FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™

11 Juni - 11 Juli

FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™

Adebayor: "Afrikanisches Team kann WM gewinnen"

Emmanuel Adebayor, der in dieser Saison mit 24 Treffern mehr als überzeugend in die großen Fußstapfen von Thierry Henry trat, gehört zur viel gerühmten 'Goldenen Generation' afrikanischer Spieler, die in Europa für Furore sorgen.

Der Star aus Togo traf sich kürzlich zu einem Exklusiv-Gespräch mit FIFA.com und sprach über Themen wie das sich wandelnde Bild afrikanischer Fussballer in Europa, Togos Hoffnung, zum zweiten Mal eine FIFA-WM-Endrunde zu erreichen und seinen festen Glauben, dass 2010 das Jahr sein könnte, in dem eine afrikanische Nation die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft gewinnt.

Hier erfahren Sie, was der erfolgreiche Arsenal-Stürmer über Afrika, die Gunners und seine eigenen großen Hoffnungen für eine Überraschung bei der Endrunde 2010 zu sagen hat.

Jetzt, wo so viele afrikanische Spieler wie Sie selbst in der europäischen Vereinsszene für Furore sorgen, glauben Sie, dass sich die Wahrnehmung von afrikanischen Spielern verändern wird?
Wichtig ist die Rolle, die wir spielen, um die negativen Ansichten über Afrika bei Menschen auf der ganzen Welt zu verändern. Die falsche Vorstellung vom faulen Afrikaner wurde über Bord geworfen. Wegen unserer Leistungen ist sich die Welt jetzt bewusst, dass auch Afrikaner Erfolg haben können, wenn sie nur die Chance dazu bekommen.

Wie sind die gegenwärtigen afrikanischen Spieler im Vergleich mit den Stars der Vergangenheit wie etwa Roger Milla und George Weah zu bewerten?Die Spieler vor uns, wie Roger Milla, Abedi Pele, George Weah und Nwankwo Kanu ebneten den Weg. Wir in unserer Generation müssen darauf aufbauen und den Weg für zukünftige Spieler ebnen.

Sie haben Togo fast im Alleingang zur ersten FIFA WM-Teilnahme in Deutschland 2006 verholfen. Glauben Sie, dass es an der Zeit ist, dass ein afrikanisches Team die WM gewinnt, die ja erstmals in Afrika stattfindet?
Da so viele afrikanische Spieler dazu beigetragen haben, die europäischen Ligen so spannend zu machen, ist es nur fair, dass die Weltmeisterschaft nach Afrika geholt wurde. Eventuell kann tatsächlich ein afrikanisches Team den Titel gewinnen.

Wie schätzen Sie Togos Chancen ein, auch 2010 wieder bei der WM-Endrunde dabei zu sein?Ganz Togo war aus dem Häuschen, als wir uns für die Weltmeisterschaft qualifizierten, und zwar aufgrund des Stolzes, den unser kleines Land dadurch erfuhr. Die Qualifikation für die WM in Afrika wird das Allergrößte sein, und ich weiß, dass die Fans in meinem Land darüber noch begeisterter wären. Allein schon das Erlebnis, an der Weltmeisterschaft teilzunehmen, ist erhebend. Dass wir vier Wochen lang im Brennpunkt der Welt stehen werden, ist die Erfüllung eines Traums. Niemand weiß, wann wieder eine WM in Afrika veranstaltet wird, was bedeutet, dass ich diese auf keinen Fall verpassen will.

Viele zweifeln an der Fähigkeit Südafrikas, die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft auszurichten. Wie reagieren Sie auf diese Kritik?
Das verhält sich wie mit einem afrikanischen Spieler, der in Europa spielen will. Anfangs bestehen Zweifel über seine Fähigkeiten. Wenn Südafrika dann wie der afrikanische Spieler beginnt, die gesetzten Ziele zu erreichen - was ja bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen in Durban der Fall war - dann beginnen die Zweifler schon bald, das Land zu loben. Und ich weiß, dass die Welt Südafrika bald loben wird. Die Auslosung in Durban war sehr erfolgreich, und weil die Weltpresse dort war und es sah, ändert sich die Haltung gegenüber Südafrika 2010.

Nachdem Thierry Henry zu Beginn der laufenden Saison Arsenal verließ, muss der Druck auf Ihnen, seine Nachfolge anzutreten, enorm gewesen sein...
Die Medien sagten, dass wir ohne Thierry keine Aussichten hätten, und da wollte ich das Gegenteil beweisen, indem ich zeigte, dass ich etwas Besonderes für Arsenal sein kann. Ich entspannte mich und konnte so die Spiele genießen; auf diese Weise kamen die fulminanten Tore und fantastischen Siege zusammen. Es bringt mich manchmal zum Lachen, weil dieselben Medien, die uns zuvor abgeschrieben haben, nun erklären, dass wir die Besten sind.

Wie fühlt man sich als eine der besten Entdeckungen von Arsène Wenger in Sachen Fussball?
Die allerbesten französischen Fussballer, wie Patrick Vieira und Thierry Henry, wurden von Wenger rekrutiert, und zu dieser Kategorie gezählt zu werden, ist wirklich etwas Besonderes. Das lässt sich nicht beschreiben.

Wie wichtig ist der FC Arsenal im Leben des Emmanuel Adebayor?
Arsenal ist für mich das Zuhause, weil wir wie eine Familie leben. Einen besseren Ort gibt es nicht. Wir afrikanischen Spieler, also Kolo Touré, Emmanuel Eboue und Alexandre Song Billong bringen den anderen Spielern unsere Kultur nahe. Sie lernen davon und respektieren sie, und das macht unseren Klub zu einem echten Zuhause.

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