FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2019™

Heroisch, historisch, klassisch: Was für ein Finale!

(FIFA.com)
Lea Schueller of Germany and Alexandra Popp of Germany celebrate
© Getty Images
  • Vier weitere Mannschaften direkt qualifiziert, vier Teams streiten in den Play-Offs um die letzten Plätze
  • Historische Qualifikation für Schottland
  • Europameister Niederlande muss in die Play-Offs

Jetzt ist es fast geschafft! Als im April 2017 in der Europa-Zone die Qualifikation für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ begann, war die Endrunde noch ein Traum, allenfalls ein Ziel. Nun schreiben wir den 4. September 2018, der letzte reguläre Spieltag in der Qualifikation ist beendet und sieben Mannschaften können von sich sagen, sie haben das Ziel erreicht und den Traum verwirklicht.

Neben Gastgeber Frankreich stehen auch Spanien und Italien bereits seit Juni als WM-Teilnehmer fest. England ist nach dem jüngsten Sieg im Spitzenspiel gegen Wales am Wochenende ebenfalls dabei.

Blieben also noch vier direkte Qualifikationsplätze, deren Vergabe sich erst am letzten Spieltag entschied. Gegangen sind sie letztlich an Deutschland, Schottland, Norwegen und Schweden. Wie es ablief? Die Antworten finden Sie hier:

Deutschland korrigiert Fehlstart

Gruppe 5: Färöer – Deutschland 0:8
Eine Weltmeisterschaft ohne den zweimaligen Titelträger? Noch vor einigen Spieltagen war diese Vorstellung gar nicht so unwahrscheinlich. Nach der 2:3-Heimniederlage im Hinspiel gegen Island brauchte Deutschland bis zum 2:0-Sieg im Rückspiel am 1. September, um wieder auf Kurs zu sein. Danach benötigte die Mannschaft aus dem letzten Spiel auf den Färöer-Inseln noch einen Punkt. Das souveräne 8:0 bescherte der Elf um Dzsenifer Marozsan (Finalistin für die Auszeichnung als The Best - FIFA-Weltfussballerin) am Ende derer drei. Deutschland qualifizierte sich direkt für die Endrunde und strebt dort seinen dritten Titel an.

Norwegen lässt die Europameisterinnen hinter sich

Gruppe 3: Norwegen – Niederlande 2:1
Mit Norwegen löste ein weiterer früherer Titelträger sein Ticket – und zwar auf Kosten der Niederlande, die die Tabelle lange angeführt hatten. Alles entschied sich am letzten Spieltag, als die Skandinavierinnen das direkte Duell gegen die im Hinspiel in letzter Minute mit 1:0 siegreichen Niederlande gewinnen mussten, um den Europameister von 2017 doch noch zu überholen. "Wir werden alles tun, um unseren Vorsprung zu verteidigen. Aber seit der Niederlage gegen uns hat Norwegen all seine Spiele gewonnen. Das zeigt, welche enormen Qualitäten diese Mannschaft hat. Ich erwarte also ein Spiel auf hohem Niveau, ausgeglichen und spannend", hatte die niederländische Nationaltrainerin Sarina Wiegman am Mikrofon von FIFA.com bereits gewarnt. Die Finalistin für die Auszeichnung als The Best – FIFA-Welttrainer - Frauen sollte Recht behalten. In einer insgesamt ausgeglichenen Partie setzten sich die Norwegerinnen durch zwei Tore in der Anfangsphase von Ingrid Engen und Isabell Herlovsen durch.

Schweden gewinnt Nachbarschaftsduell

Gruppe 4: Dänemark – Schweden 0:1
Dänemark, der Überraschungsfinalist der letztjährigen EURO, wollte den Schwung aus dem erfolgreichen Turnier eigentlich mitnehmen, um sich zum ersten Mal seit 2007 wieder für eine FIFA-Frauen-WM zu qualifizieren. Doch das Vorhaben wurde durch das am grünen Tisch mit 3:0 für Schweden gewertete Hinspiel und das 1:1-Unentschieden gegen Kroatien am vorletzten Spieltag erschwert. So waren die Däninnen am letzten Spieltag im Nachbarschaftsduell zum Siegen verdammt. Aber Schweden gewann das wichtige Spiel durch ein Tor von Sofia Jakobsson.

Historische Heldentaten von Schottland

Gruppe 2: Schottland – Schweiz 2:1 (30.08.2018) und Albanien – Schottland 1:2
Der Schweiz hätte am vorletzten Spieltag gegen Schottland schon ein Punkt zur direkten Qualifikation gereicht. Aber Schottland erwies sich mit dem 2:1 im Spitzenspiel als Spielverderber. Um sich doch noch direkt für ihre zweite Weltmeisterschaft zu qualifizieren, benötigten die Eidgenössinnen daher am letzten Spieltag einen Sieg gegen Polen. Aber auch dort konnten sie die Korken nicht knallen lassen. Die Spielerinnen der scheidenden Trainerin Martina Voss-Tecklenburg kamen nicht über ein 0:0 hinaus. Neben Frankreich sind damit in ihrer Gruppe die Schottinnen direkt qualifiziert. Das erlösende Tor zum 2:1 gegen Albanien gelang Jane Ross 20 Minuten vor Schluss. Dank des heroischen Schlussspurts konnte sich Schottland erstmals überhaupt für eine Frauen-Weltmeisterschaft qualifizieren.

Die Lehren des Spieltages

· Alle Ergebnisse der Qualifikation

· Alle Ergebnisse aus den Gruppen

· Alle qualifizierten Mannschaften und ihr Weg dorthin

· Spielplan für Frankreich 2019

Noch ist nichts verloren

Für Dänemark, die Niederlande und die Schweiz gilt es nun, sich von der Enttäuschung möglichst schnell zu erholen, denn diese Mannschaften bekommen ebenso wie Belgien als Gruppenzweiter hinter Italien in Gruppe 6 noch eine zweite Chance.

Die vier besten Gruppenzweiten tragen die Play-Offs in Form eines Miniturniers mit Halbfinale und Finale in Hin- und Rückspiel aus. Der Gewinner erhält die letzte Fahrkarte zur Endrunde nach Frankreich.

Siehe auch

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