Qualifikation
Nach dem vierten Platz bei der WM 2010 in Südafrika und dem Titelgewinn bei der Copa Amércia 2011 galt die Celeste als einer der Favoriten der Südamerika-Qualifikation für Brasilien 2014. Dann machte die Leistungskurve 2012 jedoch einen Knick, als das Team in sechs Partien lediglich zwei Punkte holte. Am Ende konnten die Charrúas ihre Fehler jedoch wieder ausbügeln, sicherten sich den fünften Platz und mussten damit zum vierten Mal in Folge die interkontinentale Playoff-Runde bestreiten. Nach einem deutlichen 5:0 im Hinspiel in Jordanien lösten die Uruguayer das Ticket für Brasilien schließlich mit einem torlosen Unentschieden vor heimischem Publikum.

Frühere WM-Teilnahmen
Vor dem Eintreten einer Jahrzehnte andauernden Schwächeperiode, die sich über die 70er, 80er und 90er Jahre erstreckte, gehörte Uruguay unbestritten zu den Giganten im Weltfussball. Man hatte die erste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 1930 im eigenen Land gewonnen und den Coup 20 Jahre später, 1950 in Brasilien, im legendären Maracanazo wiederholt. Das Erreichen des Halbfinales bei der WM 1970 in Mexiko sollte für lange Zeit der letzte Lichtblick sein.

Nach dem frustrierenden Abschneiden in der Qualifikation für die Auflagen von 1994 und 1998 kehrte die Celeste im Jahr 2002 auf die größte Bühne des Weltfussballs zurück. Anschließend scheiterten die Uruguayer allerdings in der Qualifikation für Deutschland 2006 erneut, dieses Mal in den Playoff-Spielen gegen Australien. Im Vorfeld der WM 2010 beendeten die Charrúas die Südamerika-Qualifikation ein weiteres Mal auf dem fünften Platz und mussten gegen Costa Rica in die Playoff-Runde – dieses Mal mit Erfolg. Bei ihrer elften WM-Teilnahme erreichten sie einen hervorragenden vierten Platz. Das hatte man vor allem auch Diego Forlán zu verdanken, der als bester Spieler des Turniers mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet wurde.

Gegenwart
Die Stürmer Luis Suárez und Edinson Cavani haben sich in den letzten Jahren zweifellos zu großen Aushängeschildern des uruguayischen Fussballs und der Nationalmannschaft entwickelt. Ersterer sicherte sich mit elf Treffern die Torjägerkrone der Südamerika-Qualifikation, und Letzterer wurde von Nationaltrainer Oscar Tabárez in diesem Wettbewerb am häufigsten eingesetzt. Die beiden Akteure vom FC Liverpool und Paris Saint-Germain können sich auf eine traditionell starke Hintermannschaft verlassen, in der der Routinier Diego Lugano und der erfahrene Torhüter Fernando Muslera eine Schlüsselrolle übernehmen. Dennoch sucht Tabárez im Hinblick auf die anstehende WM noch nach Lösungen, die seinem Team mehr Stabilität und Beständigkeit verleihen.

Die Stars
Man zögert keinen Augenblick, um den gegenwärtigen großen Star der Celeste beim Namen zu nennen: Diego Forlán wurde in Südafrika mit keinem geringeren Preis als dem Goldenen Ball von adidas ausgezeichnet und ist gemeinsam mit den Sturmpartnern Luis Suárez und Edinson Cavani ein stetiger Unruheherd in den gegnerischen Abwehrreihen. In der Abwehr des Teams sorgt Mannschaftskapitän Diego Lugano für Stabilität.

Weitere Infos
Aktueller Trainer: 
Óscar Washington Tabárez

Die besten Resultate bei FIFA-Turnieren:
2x Weltmeister (1930 und 1950); 2x Olympiasieger (1924 und 1928); Vizeweltmeister bei der U-20-WM (1997), der Beach-Soccer-WM (2006) und der U-17-WM (2011)

Große Namen der Vergangenheit: 
Hector Scarone, Angel Romano, Obdulio Varela, Roque Máspoli, Alcides Ghiggia, Ladislao Mazurkiewicz, Pedro Rocha, Rodolfo Rodríguez, Hugo De León, Carlos Alberto Aguilera, Rubén Sosa,Enzo Francescoli, Álvaro Recoba