Singapur 2010

Cristiano Ronaldo als Vorbild

(FIFA.com)
Hilal Baskol of Turkey battles with Shahin Aflaki of Iran
© Getty Images

Es ist allgemein bekannt, dass Cristiano Ronaldo in allen Teilen der Welt sehr viele Anhänger hat. Dennoch mag es überraschen, dass ausgerechnet zwei seiner treuesten Fans beim erstmals ausgetragenen Olympischen Juniorinnen-Fussballturnier Singapur 2010 auf besondere Art und Weise herausragen.

Die türkische Mittelfeldspielerin Hilal Baskol und die äquatorial-guineische Spielführerin Judit Ndong standen am letzten Spieltag der Gruppenphase im Mittelpunkt eines spannenden Fussballabends, als sie ihre jeweiligen Mannschaften zum Sieg führten. Und trotz ihrer unterschiedlichen Spielweise haben sie eines gemeinsam: die Bewunderung für den Torjäger von Real Madrid.

Der Traum vom Finale
Baskol glänzte zunächst beim Sieg über Papua-Neuguinea und erhöhte mit einem spektakulären Freistoß auf 2:0 für die Türkei, ehe sie den letzten Treffer zum 4:0 durch Nazmiye Aytop vorbereitete. Die technisch versierte 15-Jährige erklärte im Gespräch mit FIFA.com, dass der portugiesische Superstar das Vorbild für ihr Spiel sei.

"Ich mag seine Spielweise und die Art, wie er Tore erzielt", sagte die türkische Nummer sieben. "Als Schülerin kann ich nur in meiner Freizeit Fussball spielen, doch ich arbeite hart und investiere sehr viel in die Verbesserung meiner Fertigkeiten."

Angesichts eines Vorbildes wie Ronaldo ist es verständlich, dass die klein gewachsene Spielerin so viel Ehrgeiz an den Tag legt. Doch obwohl sie mit ihrer Mannschaft das Halbfinale erreicht hat, scheint sie nicht in Feierlaune zu sein. "Es ist noch zu früh, um zu feiern, denn das Halbfinale [gegen Chile] wird eine große Herausforderung für uns", fuhr sie fort. "Wir können erst feiern, wenn wir das Finale erreicht haben."

Ndong, die Dribbelkünstlerin
Während Baskol viel Lob für ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten bei Standardsituationen erhielt, spielte sich Ndong durch ihre Beweglichkeit und ihre Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor in den Mittelpunkt. Die Spielmacherin von Äquatorial-Guinea nutzte einen Abpraller, um ihre Mannschaft bereits nach zwölf Minuten in Führung zu bringen, ehe sie mit einem weiteren Treffer den Grundstein für den 4:1-Sieg der Afrikanerinnen legte. Ndong beeindruckte während des gesamten Spiels mit Dribblings durch die chilenische Abwehr, mit denen sie zahlreiche Tormöglichkeiten herausspielte.

Im Gespräch mit FIFA.com sagte auch sie: "Ronaldo ist mein Lieblingsspieler, denn er kann seine Gegenspieler ausdribbeln und durch die gegnerischen Abwehrreihen spazieren. Er verfügt über einzigartige Qualitäten im Abschluss und über einen enormen Torinstinkt. Und er sieht auch gut aus!"

"Ich werde weiterhin hart an mir arbeiten, und obwohl ich wahrscheinlich niemals so ein großer Spieler wie er sein werde, kann ich zumindest alles daran setzen, im Laufe der Zeit immer besser zu werden", sagte sie abschließend.

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