Qualifikation
Nach der FIFA WM 2010 in Südafrika und dem Weggang von Reinaldo Rueda erlebte La H eine Periode des Übergangs und Umbruchs. Nachdem Luis Fernando Suárez das Team dann im März 2011 übernommen hatte, war nicht nur in der A-Nationalmannschaft des Landes eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Der Trainer arbeitete auch im Nachwuchsbereich und führte die Olympiaauswahl 2012 in London bis ins Viertelfinale. Dank dieser profunden Kenntnis der Nachwuchstalente fand er die richtigen Akteure zur Ergänzung der Routiniers im A-Team. So überstanden die Catrachos die erste Qualifikationsphase für Brasilien gemeinsam mit Panama (Honduras hatte die bessere Tordifferenz). Dabei ließ man Teams wie Kanada und Kuba hinter sich.

In der abschließenden Sechserrunde eroberten die Honduraner dann den dritten Platz und sicherten sich damit den letzten direkten WM-Startplatz. Die gute Platzierung hatten sie vor allem ihrer Heimstärke zu verdanken (zu Hause gab man nur zwei Punkte ab) sowie dem historischen Sieg gegen Mexiko im Aztekenstadion im September 2013.

Frühere WM-Teilnahmen
Bei der Rückkehr auf die größte Fussballbühne der Welt nach fast drei Jahrzehnten landete Honduras in Südafrika in einer schweren Gruppe, in der auch der spätere Weltmeister Spanien stand. Zum Auftakt musste Honduras eine 0:1-Niederlage gegen Chile hinnehmen. In der zweiten Partie gab es ein 0:2 gegen Spanien, bei dem der spanische Top-Torjäger David Villa beide Treffer für die Iberer erzielte.

1982 war Honduras mit Nationaltrainer Jose de La Paz angetreten. Zum Auftakt gab es damals ein überraschendes 1:1-Unentschieden gegen Gastgeber Spanien. Es folgte ein weiteres 1:1-Unentschieden gegen Nordirland. Nach der knappen 0:1-Niederlage gegen Jugoslawien durch ein spätes Tor im letzten Gruppenspiel mussten die Honduraner jedoch die Heimreise antreten.

Gegenwart
Seit dem Ausscheiden in Südafrika gab es mehrere Trainerwechsel und die Rücktritte verdienter Veteranen. So haben die langjährigen Nationalspieler Amado Guevara und Danny Turcios ihre internationale Karriere beendet. Obwohl es Trainer Rueda gelungen war, das Team wieder zur WM zu führen, erklärte auch er nach dem Turnier in Südafrika seinen Rücktritt. Im Februar 2011 übernahm nach zwei Trainerwechseln Luis Fernando Suarez das Ruder. Trotz all dieser Umwälzungen konnte Honduras erstmals seit 1995 wieder die Mittelamerikameisterschaft gewinnen und stieß beim CONCACAF Gold Cup 2011 bis ins Halbfinale vor, wo man sich dem späteren Sieger aus Mexiko geschlagen geben musste.

Die Stars
Linksverteidiger Emilio Izaguirre war in der Saison 2010/11 die große Entdeckung bei Celtic Glasgow. Der frisch gewählte Spieler des Jahres der schottischen Premier League ist einer der Leistungsträger in der starken Hintermannschaft von Honduras. Hinter ihm führt Kapitän und Torhüter Noel Valladares Regie, der in der Qualifikation für Südafrika sowie beim Gold Cup eine zentrale Rolle spielte. Wilson Palacios, einer der profiliertesten Spieler im Kader von Honduras, der bei Stoke City unter Vertrag steht, sorgt im Mittelfeld für Stabilität und Ordnung. Allerdings darf man auch den Beitrag der Angriffsabteilung nicht vergessen, in der ein Routinier wie Carlo Costly und der Nachwuchsstar Jerry Bengtson an einem Strang ziehen. Dieser hatte bei den Olympischen Spielen in London auf sich aufmerksam gemacht und konnte sich inzwischen in der A-Nationalmannschaft durchsetzen, in der er zum besten Torschützen avanciert ist.

Weitere Infos…

Aktueller Trainer:

Luis Fernando Suarez

Die besten Resultate bei FIFA-Turnieren:
2x WM-Gruppenphase (1982, 2010)

Große Namen der Vergangenheit:
Amado Guevara, Carlos Pavón, Danny Turcios