Qualifikation
Frankreich wurde nicht nur in eine Qualifikationsgruppe mit dem amtierenden Welt- und Europameister Spanien gelost, sondern auch in die einzige Staffel, die nur aus fünf Mannschaften bestand. Die Bleus durften sich also nicht den geringsten Ausrutscher erlauben. Am Ende gelang dies auch, bis auf die Heimniederlage gegen die Roja, die sie allerdings den ersten Platz kostete. Insgesamt brillierte Frankreich zwar nicht, doch mit einer beeindruckenden Leistung errangen sie in Spanien ein verdientes Unentschieden. Wie in der Qualifikation für Südafrika 2010 mussten die Franzosen auch dieses Mal in der Playoff-Runde zittern. Im Hinspiel kassierten sie in der Ukraine eine enttäuschende 0:2-Niederlage gegen engagiertere und mannschaftlich starke Gastgeber. Doch mit einer nahezu perfekten Leistung im Rückspiel gelang dem Weltmeister von 1998, angefeuert von einem kochenden Stade de France, ein 3:0 und damit die erfolgreiche Aufholjagd. Dies könnte der Auftakt zu einer neuen Erfolgsserie sein, zumal dank einer talentierten jungen Generation, deren Fahnenträger Spieler wie Mamadou Sakho, Raphaël Varane und Paul Pogba sind, sowie nach dem jüngsten WM-Titel der U-20-Auswahl die Nachfolge bereits gesichert ist.

Frühere WM-Teilnahmen
Von 1930 an war Frankreich dank seiner Leistungen und einiger Spielerlegenden eine feste Größe im Weltfussball. Mit dem Titelgewinn 1998 änderte sich dies nochmals positiv. Der Generation um Zidane, Blanc und Deschamps gelang, was Platini, Giresse und Tigana, den Halbfinalisten von 1982 und 1986, verwehrt geblieben war. Was folgte, war das Erstrundenaus 2002. 2006 stand die Equipe Tricolore dann kurz vor ihrem zweiten Titelgewinn, aber das Elfmeterschießen brachte Italien als Sieger hervor. Ohne Führungsspieler Zizou hinterließen die Bleus 2010 einen katastrophalen Eindruck. Frankreich schied nicht nur nach der Vorrunde aus, sondern gab ein schlechtes Gesamtbild ab.

Gegenwart
Frankreichs Nationalmannschaft ist auch weiterhin ein Tummelbecken starker Einzelspieler, die sich in den besten Klubs der Welt behaupten. Doch es gestaltet sich nach wie vor schwierig, daraus eine Mannschaft zu formen, die den Weltmeistern von 1998 und den Vize-Weltmeistern von 2006 das Wasser reichen kann. Vor der UEFA EURO 2008 und der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010 wurde Frankreich regelmäßig als Mitfavorit auf den Titel genannt, um anschließend bei keinem der beiden Turniere auch nur ein Spiel zu gewinnen und bei der UEFA EURO 2012 nur mit Mühe das Viertelfinale zu erreichen. Damit soll es in Brasilien 2014 nun endgültig vorbei sein.

Die Stars
Mit Hugo Lloris verfügt Frankreich über einen Weltklasse-Torhüter, der auf die Unterstützung einer Verteidigung mit UEFA Champions League-Erfahrung um Patrice Evra, Laurent Koscielny oder Raphaël Varane bauen kann. Im Mittelfeld wird es nach dem Ausfall von Franck Ribéry vor allem auf die Geniestreiche von Paul Pogba ankommen, während an vorderster Front mit Karim Benzema und Olivier Giroud zwei absolute Top-Stürmer auf ihre Chancen warten.

Weitere Infos
Aktueller Trainer:
Didier Deschamps

Die besten Resultate bei FIFA-Turnieren:
1x Weltmeister (1998), 1x Goldmedaille beim Olympischen Fussballturnier der Männer (1984), 2x Gewinn des FIFA Konföderationen-Pokals (2001, 2003), 1x U-17-Weltmeister (2001), 1x Sieger der FIFA Beach-Soccer-Weltmeisterschaft (2005)

Große Namen der Vergangenheit:
Raymond Kopa, Just Fontaine, Michel Platini, Zinedine Zidane