FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 ™

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Pressemitteilung

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FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™

Zwei Spielerinnen der DVR Korea nach Dopingtests provisorisch gesperrt

Doping controller look on
© Getty Images

Zwei Spielerinnen der DVR Korea, Jong Sun Song und Sim Pok Jong, wurden vor ihrem Spiel gegen Kolumbien gestern (6. Juli 2011) in Bochum provisorisch gesperrt. Grund waren von der Norm abweichende Analyseergebnisse der A-Probe bei zwei Dopingkontrollen, die nach den vorangegangenen Spielen der DVR Korea bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™ durchgeführt worden waren. Die endgültigen Ergebnisse der Tests trafen gestern Morgen ein.

Gemäß Art. 58 des FIFA-Anti-Doping-Reglements führt der Wettbewerbsveranstalter über die Wettbewerbsdauer beim Team geeignete Zielkontrollen durch, wenn mehrere Mitglieder eines Teams über einen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen bei einem Wettbewerb gemäß Kapitel VIII benachrichtigt wurden. Aufgrund dieser Bestimmung musste sich das gesamte Team der DVR Korea nach der gestrigen Partie der DVR Korea gegen Kolumbien einer Dopingkontrolle unterziehen. Die Zielkontrollen des ganzen Teams wurden mit der WADA koordiniert.

Ein Spieler kann gemäß FIFA-Anti-Doping-Reglement innerhalb von zwölf Stunden (bei Wettbewerben) bzw. 48 Stunden (außerhalb von Wettbewerben) die Analyse der B-Probe verlangen. Weder das Team der DVR Korea noch die Spielerinnen selbst haben binnen zwölf Stunden einen solchen Antrag gestellt. Jedoch hat die FIFA gemäß Art. 31 Abs. 2 des Reglements eine Analyse beider B-Proben verlangt. Die FIFA wird keine weitere Stellungnahme abgeben, bis die Ergebnisse der Analyse dieser Proben vorliegen.

Insgesamt wurden im Zusammenhang mit der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011™ drei von der Norm abweichende Analyseergebnisse festgestellt. Der Vorsitzende der FIFA-Disziplinarkommission verhängte in Anwendung von Art. 34 und 35 des FIFA-Anti-Doping-Reglements nach einer Dopingkontrolle außerhalb von Wettbewerben am 25. Juni 2011 in Leverkusen eine provisorische Sperre gegen die kolumbianische Spielerin Yineth Varon (siehe Medienmitteilung in der rechten Menüleiste). Die Spielerin verlangte daraufhin die Analyse ihrer B-Probe, die das Ergebnis der A-Probe bestätigte. In der Folge wurde ein Disziplinarverfahren eröffnet, das noch nicht abgeschlossen ist.

Die FIFA will Doping im Fussball mit allen Mitteln bekämpfen. Es ist die Pflicht und der Wille der FIFA, die Spieler zu schützen und allen Chancengleichheit zu garantieren. Die Strategie der FIFA zur Dopingbekämpfung basiert auf Bildung und Prävention sowie der Achtung der Würde und Privatsphäre jedes einzelnen Spielers, der Tests unterzogen werden kann.

Bei sämtlichen Entscheiden betreffend Dopingbekämpfung richtet sich die FIFA nach den Besonderheiten des Fussballs, wissenschaftlichen Fakten und gesicherten Dopingstatistiken. Der Erlass strenger Anti-Doping-Bestimmungen, die laufende Datenerhebung und die Unterstützung evidenzbasierter Forschung zeugen vom klaren Willen der FIFA zur Dopingbekämpfung. Die FIFA ist eine zuverlässige Partnerin der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) bei der weltweiten Zusammenarbeit zum Schutz der Gesundheit von Athleten und der sportlichen Fairness.

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