Olympische Jugend-Fussballturniere 2014

Titelanwärterinnen vor Feuertaufe

(FIFA.com)
Hilary Vergara (#14) of Venezuela celebrates with her team-mates
© Getty Images

Mit dem 7:0-Kantersieg über Papua-Neuguinea ist Venezuela um die alles überragende Deyna Castellanos so richtig ins Rollen gekommen. In ihrem zweiten Spiel am Sonntag treffen die Südamerikanerinnen nun auf die Slowakei. Bei einem Sieg stünde Venezuela als erste Mannschaft sicher im Halbfinale. Mehr Druck hat da die mexikanische Auswahl, die nach ihrer Auftaktniederlage gegen China VR möglichst hoch gegen Namibia gewinnen muss, um die Chancen auf das Erreichen der Vorschlussrunde zu wahren.

Die Spiele *Venezuela *– *Slowakei, Wutaishan Stadium, Sonntag, 17. August, 18:00 Uhr (Ortszeit)
*Herausforderer Slowakei hat sich für die erste Teilnahme an den Olympischen Jugendspielen viel vorgenommen. Allerdings hat Venezuela bereits einen Sieg im Gepäck und außerdem sechs erfahrene Spielerinnen dabei, die schon bei der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft in Costa Rica im April im Einsatz waren. Für die Slowakinnen kommt es daher maßgeblich darauf an, die richtige Taktik zu wählen.

Die Mannschaft von Branislav Petrovic ist indes kein reiner Punktelieferant. Im europäischen Vier-Nationen-Turnier besiegten die Slowakinnen Rumänien mit 7:2 und Aserbaidschan mit 1:0 und qualifizierten sich so für die Olympischen Jugendspiele. An einem guten Tag können die Europäerinnen dank ihrer Größe und Physis das südamerikanische Angriffsspiel durchaus zum Erliegen bringen.

Dass auch Venezuelas Trainer Kenneth Zseremeta ein gewiefter Taktiker ist, hat er spätestens bewiesen, als er sein Team unter die letzten Vier bei der diesjährigen U-17-Frauen-Weltmeisterschaft geführt hat. Im Auftaktspiel in Nanjing schickte der Panamaer fünf Spielerinnen aus diesem erfolgreichen Turnier aufs Feld, die prompt das nötige Selbstvertrauen und die Abgeklärtheit an den Tag legten, um die Medaillen-Ambitionen der Südamerikanerinnen zu untermauern.

Mexiko *– *Namibia, Wutaishan Stadium, Sonntag, 17. August, 20:45 Uhr (Ortszeit)
*Mexikos Frauen-Nachwuchs gehört zu den stärksten Mannschaften der CONCACAF-Konföderation. Das erste Spiel gegen Gastgeber China ging zwar verloren, doch die Nordamerikanerinnen hinterließen mit ihrem Einsatz und ihrer nimmermüden Kampfkraft dennoch einen sehr guten Eindruck. In der Anfangsformation standen Abwehrspielerin Kimberley Rodriguez sowie Stürmerin Montserrat Hernandez. Beide hatten schon bei der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft zusammen gespielt, und Hernandez erwies sich gegen die Gastgeberinnen einmal mehr als gefährlichste Offensivkraft der *Tricolores
.

Allerdings sollten die Mexikanerinnen auch den nächsten Gegner Namibia nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn die jungen Frauen aus dem südlichen Afrika spielen ähnlich flexibel, schnell und einsatzfreudig wie etwa Äquatorial-Guinea, das vor vier Jahren mit ganz ähnlichen Eigenschaften zur Überraschungsmannschaft avancierte. Bei Namibia kommt jedoch obendrein noch ein Maß an körperlicher Robustheit hinzu.

Im Gegensatz zum Zweitplatzierten des letzten Turniers wurde das Team Namibias allerdings eher auf die Schnelle zusammengestellt, nachdem sich einige Spielerinnen bei der erst vor zwei Monaten abgehaltenen nationalen U-15-Meisterschaft hervorgetan hatten. Es bleibt daher abzuwarten, ob sich die fehlende Vorbereitung für Namibia nachteilig auswirken wird.

Zahl des Tages 3 – Von den Gastgeberinnen abgesehen, ist Mexiko die einzige der sechs in Nanjing vertretenen Mannschaften, die bei allen drei FIFA-Turnieren in diesem Jahr dabei war: der FIFA U-17-Frauen-Weltmeisterschaft im April, der laufenden FIFA U-20-Frauen-Weltmeisterschaft in Kanada und den Olympischen Jugendspielen.

Spielerin im Fokus
*Tamara Solarova (SVK)
*Die nur 1,60 Meter große slowakische Torhüterin dürfte gegen Venezuela sprichwörtlich alle Hände voll zu tun bekommen, hat doch allein Deyna Castellanos im ersten Spiel der Südamerikanerinnen vier Tore erzielt. Viel wird darauf ankommen, ob die Slowakinnen die Toptorschützin der diesjährigen U-17-Frauen-Weltmeisterschaft in den Griff bekommen und den Ball auch sonst möglichst vom eigenen Tor fern halten können.

*Hätten Sie es gewusst? *Felicidad Avomo und Judit Ndong aus Äquatorial-Guinea waren vor vier Jahren mit je fünf Toren gemeinsam die erfolgreichsten Angreiferinnen. Nachdem die Venezolanerin Castellanos nun aber schon im ersten Spiel vier Tore geschossen hat, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Rekord des Duos gebrochen wird.

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