FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Katar 2022™

21 November - 18 Dezember

Katar 20222™

Ahmed Hassan: WM-Traum und Fernduell mit Kumpel Salah

Egypt's Hassan Ahmed vies for the ball against Congo's Fernand Mayembo
© AFP
  • Ahmed 'Kouka' Hassan ist einer der besten Stürmer Ägyptens
  • Der Angreifer will den Nordafrikanern zur Qualifikation für Katar 2022 verhelfen
  • Er spricht über seine bisherige Karriere und über ein Fernduell mit Salah

Der ägyptische Stürmer Ahmed 'Kouka' Hassan schlug einen unkonventionellen Weg zum Starruhm ein. Er verließ sein Heimatland deutlich früher als andere Akteure und wechselte zu Rio Ave in Portugal, noch bevor er 20 war. Nun stürmt er neben Mohamed Salah in der ägyptischen Nationalmannschaft.

"In der Welt des Fussballs bekommt man nur wenige solcher Chancen. Man muss sie nutzen, so wie man auch Chancen vor dem gegnerischen Tor nutzen muss", so Kouka im Gespräch mit FIFA.com. "Als Heranwachsender habe ich darauf hingearbeitet, den Sprung in die erste Mannschaft von Al Ahly zu schaffen, insbesondere nachdem Trainer Manuel José mich ins Training des Teams geholt hatte. Ich hatte erwartet, dass es nach der Teilnahme an der FIFA U-20-WM Kolumbien 2011 so weit sein würde. Doch das geschah nicht. Ich wollte mein Können zeigen und mich weiter entwickeln. Daher habe ich mich entschieden, nach Portugal zu Rio Ave zu gehen. Acht Jahre später bin ich überzeugt, dass das auf jeden Fall ein guter Schritt in meiner Karriere war."

Frühe Herausforderungen

Kouka war erst 18 Jahre alt, als er zusammen mit Spielern wie Salah, Ahmed Hegazy und Mahmoud Trezeguet mit Ägypten den dritten Platz beim CAF U-20-Afrikanischen Nationen-Pokal in Südafrika belegte. Mit dieser Leistung qualifizierte sich Ägypten für die FIFA U-20-WM Kolumbien 2011, wo die Nordafrikaner es bis ins Achtelfinale schafften.

Kouka sammelte seine ersten internationalen Erfahrungen nach Kolumbien 2011 auch bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2013 in der Türkei, wo ihm zwei Tore gelangen. Zu diesen Turnieren sagt er: "Junge Spieler können bei solchen globalen Turnieren sehr viel wertvolle Erfahrung sammeln. Ich war sogar zwei Mal dabei und es hat mir wirklich sehr geholfen. Seitdem habe ich stets die Hoffnung, eines Tages bei einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ zu spielen."

Nach seinen beeindruckenden Leistungen bei der FIFA U-20-WM in der Türkei wurde Kouka erstmals in die A-Nationalmannschaft seines Landes berufen. Mit einem Tor gegen Uganda etablierte er sich von Beginn an im Kader. "Ich hatte einen sehr guten Start in der Nationalmannschaft. In der zweiten Runde der WM-Qualifikation für Russland 2018 schaffte ich gegen Tschad zwei Tore. Wir waren fest entschlossen, es nach langer Abwesenheit wieder zur WM-Endrunde zu schaffen."

Eine große Enttäuschung

Kouka spielte in drei der sechs Spiele in Gruppe E, darunter auch das wichtigste Spiel gegen Kongo, in dem sich die Nordafrikaner mit einem 2:1-Sieg den Platz in Russland sicherten. Ich stand bei diesem Spiel in der Startaufstellung. Ganz Ägypten stand während der Qualifikation voll und ganz hinter uns. Wir wollten die Fans auf keinen Fall enttäuschen. Es gab durchaus schwere Zeiten, doch letztlich haben wir es geschafft und Millionen Ägypter konnten sich über unsere WM-Teilnahme freuen", so der Angreifer.

2017 stand Kouka auch in Ägyptens Kader beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal. Die Ägypter kamen dem Titelgewinn sehr nahe, mussten sich jedoch letztlich im Finale mit 1:2 gegen Kamerun geschlagen geben. 2018 blieb Kouka bis zum letzten Trainingslager vor der WM im Kader. Dann jedoch wurde bekannt, dass Nationaltrainer Hector Cuper ihn nicht in den endgültigen WM-Kader für Russland 2018 aufgenommen hatte. "Diese Nachricht so kurz vor der WM war nur sehr schwer zu verdauen. Ich wollte mein Land unbedingt beim größten Fussballturnier der Welt vertreten. Doch als Profi habe ich die Entscheidung des Trainers akzeptiert und meinen Teamkameraden das Beste gewünscht. Ich war entschlossen, hart zu arbeiten, und habe in der nächsten Saison mit Olympiakos wieder die Meisterschaft gewonnen", erzählt er.

El Badrys Botschaft und Koukas Fernduell mit Salah

Nach Ägyptens frühem Ausscheiden beim CAF Afrikanischen Nationen-Pokal im eigenen Land wurden tief greifende Veränderungen gefordert. Hossam El Badry wurde zum neuen Nationaltrainer bestimmt. Der frühere Coach von Al Ahly erkannte schnell, dass die größte Schwäche des Teams im Fehlen hochklassiger Stürmer bestand. In einem Exklusiv-Interview mit FIFA.com schickte El Badry eine deutliche Botschaft an Kouka und forderte ihn auf, weiter hart zu arbeiten um sich als Stürmer zu verbessern.

Kouka sagte: "Ich danke El Badry für seine Unterstützung und seine ständige Kommunikation mit mir. Ich werde auf jeden Fall weiter hart arbeiten, um meine Leistungen weiter zu steigern, damit ich seine Erwartungen erfüllen kann, wenn ich in die Nationalmannschaft berufen werde. Wir haben zwei große Aufgaben vor uns, nämlich die Qualifikation für die WM 2022 und für die nächste Afrikameisterschaft, bei der wir um den Titel mitspielen wollen."

Nach einer langen Saison, in der er die griechische Meisterschaft gewann, konnte Kouka endlich etwas kürzer treten und traf sich auch mit seinem Freund Mohamed Salah, der gerade mit Liverpool die englische Meisterschaft gewonnen hatte. Zu diesem Treffen sagte er: "Salah ist ein alter Freund. Wir haben unsere Karrieren zusammen in der U-20-Auswahl begonnen. Wenn wir uns treffen, schwelgen wir immer gern in Erinnerungen an die Vergangenheit und sprechen auch über die Gegenwart. Kurioserweise haben wir beide in der vergangenen Saison die Meisterschaft gewonnen, er in England und ich in Griechenland. Ich habe ihm gesagt, dass ich in der nächsten Saison mehr Tore schießen werde als er in Liverpool. Er hat die Herausforderung angenommen und gesagt, dass ich nicht gewinnen werde (lächelt). Ich wünsche ihm natürlich alles Gute. Er ist ein außergewöhnlicher Botschafter für den ägyptischen Fussball und ich bin stolz auf alles, was er erreicht hat. Ich hoffe, dass wir in der Champions League mal gegeneinander spielen."

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