FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Wechselbeziehungen: Julie Fleeting und Erin Cuthbert 

© Getty Images
  • Schottland-Legende Julie Fleeting war Erin Cuthberts Kindheitsidol
  • Die beiden wurden Teamkameradinnen, und Fleeting ist jetzt ein großer Fan des Chelsea-Stars
  • Live-Blog: Japan – Schottland

Von Aileen Larkin, Teamreporterin Schottland

Da das Interesse für den Frauenfussball in Schottland stetig wächst und Erin Cuthbert auf Vereins- und Nationalmannschaftsebene zu den Leistungsträgerinnen zählt, ist ihr Name mittlerweile in aller Munde. Doch Schottland-Legende Julie Fleeting erinnert sich noch an die Zeit, als die Stürmerin des FC Chelsea noch ein Kind mit einem Ball und einem Traum war.

"Sie war noch ein junges Mädchen, das jeden Tag zu den Fussballplätzen ging, sich Spiele anschaute und mit dem Ball jonglierte. Sie lebte für den Fussball."

"Dass sie es geschafft hat, sich bei ihrem lokalen Klub durchzusetzen, wo sie in einer Jungenmannschaft spielte, und ihren Traumwechsel zu Chelsea perfekt zu machen, ist eine fantastische Geschichte für junge Mädchen, die unbedingt ihren Weg im Fussball gehen wollen."

Vor einem Jahrzehnt war Erin selbst so ein Mädchen, und ihr Vorbild war eine gewisse Julie Fleeting. "Sie kam aus meiner Gegend (der schottischen Grafschaft Ayrshire) und ich sah sie immer, wenn ich zum Kicken bei meinem örtlichen Sportverein war", so Cuthbert im Gespräch mit FIFA.com. "Sie war eine tolle Spielerin und eine enorme Motivation für mich."

Bevor Sie als Profi auflief, hatte Cuthbert den Spielertunnel bereits als Einlaufkind durchschritten, und zwar an der Hand von Fleeting vor einem Länderspiel der schottischen Nationalmannschaft, bei dem auch die aktuelle Trainerin Shelley Kerr zum Einsatz gekommen war. Jo Love, eine Teamkameradin bei der WM in Frankreich, hatte damals ebenfalls zum Aufgebot gehört.

Ein paar Jahre später begleitete Cuthbert ihr großes Vorbild dann erneut, aber diesmal nicht als Fan, sondern als Teamkameradin. Die beiden standen nämlich gemeinsam für Glasgow City auf dem Platz. Jetzt zählt die 20-Jährige bei der ersten Teilnahme Schottlands an einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ zu den Leistungsträgerinnen, und die Rollen sind vertauscht. Fleeting, Rekordtorschützin der schottischen Nationalmannschaft, ist nun die Bewunderin.

"Eine Spielerin wie Erin findet man nicht sehr oft", so Fleeting. "Sie ist ein großer Star und scheint keine Scheu vor der großen Bühne zu haben. Sie bietet sich im Spiel immer an und möchte diejenige sein, die das Spiel entscheidet."

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Nach einer herausragenden Leistung bei der 1:2-Niederlage gegen England am Sonntag dürfte Cuthbert nun darauf hoffen, das Freitagsspiel gegen Japan für Schottland entscheiden zu können. Fleeting glaubt jedenfalls, dass die Schottinnen in diesem Turnier noch viel zu bieten haben.

"Eine 1:2-Niederlage gegen England ist sicherlich alles andere als blamabel, aber ich glaube nicht, dass die Schottinnen in diesem Spiel auch nur annähernd so gut waren wie in letzter Zeit. Wir dürfen also noch viel mehr von ihnen erwarten."

"Die Charakterstärke, die sie gezeigt haben, um ihren Kasten in der zweiten Halbzeit sauber zu halten und ins Spiel zu kommen, ist enorm. Dadurch konnten sie viel Selbstvertrauen tanken und werden ganz anders in die zweite Partie gehen."

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