fehlern lernen."

Anstrengendes Training

Ghanas Nationaltrainer Ratomir Dujkovic hat viele überrascht, als er das erste Training nach der Niederlage ohne Ball abhielt und sich ausschließlich auf physische Aspekte konzentrierte. Appiah meint aber, dass die Stimmung im Lager gut ist.

"Natürlich sind wir alle enttäuscht nach dem Spiel, aber das ist normal", fügt er hinzu. "Man kann nicht erwarten, dass wir uns über eine Niederlage freuen. Jetzt ist das aber vorbei. Wir sind mental wieder stark und konzentrieren uns auf das nächste Match."

Die Begegnung mit der Tschechischen Republik beschert Appiah noch ein weiteres Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

"Ich habe Pavel (Nedved) lange nicht mehr gesehen. Ich freue mich darauf, ihn zu treffen", so der ehemalige Mittelfeldspieler von Juventus mit einem neuerlichen Lächeln auf dem Gesicht. "Er war ein guter Freund. Ich weiß aber, dass er als Spieler kaum aufzuhalten ist. Er bewegt sich über das ganze Spielfeld und bleibt nie auf einer bestimmten Position."

Appiah ist beeindruckt vom 3:0-Sieg der Tschechen gegen die USA. Er gibt zu, dass im Team der Osteuropäer nicht alles von einem einzelnen Star abhängt. Ihre Abwehr ist stark. Sie sind schon eine ganze Weile ziemlich gut", so Appiah weiter. "Doch wir haben den Stil der Tschechen studiert und wollen sie von Anfang an unter Kontrolle halten, bevor wir unser eigenes Spiel entwickeln."

"Wir wissen alles über ihr Mittelfeld mit Nedved, (Karel) Poborsky und (Tomas) Rosicky. Alle drei sind technisch begabt und intelligent. Unsere Spieler sind aber nicht schlechter. Sicher ist es kein leichtes Los, in den ersten beiden Spielen gegen zwei der besten Torhüter der Welt antreten zu müssen. Doch bei der Weltmeisterschaft muss man nun mal die Besten schlagen."

Ghana tritt am Samstag in Köln gegen die Tschechische Republik an. Am 22. Juni treffen die Afrikaner dann in Nürnberg auf die USA.

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