FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Überraschungsteams wollen erneut zuschlagen

© Getty Images
  • England kann mit weiterem Sieg das Achtelfinale erreichen
  • Ex-Weltmeister Japan unter Druck
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Italien und Argentinien überraschten am ersten Spieltag der Gruppenphase mit starken Auftritten und wollen nun nachlegen, um ihre Chancen auf das Achtelfinale zu wahren.

Dabei wollen natürlich Jamaika und England ein Wörtchen mitreden. Für die Lionesses würde ein weiterer Sieg bereits einen Platz im Achtelfinale bedeuten.

Schottland und Japan treffen in Rennes aufeinander und wollen nach ihren Rückschlägen am ersten Spieltag nun in die Erfolgsspur finden.

Japan – Schottland, Gruppe D, Rennes, 15:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Ai Yoshiizumi (JPN)
Das junge japanische Team quälte sich in der ersten Partie, doch mehr als die Akklimatisierung an die einzigartige Atmosphäre bei einer Weltmeisterschaft sprang am Ende nicht dabei heraus. Gegen Schottland müssen die Japanerinnen aggressiver zu Werke gehen. Trainerin Takakura könnte einige Spielerinnen in der Startaufstellung austauschen. Gutes Teamwork und die Rückbesinnung auf die traditionellen japanischen Fussballtugenden werden über den Erfolg entscheiden.

Aileen Larkin (SCO)
Nach der doch eher enttäuschenden Leistung Japans beim torlosen Unentschieden gegen Argentinien dürften die Schottinnen bei ihrem Duell gegen die Nadeshiko nun eher drei als nur einen Punkt anpeilen. Trainerin Shelley Kerr wird dabei nicht den Fehler machen, den Weltmeister von 2011 zu unterschätzen. Um der technischen Stärke der Japanerinnen etwas entgegenzusetzen, könnte sie ihr Mittelfeld verstärken, etwa durch Christie Murray oder Jo Love. Nach mehreren verpassten Chancen in der Partie am Sonntag scheint es auch denkbar, dass sie dieses Mal neben Erin Cuthbert noch eine weitere Stürmerin aufbietet.

Jamaika – Italien, Gruppe C, Reims, 18:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Kayon Davis (JAM)
Die Jamaikanerinnen zeigten gegen Brasilien zwar eine beherzte Vorstellung, ließen jedoch auch (verständliche) Nervosität erkennen und machten taktische Fehler. Es wird allerdings nicht leicht, es gegen Italien besser zu machen, das die gesamte Fussballwelt mit dem Auftaktsieg gegen Australien überraschte. Man darf durchaus Veränderungen an der Aufstellung der Reggae Girlz erwarten, die mehr Stabilität in der Defensive und eine stärkere Ausgewogenheit im Mittelfeld brauchen.

Sonja Nikcevic (ITA)
Nach dem überraschenden Auftaktsieg gegen Australien hat sich die Situation im italienischen Lager gewandelt. Die Italienerinnen darf man nun nicht mehr als Außenseiter sehen. Sie selbst allerdings müssen darauf achten, die kommenden Gegner nicht zu unterschätzen. Alle Zeichen aus dem Quartier deuten darauf hin, dass man nichts auf die leichte Schulter nehmen will. Auch Jamaika wird ein robuster Gegner sein und es ist durchaus möglich, dass es entsprechende taktische Anpassungen geben wird.

England – Argentinien, Gruppe D, Le Havre, 21:00 Uhr

Analyse der Teamreporter

Laure James (ENG)
Bei England lassen sich bestimmte Aspekte durchaus noch verbessern. Die Botschaft für die Spielerinnen ist indes klar: konzentriert und trainieren aber gleichzeitig locker bleiben. Trainer Phil Neville besteht zwar auf Disziplin und Trainingsfleiß, doch im Teamquartier soll eine entspannte Atmosphäre herrschen. Darin sieht er eine der Voraussetzungen für einen möglichst langen Verbleib im Turnier. Neville lässt gerne rotieren und so dürfte es im zweiten Spiel zu einigen Umstellungen kommen. Leah Williamson und Jade Moore können sich Hoffnungen auf einen Platz in der Startformation machen.

Diego Zandrino (ARG)
Nach dem überraschenden Unentschieden gegen Japan steht für Argentinien gleich das nächste Duell gegen ein Spitzenteam an. Die Südamerikanerinnen hoffen auf eine neuerliche Überraschung. Sie werden eine mindestens ebenso gute Abwehrleistung wie im ersten Spiel zeigen müssen, wobei die Engländerinnen deutlich kopfballstärker sind als die Japanerinnen. In der Offensive müssten die Südamerikanerinnen indes mehr Gefahr entwickeln. Trainer Carlos Borrello hat also durchaus Möglichkeiten, sein Team für das wichtige zweite Spiel etwas zu verändern.

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