FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™

12 Juni - 13 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Alle Doping-Kontrollen im Vorfeld der FIFA-WM negativ

© Getty Images

Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ dient mit der erstmaligen Einführung des biologischen Profils der Spieler einschließlich Blut- und Urinproben als Bezugsmarke in der Entwicklung einer neuen Strategie der Dopingbekämpfung.

Laut dem Bericht über die erste Phase des Programms, veröffentlicht von der Anti-Doping-Einheit der FIFA, wurden als Teil dieser neuen Strategie 800 Spieler – 91,5 Prozent der Spieler in den endgültigen Kaderlisten – im Vorfeld des Wettbewerbs mithilfe von Blut- und Urinproben getestet. Gemäß dem Anti-Doping-Reglement der FIFA können und werden die übrigen Spieler jederzeit im Verlauf des Wettbewerbs getestet werden. Von den Kontrollen vor dem Wettbewerb wurden keine positiven Fälle gemeldet.

"Wir haben uns entschlossen, diese neue Strategie einzuführen, die über die im Welt-Anti-Doping-Code vorgeschriebenen Maßnahmen hinausgeht. Es war ein beträchtliches Unterfangen, sie in so großem Maßstab und unter Berücksichtigung der laufenden Saison umzusetzen. Doch ich muss sagen, dass alle Spieler, Mannschaftsärzte und Trainer diesen neuen Ansatz begrüßt haben. Es ist sehr wichtig zu sehen, dass wir alle das Doping im Fussball und allgemein im Sport beseitigen wollen", sagte der medizinische Leiter der FIFA, Prof. Jiri Dvorak.

"Obwohl wir in unserem Kampf gegen Doping exzellente Ergebnisse vorweisen können, bleibt dieser Kampf eine der wichtigsten medizinischen Aktivitäten der FIFA. Wir freuen uns und sind stolz darauf, dass zum ersten Mal in unserer Geschichte alle Spieler, die an der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft teilnehmen, sowohl mit Blut- als auch Urinproben getestet werden", sagte der Vorsitzende der Medizinischen Kommission der FIFA, Michel D’Hooghe.

"Wir begrüßen die von der FIFA getroffene Entscheidung, diese Initiative durchzuführen", sagte der Generaldirektor der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), David Howman. "Es ist das erste Mal in der Geschichte der Sport-Großveranstaltungen, dass die teilnehmenden Athleten systematisch im Vorfeld des Wettbewerbs getestet werden, um individuelle biologische Profile zu erstellen, die sowohl Blut- als auch Urin-Parameter enthalten. Wir ermuntern andere Sportarten, dasselbe zu tun und den biologischen Pass für Athleten als effektives Mittel zum Schutz der Rechte der sauberen Athleten einzuführen", ergänzte Howman.

Zusätzlich zu den Kontrollen vor dem Wettbewerb werden in Übereinstimmung mit dem Anti-Doping-Reglement der FIFA während des Turniers routinemäßig bei jeweils zwei Spielern jedes Teams Blut- und Urintests durchgeführt.

Die Ergebnisse der verschiedenen Analysen, einschließlich derer aus früheren Wettbewerben wie der EURO 2012, der Champions-League-Saisons 2013 und 2014, der FIFA Klub-Weltmeisterschaften 2011, 2012 und 2013 und des FIFA Konföderationen-Pokals 2013, werden miteinander verglichen, um mögliche Abweichungen festzustellen, die auf einen Missbrauch von leistungssteigernden Mitteln hinweisen könnten.

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