Qualifikation
Die U.S.-Amerikaner starteten mit einer 1:2-Schlappe in Honduras in die letzte Runde der CONCACAF-Qualifikation. In der Folge gab es in den Medien viel Kritik an Trainer Jürgen Klinsmann, seinen Methoden und seiner Taktik. Doch die kritischen Stimmen verstummten schnell, als Klinsmann die Stars and Stripes schnurstracks auf den ersten Tabellenplatz führte, den das Team bis zum Schluss verteidigte.

Klinsmann probierte erfahrene Spieler auf neuen Positionen aus, holte immer wieder neue Akteure in den Kader, änderte die Formation nach Belieben und sorgte mit all diesen Maßnahmen für viel Selbstvertrauen und für eine gesunde Konkurrenz im Team. Die U.S.-Boys gewannen in der Finalrunde der Qualifikation sieben ihrer zehn Spiele, waren mit 15 Treffern die torgefährlichste Mannschaft und kassierten gleichzeitig nur acht Gegentreffer. Sie verloren nur das erste Spiel und lagen in der Abschlusstabelle nicht weniger als vier Punkte vor Costa Rica. Wenn die Formkurve des Teams auch weiterhin so steil nach oben weist, dann scheint in Brasilien alles möglich.

Frühere WM-Teilnahmen
Die erste U.S.-Mannschaft, die an einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft teilnahm, erhielt aufgrund der muskulösen und stämmigen Spieler den fragwürdigen Spitznamen die Kugelstoßer, landete jedoch dank zweier 3:0-Erfolge über Paraguay bzw. Belgien auf Rang drei – die bis dato beste Platzierung einer Mannschaft, die weder aus Europa noch aus Südamerika stammt. Vier Jahre später schieden die USA bereits in der ersten Runde aus, sorgten jedoch 1950 in Brasilien für eine Sensation, als sie mit dem überragenden Torhüter Frank Borghi in Belo Horizonte einen 1:0-Sieg über die Fussballmacht England feierten.

1990 folgte ein erneutes Aus nach der Gruppenrunde, doch als Gastgeber erreichte man 1994 schließlich das Achtelfinale und ebnete somit den Weg für mehr Beständigkeit. Nachdem die USA 1998 in Frankreich nur auf dem letzten Gruppenplatz gelandet waren, schlug das Team bei der WM 2002 in Korea/Japan sowohl Portugal als auch Mexiko und verpasste mit der Niederlage gegen Deutschland nur knapp den Einzug ins Halbfinale. Bei der WM 2006 in Deutschland schieden die U.S.-Boys erneut in der ersten Runde aus, ehe 2010 in Südafrika erst im Achtelfinale Endstation war.

Die Stars       
Jozy Altidore vom englischen Premier-League-Klub AFC Sunderland erwies sich in der Finalrunde der CONCACAF-Qualifikation als enorm vielseitiger Leistungsträger. Nachdem Klinsmann ihn in der Halbfinalrunde noch wegen Formschwäche und fehlender Leistungsbereitschaft unberücksichtigt ließ, gab er ihm wieder eine Chance und wurde nicht enttäuscht. Der kraftvolle Angreifer traf geradezu nach Belieben und erwies sich als perfekter Sturmpartner für Clint Dempsey. Hinter ihnen sorgt Michael Bradley von Toronto FC für Stabilität in der Defensive und einen geordneten Spielaufbau. Zwischen den Pfosten steht auch weiterhin der enorm erfahrene Tim Howard und so ist das derzeitige U.S.-Team auf allen Positionen enorm stark besetzt.

Weitere Infos...
Aktueller Trainer:
Jürgen Klinsmann

Die besten Resultate bei FIFA-Turnieren:
Platz 2 beim FIFA Konföderationen-Pokal 2009, Platz 3 bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 1930 und beim FIFA Konföderationen-Pokal (1992 und 1999), Platz 4 bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft (1989) und bei der FIFA U-17-Weltmeisterschaft (1999)

Große Namen der Vergangenheit:
John Harkes, Claudio Reyna, Brian McBride