FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018™

14 Juni - 15 Juli

FIFA Fussball-WM 2018™

Der goldene Sommer des französischen Fussballs

© Getty Images

Bislang war das Jahr 1998 mit dem Gewinn der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ im eigenen Land das Referenzjahr des französischen Fussballs. Zwanzig Jahre später prangt nach der Krönung der Schützlinge von Didier Deschamps in Russland nun ein weiterer Stern auf dem blauen Traditionstrikot der Franzosen.

Es könnte sogar sein, dass das Jahr 2018 bei den Fans der französischen Nationalmannschaft letztlich einen höheren Stellenwert bekommt als 1998. Für den französische Fussballverband Fédération Française de Football war es jedenfalls nicht nur wegen des Titels in Moskau ein traumhafter Sommer.

Eine Analyse des Erfolgs, der Frankreich zum Nabel der Fussballwelt machte.

1 - Ein zweiter Stern am blauen Himmel

Es war gegen 21:00 Uhr Ortszeit am 15. Juli 2018, als der Himmel über dem Luschniki-Stadion in Moskau seine Schleusen öffnete. Aber eines übertönte den Wolkenbruch noch: die Jubelgesänge der französischen Spieler, als Kapitän Hugo Lloris nach dem spektakulären 4:2-Sieg gegen Kroatien die Trophäe in Empfang nahm. Raphaël Varane, Antoine Griezmann, Paul Pogba, Ngolé Kanté, Olivier Giroud und Co. hatten damit geschafft, was vor ihnen nur Zinédine Zidane, Fabien Barthez oder Laurent Blanc geschafft hatten – und natürlich auch und vor allem Nationaltrainer Didier Deschamps, Lloris' Vorgänger als Kapitän 1998.

Kylian Mbappé war damals noch nicht einmal geboren, doch 20 Jahre später drückte auch er dem Turnier seinen Stempel auf, schoss ein Tor im Endspiel und wurde zum besten jungen Spieler des Wettbewerbs gewählt. "Wir haben gewonnen und das ist erst der Anfang. Das können wir jetzt vier Jahre lang auskosten, fand auch Rechtsverteidiger Benjamin Pavard, der Schütze des Tors des Turniers.

2 - Ausrichtung der FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft 2018

Die Feierlichkeiten rund um den historischen Titel waren kaum beendet, da wurde bereits die nächste Weltmeisterschaft angepfiffen. Und wo? In Frankreich! Aktuell läuft die FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft in der Bretagne. Vier Austragungsorte – Concarneau, Dinan-Léhon, Saint-Malo und Vannes – haben sich herausgeputzt, um 16 Mannschaften und ihre Anhänger zu empfangen.

Und als wären sie von den Männern der A-Nationalmannschaft inspiriert, marschierten die Bleuettes unterm Strich souverän in die Vorschlussrunde des Turniers.

3 - Qualifikation für die FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2019

Da wollte sich wohl auch der französische Nachwuchs bei den Männern nicht lumpen lassen und bei der Party dabei sein. Zwar schied die Mannschaft bei der UEFA U-19-Europameisterschaft in Finnland im Halbfinale gegen Italien aus, aber durch das Erreichen der Vorschlussrunde qualifizierte sie sich für die FIFA U-20-Weltmeisterschaft 2019 in Polen. "Wir können zufrieden damit sein, das Halbfinale erreicht zu haben und bei der WM dabei zu sein", findet U-19-Trainer Bernard Diomède, ein weiterer Weltmeister von 1998. "Immerhin haben andere große Fussballnationen wie Spanien, Deutschland, England, Belgien oder die Niederlande das nicht geschafft."

4 - Countdown für Frankreich 2019

Es geht munter weiter. 2019 wird mit der Ausrichtung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft ein weiteres denkwürdiges Jahr für Frankreich. Aber schon im Sommer 2018 wirft das höchste Frauenfussballturnier seine Schatten deutlich voraus. In den vergangenen Monaten stellten die FIFA und das Lokale Organisationskomitee beispielsweise das Offizielle Maskottchen vor. Das Küken Ettie ist die Tochter von Footix, dem Maskottchen von Frankreich 1998. Außerdem wurde das Volunteers-Programm gestartet und der Spielplan für die Endrunde vorgestellt.

Siehe auch

FIFA Frauen-WM 2019

5 - Wieder an der Spitze

Die neueste gute Nachricht für den französischen Fussball ist der erste Platz in der FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste im August 2018. Dort stehen die Bleus zum ersten Mal seit 2002. "Diese Rangliste sagt viel über unsere Arbeit der letzten Jahre aus", wird Nationaltrainer Didier Deschamps auf der Homepage des Verbands zitiert.

"Dieser erste Platz ist der Lohn für unsere kontinuierliche Weiterentwicklung. Erreicht haben wir ihn mit einem extrem jungen Kader, immerhin hatten 14 von 23 unserer Weltmeister vorher noch keinerlei Erfahrung bei größeren Turnieren", so Deschamps weiter und mahnt dabei auch vor der Kehrseite der Medaille: "Die Vorzeichen sind jetzt andere. Die französische Nationalmannschaft ist ab sofort immer Favorit, und das wird auch noch länger so bleiben."

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