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FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™

Suarez lässt England zittern

(FIFA.com)

Ausgerechnet Luis Suarez lässt England bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014™ um den Achtelfinaleinzug bangen. Der Star-Angreifer vom FC Liverpool sorgte mit seinen beiden Treffern in der Arena de Sao Paulo für einen 2:1-Sieg Uruguays gegen die Three Lions. Während der zweimalige Titelträger damit eine gelungene Wiedergutmachung nach der überraschenden 1:3-Auftaktniederlage gegen Costa Rica feierte, steht das Team von Coach Roy Hodgson in der Gruppe D nach zwei Partien weiterhin mit einem leeren Punktekonto da.

In einer ausgeglichenen Partie präsentierten sich die Three Lions im Aufbau zunächst struktrurierter, die Angriffe der *Celeste *hatten dafür mehr Wucht. Ein fein gezirkelter 20-Meter-Freistoß von Wayne Rooney (9.) verfehlte nur um Zentimeter das Gehäuse von Uruguays Keeper Fernando Muslera. Auf der Gegenseite segelten eine spektakuläre Direktabnahme von Cristian Rodriguez (15.) und ein vielversprechender Schussversuch von Edinson Cavani (27.) jeweils knapp über die Querlatte. Beide Teams spielten munter nach vorne und boten den 62.575 Zuschauern unterhaltsamen Fussball.

Als der am langen Pfosten lauernde Rooney (31.) nach einer Freistoß-Hereingabe von Steven Gerrard fast auf der Torlinie stehend zum Kopfball hochstieg, hatten die englischen Fans bereits den Torschrei auf den Lippen, doch der Stürmerstar setzte das Zuspiel mit der Stirn ans Lattenkreuz. Besonders bitter für den Titelträger von 1966, denn sieben Minuten später bediente Cavani mit einem gefühlvollen Lupfer den heranstürmenden Suarez. Und der Torjäger köpfte freistehend aus acht Metern entgegen der Laufrichtung von Schlussmann Joe Hart zur Führung Uruguays ein.

Die Südamerikaner kamen folglich voller Selbstvertrauen aus der Halbzeitpause und hätten prompt auf 2:0 erhöhen können: Erst rettete Hart (48.) infolge eines Strafraum-Getümmels in höchster Not reflexartig auf der eigenen Linie, dann schoss Cavani (51.) nach einem feinen Zuspiel von Nicolas Lodeiro im Eins-gegen-Eins mit dem englischen Torwart aus leicht spitzem Winkel am langen Pfosten vorbei. Das Hodgson-Ensemble konnte in dieser Phase nur selten für Entlastungsangriffe sorgen. Als es dann doch einmal gefährlich im uruguayischen Strafraum auftauchte, scheiterte Rooney (54.) mit einem Linksschuss aus acht Metern freistehend an Muslera.

Nach 75 Minuten machte es der 28-Jährige dann aber besser: Glen Johnson setzte sich auf dem rechten Flügel durch und passte quer, um mitanzusehen, wie Rooney keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz zum Ausgleich einzuschieben und damit sein erstes WM-Tor bei seiner dritten Turnierteilnahme erzielte. Den Three Lions schien ein riesiger Stein vom Herzen zu fallen, fortan spielten sie befreit auf und hätten durch Daniel Sturridge (78.) fast sogar noch die Führung erzielt.

Doch die Freude und Euphorie der Engländer sollte nicht lange anhalten. In der 85. Minute verlängerte Kapitän Steven Gerrard einen langen Abschlag von Uruguays Keeper Muslera unglücklich mit dem Hinterkopf in den Lauf von Suarez, der frei vor Hart auftauchte und eiskalt zum 2:1-Endstand für die *Celeste *einschoss.

Im Rahmen des dritten und letzten Spieltags der Gruppe D steht England am Dienstag in Belo Horizonte gegen Costa Rica mächtig unter Druck. Uruguay muss zeitgleich in Natal gegen Italien antreten.

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