FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™

Wang: "In Frankreich zu spielen ist von Vorteil"

Wang Shuang of China PR celebrates
© Getty Images
  • Wang Shuang wurde kürzlich zu Asiens Fussballerin des Jahres gekürt
  • Die Mittelfeldspielerin beeindruckt seit ihrem Wechsel zu PSG im August
  • Wichtiges Element für Chinas Ambitionen bei der Frauen-WM 

In der VR China sind die Erwartungen bezüglich der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ hoch. Mittelfeldspielerin Wang Shuang freut sich ganz besonders auf das Weltereignis, und das aus gutem Grund. 

Die 23-Jährige stand im August im Rampenlicht, als sie zum französischen Spitzenklub Paris Saint-Germain wechselte. Seitdem hat sie ihren Wert mit einer Reihe von brillanten Auftritten für ihren ehrgeizigen neuen Klub unter Beweis gestellt – sowohl in der französischen Liga als auch in der UEFA Women's Champions League. 

Die Mittelfeldspielerin, die kürzlich aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen auf Vereins- und Nationalmannschaftsebene als Asiens Fussballerin des Jahres 2018 ausgezeichnet wurde, hat sich in Frankreich problemlos eingelebt. Sie ist überzeugt, dass sie sich bei der Frauen-WM im kommenden Jahr rundum zu Hause fühlen wird. 

"Ich glaube, dass meine Erfahrungen in Frankreich bei der Frauen-WM hier ein Vorteil für mich sein werden", so Wang im Gespräch mit **FIFA.com**. "PSG trägt seine Heimspiele in Paris aus. Wir treten nicht nur gegen Teams aus der französischen Liga, sondern im Rahmen der Women's Champions League auch gegen Teams aus anderen Ländern an, und zwar gegen die besten Europas."

"Bei PSG trainiere und spiele ich mit vielen europäischen Spielerinnen. Außerdem sind viele Spielerinnen unserer Gegner in der Liga und auf kontinentaler Ebene Nationalspielerinnen europäischer Länder. Sie werden für mich also keine Unbekannten sein, wenn wir uns nächstes Jahr erneut gegenüberstehen."

Fortschritte in Paris

Seit ihrem Wechsel in die französische Hauptstadt zu PSG hat Wang bedeutende Fortschritte gemacht. Die Spielerin selbst bestätigt dies sofort.

"Wenn man zu einem anderen Verein wechselt, gibt es immer viel zu lernen", meint sie. "Du musst mit neuen Teamkameradinnen zurechtkommen und dich mit der neuen Denk- und Spielweise vertraut machen."

"Mir ist sehr wohl bewusst, dass ich mich physisch noch verbessern muss, um in der französischen Liga bestehen zu können. Meine Teamkameradinnen sind physisch stärker als ich, und ich bin in Zweikämpfen noch nicht gut genug. Meine Trainer möchten, dass ich robuster werde und mit mehr Tempo spiele."

Wang und ihren Teamkameradinnen von PSG bietet sich noch eine ganz besondere Möglichkeit, etwas dazuzulernen – die Spiele des starbesetzten Männerteams. "Wann immer wir Zeit haben, sehen wir uns die Spiele der Männer an. Und die finden im wunderschönen Prinzenpark-Stadion statt!"

"Ich persönlich schaue mir besonders gern [Kylian] Mbappé, Neymar und [Edinson] Cavani an. Sie spielen mit so viel Geschick und Leichtigkeit, und es macht Spaß, ihnen zuzuschauen."

Wang arbeitet hart daran, sich weiter zu verbessern, und wusste in ihrer Spielmacherrolle bei PSG bislang rundum zu überzeugen. Beim 2:0-Sieg in Linköping erzielte sie im Oktober ihr erstes Champions-League-Tor, und kürzlich war sie an allen drei Toren beteiligt, als ihr Team sich nach anfänglichem Rückstand mit 3:1 gegen den FC Paris durchsetzte.

Unbeeindruckt von schwerer Gruppe

Bei der Auslosung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ am letzten Samstag wurde China mit dem zweimaligen Weltmeister Deutschland, den schnell aufstrebenden Spanierinnen und Südafrika in eine Gruppe gelost. Während sich Medien und Fans darin einig sind, dass es sich um eine schwere Gruppe handelt, bleibt Wang gelassen.

"Alle sagen, wir seien in einer extrem schweren Gruppe", meint sie. "Das wird keine leichte Aufgabe für uns. Aber wir suchen uns unsere Gegner nicht aus."

"Wir erledigen unsere Arbeit und spielen unser Spiel – unabhängig von den Gegnern, mit denen wir es zu tun bekommen. Bei einer Frauen-WM gibt es keine schwachen Mannschaften. Wir haben Respekt vor unseren Gegnern, aber was wissen sie über unser Team?"

In ihren Augen hat die aktuelle chinesische Auswahl unter dem neuen Trainer Jia Xiuquan beachtliche Fortschritte gemacht, insbesondere beim Kollektivspiel. "Trainer Jia ist sehr streng mit uns. Normalerweise möchte er, das wir als kompakte Einheit auftreten und erklärt uns im Detail, wie wir die Abwehr organisieren sollen. Dabei geht er zum Beispiel auf das Stellungsspiel und das Kombinationsspiel ein."

Die Frauen-WM beginnt in sechs Monaten, und Wang formuliert ihre Ziele für das Turnier. "Dies ist meine zweite Weltmeisterschaft. 2015 in Kanada war ich noch jung und hatte eine Reservistenrolle, habe aber keinen Treffer erzielt. Mein erstes Ziel ist es also, meine Torflaute bei der Frauen-WM dieses Mal zu beenden. Ich möchte so viele Tore wie möglich erzielen und meinem Team zu einem guten Ergebnis verhelfen."

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