FIFA Frauen-Weltmeisterschaft China 2007 ™

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft China 2007 ™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2007™

Verletzungen im Frauenfussball

Über Verletzungen im Frauenfussball gibt es viele Mythen. Oftmals führt ein bekannter Fall zu einer verfälschten Wahrnehmung. Insgesamt kann man sagen, dass bei Frauen - abgesehen von einigen Ausnahmen - die Verletzungsgefahr geringer ist als bei Männern.

Ein weiterer Unterschied zwischen den Geschlechtern ist die Art der Verletzungen, wobei Frauen allem Anschein nach anfälliger für Knöchel- und Bänderverletzungen sind als ihre männlichen Kollegen. Vor allem die Häufigkeit von Verletzungen des vorderen Kreuzbandes ist bei Frauen zehn Mal höher als im Männerfussball.

Bei den vergangenen beiden FIFA Frauen-Weltmeisterschaften, bei den Olympischen Frauen-Fussballturnieren 2000 und 2004 sowie bei den letzten drei Juniorenmeisterschaften 2002, 2004 und 2006 gab es in 174 Spielen insgesamt 387 Verletzungen. Das sind 2,2 Verletzungen pro Spiel - bei den Männern sind es etwa 2,7. Die niedrigste Verletzungsrate wurde bei den beiden FIFA Frauen-Weltmeisterschaften registriert (1,5 Verletzungen pro Spiel), die höchste bei den Juniorenmeisterschaften (2,7). Dies weist darauf hin, dass jüngere Spieler verletzungsanfälliger sind als ältere - sowohl im Männer- als auch im Frauenfussball.

Die Art der Verletzungen sind bei Männern und Frauen ähnlich. Etwa zwei Drittel aller Verletzungen betreffen - wenig überraschend - die Beine, vor allem den Knöchel, das Knie und die Oberschenkel. Die zweithäufigsten Verletzungen betreffen den Kopf, gefolgt von Rumpf und Armen. Die häufigsten Verletzungen sind Prellungen, Verstauchungen, Bänderrisse und -zerrungen sowie Muskelfaserrisse. Am häufigsten wird die Diagnose Knöchelverstauchung gestellt.

Die größte Verletzungsgefahr in einem Spiel gibt es erwartungsgemäß bei Zweikämpfen. Zahlreiche Verletzungen gehen einzig und alleine darauf zurück. Fast 30 Prozent aller Verletzungen im Frauenfussball, denen ein Zweikampf vorangegangen ist, entstanden aus Fouls, während im Männerfussball fast die Hälfte der Verletzungen auf Fouls zurückzuführen ist. Bei der Entstehung von Verletzungen scheint es daher erhebliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen zu geben.

Bei den Frauen erleidet die attackierende Spielerin (45%) fast ebenso oft eine Verletzung wie die Spielerin im Ballbesitz (55%). Bei den Männern hingegen kommt der angreifende Spieler öfter ohne Verletzung davon. Des Weiteren sind Frauen einem viel höheren Verletzungsrisiko beim Hineingrätschen und einem geringeren Risiko bei Tacklings von hinten ausgesetzt als ihre männlichen Kollegen.

Während eines Spiels ist die Verletzungsgefahr zum Ende der Halbzeiten am größten. Das geringste Verletzungsrisiko besteht in den ersten 15 Minuten einer Halbzeit. Danach steigt die Häufigkeit von Verletzungen. In Spielen, bei denen der Einsatz besonders hoch ist, kann die Verletzungsgefahr sechs bis acht Mal höher liegen als im Training. Während sowohl im Training als auch bei den Spielen die Beine am häufigsten von Verletzungen betroffen sind, so gibt es bei anderen Verletzungsarten doch Unterschiede. Kopf- und Nackenverletzungen etwa treten in Spielen erheblich häufiger auf als im Training.

Verletzungen sollten jedoch nicht als unvermeidbares Schicksal angesehen werden. Präventivmaßnahmen, die jedoch regelmäßig (drei Mal pro Woche oder öfter) durchgeführt werden müssen, können dazu beitragen, das Verletzungsrisiko zu senken. Es ist in diesem Fall nicht entscheidend, was man macht, sondern dass man es regelmäßig macht.

Wenn Sie mehr über Verletzungen und deren Präventivmaßnahmen erfahren möchten, wechseln Sie auf FIFA.com zum Bereich "Gesundheit" unter http://de.fifa.com/aboutfifa/developing/medical/index.html