FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

21 November - 18 Dezember

Katar 2022™

Al-Taamari – Jordaniens Hoffnungsträger und Botschafter in Europa 

Jordan national team player Musa Al-Taamari
  • Al-Taamari zählt zu den Leistungsträgern des jordanischen Nationalteams
  • Er glaubt, dass sein Team den Sprung in die letzte Runde der WM-Quali schaffen kann
  • Start seiner Profikarriere in Zypern, dann Wechsel in die belgische Liga

Auf der Jagd nach der Verwirklichung seiner vielen ehrgeizigen Ziele hat Musa Al-Taamari in seiner Fussballkarriere einen vielversprechenden Start hingelegt und will nun möglichst rasch Erfahrungen sammeln und seine Fähigkeiten ausbauen. Auf dem jungen Flügelspieler ruhen die Hoffnungen vieler Jordanier, die sicher begeistert wären, wenn es ihm gelänge, das Land in großen internationalen Turnieren weiter nach vorn zu bringen – allen voran die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™.

In Gruppe B der AFC-Qualifikation für Katar 2022 stehen nur noch drei Spiele an, und Jordanien müsste sie alle gewinnen, um in die nächste Runde einzuziehen. Die Gegner heißen Kuwait (das genau wie Jordanien zehn Punkte auf dem Konto hat), Nepal und Tabellenführer Australien (zwölf Punkte), und jedes Spiel wird ein Endspiel sein.

Die Jordanier hoffen darauf, dass Starspieler Al-Taamari und andere Profis dem Team neue Impulse geben und dafür sorgen können, dass Jordanien zum zweiten Mal überhaupt in die letzte Qualifikationsrunde der Region einzieht. Zum ersten Mal war dies in der Qualifikation für Brasilien 2014 gelungen, wo Jordanien sogar die interkontinentale Play-off-Runde zwischen CONMEBOL und AFC bestritt und dort gegen Uruguay unterlag.

"Uns ist bewusst, dass wir es uns nicht leisten können, Punkte liegen zu lassen", so Al-Taamari in Bezug auf die Qualifikation. "Wir gehen jedes Spiel mit dem Ziel an, es zu gewinnen. Wir vertrauen darauf, dass wir unsere gewohnte Leistung bringen und mit unserem Kampfgeist zum Sieg kommen werden."

Frühere Erfolge als Maßstab

Nächste Woche bestreitet der Kader um Al-Taamari ein Trainingslager in Dubai, wo Freundschaftsspiele gegen Irak und Syrien anstehen. Bei dieser Gelegenheit kommt das Team nach langer Zeit endlich wieder zusammen, denn aufgrund des Coronavirus haben die Jordanier seit mehreren Monaten kein Länderspiel mehr bestritten.

Die Al-Nashama will an die guten Ergebnisse beim AFC Asien-Pokal 2019 anknüpfen und hat durchaus das Potenzial, noch einmal anzugreifen und die Hoffnungen in der aktuellen WM-Qualifikation am Leben zu erhalten. Bei besagtem Asien-Pokal setzten die Jordanier sich gegen Australien und Syrien durch und beendeten die erste Runde als Spitzenreiter ihrer Gruppe.

"Wir sind mit dem festen Willen in diesen Wettbewerb gegangen, Stärke zu zeigen und zu beweisen, dass wir in Spielen gegen die besten Teams viel zu bieten haben", so Al-Taamari. "Was wir in der ersten Runde erreicht haben, gibt uns viel Selbstvertrauen für die Zukunft."

Jordanien hätte in den Vereinigten Arabischen Emiraten durchaus noch weiter kommen können, musste sich aber im Achtelfinale gegen Vietnam geschlagen geben. Das tat weh, doch der Trainerstab hat sich vorgenommen, aus dieser Niederlage zu lernen.

"Alles lief gut bis zu diesem Spiel. Das war einer der Tage, an denen du das Gefühl hast, der Fussball sei nicht fair zu dir. Wir hatten einfach kein Glück bei der Chancenverwertung, selbst im Elfmeterschießen nicht. Vielleicht haben wir eine historische Chance vergeben, bei diesem Turnier weit zu kommen."

Europareise

Der 23-Jährige wirkt sehr reif für sein Alter und weiß genau, was er will. Nachdem er in der jordanischen Liga in den Reihen von Shabab Al-Ordon und Aljazeera zum Star geworden war, wollte er seiner Karriere neuen Schub geben. Im Sommer 2018 wechselte er nach Zypern zu APOEL Nikosia, wo er eine hervorragende erste Saison spielte und dem Klub zum Titelgewinn in der Liga und im zyprischen Supercup verhalf.

Es war keine große Überraschung, dass die Fans Al-Taamari in der Saison 2018/19 zum besten Spieler der Liga und zum besten Linksaußen unter den ausländischen Spielern wählten. Darüber hinaus wurde er von mehreren Experten für deren Elf des Jahres ausgewählt.

"Das war eine perfekte Saison für mich", meint Al-Taamari. "Ich wollte mich von meiner besten Seite präsentieren, und Gott sei Dank ist mir das gelungen. Mit APOEL bin ich in neue Höhen vorgestoßen, insbesondere mit den Spielen in der UEFA Europa League und der UEFA Champions League. Wenn du gegen Teams mit so großen Namen wie Ajax Amsterdam und FC Sevilla spielst, die europäische Titel gewonnen haben, dann weißt du, dass du ganz oben mitspielst."

Jordan national team player Musa Al-Taamari

Al-Taamari wechselte im letzten Monat in die belgische Jupiler Pro League zu Oud-Heverlee Löwen. Zwar waren zu diesem Zeitpunkt bereits acht Spiele der neuen Saison gespielt, doch er fand sich schon bald im Mittelpunkt des Geschehens wieder und trat gegen Schwergewichte wie RSC Anderlecht und den FC Brügge an.

"Nach der zyprischen Liga musste ich in eine Liga wechseln, in der ich näher an die europäische Spitze herankommen kann. In Belgien gibt es viele sehr gute Vereine, die immer in der Europa League und Champions League antreten. Die Unterschiede zwischen Zypern und Belgien wurden mir sehr schnell klar. Hier verbringst du mehr Zeit bei deinem Klub und musst oft mehrmals die Woche zwei Trainingseinheiten pro Tag absolvieren."

Al-Taamari will so viel wie möglich von seiner Erfahrung in Belgien profitieren. "Es gibt einige Ziele, die ich hier erreichen möchte: Ich möchte physisch stärker werden, insbesondere was die Schnelligkeit und Laufstatistiken während der Spiele betrifft. Außerdem möchte ich offensive und defensive Aufgaben übernehmen und gleichzeitig an einigen anderen Details arbeiten, die für jeden Fussballprofi wichtig sind."

Al-Taamari hat sich in den letzten beiden Jahren in die Herzen aller Jordanier gespielt. Jetzt spielt er in der belgischen Liga, wo er noch stärker unter Beobachtung stehen wird, und wir dürfen gespannt sein, was er dort erreichen kann. Er ist nicht nur ein Botschafter des jordanischen Fussballs in Europa, sondern auch ein Stützpfeiler des Nationalteams, auf dem große Hoffnungen ruhen.

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