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FIFA WM 2010™

Uruguay holt Gruppensieg - Mexiko ebenfalls weiter

(FIFA.com)
Luis Suarez of Uruguay celebrates scoring
© Getty Images

Uruguay hat sich dank eines Kopfballtreffers von Luis Suarez den Spitzenplatz in der Gruppe A der FIFA WM 2010 gesichert. Die Südamerikaner behielten an diesem Dienstagnachmittag in Rustenburg mit 1:0 gegen Mexiko die Oberhand. Dennoch steht auch die El Tri in der Runde der letzten 16, da man gegenüber Gastgeber Südafrika, der zeitgleich mit 2:1 gegen Vize-Weltmeister Frankreich gewann, das bessere Torverhältnis aufweisen kann.

Auf Seiten Mexikos mussten Carlos Vela und Efrain Juarez weichen, damit Cuauhtemoc Blanco und Andres Guardado von Beginn an spielen konnten. Blanco und Abwehrchef Rafael Marquez schlossen damit als verbandsinterne WM-Rekordspieler (je elf Einsätze) zum legendären Torhüter Antonio Carbajal auf. In der Startaufstellung Uruguays gab es im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Südafrika eine personelle Änderung: Mauricio Victorino kam für Diego Godin.

In einer von Beginn an äußerst kampfbetonten und von zahlreichen Zweikämpfen geprägten Partie ließen beide Teams keine Zweifel aufkommen, dass man jeweils als Sieger das Feld verlassen will. Die Mexikaner wirkten in der Anfangsviertelstunde dank ihres ansehnlichen Kombinationsspiels dominant, tatsächlich war es aber so, dass Uruguay schlichtweg zielstrebiger spielte und die besseren Einschussmöglichkeiten hatte. Bereits in der sechsten Minute profitierte Angreifer Luis Suarez von einem Stellungsfehler Hector Morenos, doch der Angreifer der Südamerikaner verfehlte frei vor Mexikos Keeper Oscar Perez auftauchend das Ziel.

Suarez bestraft Mexikos mangelnde TorgefahrAls in der Folge auch Victorino per Kopf infolge eines Eckballs von Diego Forlan und Alvaro Pereira nach einer feinen Einzelaktion über den linken Flügel mit ihren Abschlüssen Pech hatten, sorgte auf der Gegenseite schließlich die El Tri erstmals für Torgefahr. Und wie: Guardado fasste sich in der 22. Minute ein Herz und zog aus rund 30 Metern ab, um mit ansehen zu müssen, wie sein Kracher an die Unterkante der gegnerischen Querlatte prallte und zurück ins Spielfeld sprang.

Fortan nahm das Ensemble von Coach Javier Aguirre das Heft in die Hand, ohne sich jedoch nennenswerte Torchancen zu spielen, da Uruguays Abwehr stets in letzter Sekunde zur Stelle war. Dies sollte sich aus Sicht der Mexikaner rächen: Zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff landete ein Konter bei Edinson Cavani und der rechte Flügelspieler der Südamerikaner setzte seine Flanke präzise auf die Stirn von Suarez, der am langen Pfosten keine Mühe hatte, zur Führung einzuköpfen.

Kaum Lücken in Uruguays AbwehrNachdem die Teams wieder aus der Kabine kamen, bot sich den Zuschauern das gleiche Bild: Mexiko bemühte sich zwar und hatte leichte Feldvorteile, zu echten Torabschlüssen kam die El Tri jedoch nicht. Stattdessen bewies Uruguay, dass man mit einer niemals zu unterschätzenden Mannschaft nach Südafrika gereist ist. In der 54. Minute kam Diego Lugano infolge einer Freistoß-Hereingabe von Forlan aus fünf Metern frei zum Kopfball und der mexikanische Schlussmann Perez konnte nur mit großer Mühe einen größeren Rückstand verhindern, ehe Pereiras Nachschuss in höchster Not geblockt wurde.

Nach 64 Minuten hätte der Ausgleich für Aguirres Schützlinge jedoch fallen müssen: Der eingewechselte Pablo Barrera flankte von rechts und Francisco Rodriguez köpfte aus kurzer Distanz völlig freistehend am gegnerischen Gehäuse vorbei. Weil sich das Team aus Uruguay nun vollends auf das Verteidigen konzentrierte und nur ganz sporadisch für Entlastungsangriffe sorgte, rollte eine mexikanische Angriffswelle nach der anderen auf Torwart Fernando Muslera zu. In der Schlussphase konnte sich die El Tri aber dennoch bei Perez bedanken, nicht höher zu verlieren, denn er war es, der einen 22-Meter-Aufsetzer von Cavani reflexartig entschärfte.

Im Achtelfinale trifft Uruguay nun Samstag in Port Elizabeth auf Korea Republik. Mexiko hat es in der Runde der letzten 16 derweil einen Tag später im Soccer-City-Stadion von Johannesburg mit dem zweimaligen Weltmeister Argentinien zu tun.

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