FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Kanada 2015

6 Juni - 5 Juli

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2015™

Schweiz lässt Rekorde purzeln, Japan erreicht nächste Runde

© Getty Images

*TAGESRÜCKBLICK – *Ein faszinierender und an Gegensätzen reicher Tag bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft ging mit dem hart erkämpften 2:1-Sieg Japans gegen Kamerun zu Ende, wodurch der Titelverteidiger als erstes Team das Achtelfinale erreicht hat. Im anderen Spiel der Gruppe ließ die Schweiz beim 10:1-Sieg gegen Ecuador in Vancouver zahlreiche Rekorde purzeln.

In Winnipeg trennten sich die Fussballmächte USA und Schweden nach einer überaus intensiven Partie torlos. Da sich Australien zuvor mit 2:0 gegen Nigeria durchgesetzt hatte, ist der Ausgang in der so genannten Hammergruppe vor dem letzten Spieltag noch völlig offen.

Die Ergebnisse
*
Gruppe C
*Japan – Kamerun 2:1
Schweiz – Ecuador 10:1

*Gruppe D
*Australien – Nigeria 2:0
USA – Schweden 0:0

Das Tor des Tages
Japan – Kamerun 2:0, *Yuika Sugasawa (15.)
*Es war zwar kein besonders spektakuläres Tor, doch eines wie aus dem Lehrbuch allemal – und es erwies sich als spielentscheidend. Die eher kleine Yuika Sugasawa stieg am zweiten Pfosten hoch und beförderte die Hereingabe von Freistoßspezialistin Aya Miyama mit einem perfekten Kopfball in die Maschen.

Die besonderen Momente
*
Ein Spiel voller Meilensteine
*Die Schweizerinnen sind zum ersten Mal bei einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ vertreten, sorgten jedoch in Vancouver für eine wahre Rekordflut. Beim 10:1-Sieg gegen Ecuador fielen genau so viele Tore wie im bisher torreichsten Spiel der Turniergeschichte, dem 11:0 im Eröffnungsspiel 2007 zwischen Deutschland und Argentinien 2007. Die schweizerische Stürmerin Fabienne Humm verbesserte zudem den Rekord des schnellsten Hattricks: In der zweiten Halbzeit traf sie innerhalb von nur fünf Minuten drei Mal und unterbot damit die bisherige Bestmarke von acht Minuten, aufgestellt durch die Japanerin Mio Otani bei der Turnierauflage 2003.

Ein unvergesslicher Tag
Nie zuvor hat eine Spielerin bei einer WM einen solchen Tag erlebt. Die ecuadorianische Verteidigerin Angie Ponce ist nicht nur die erste Spielerin, die bei einer WM zwei Eigentore produzierte. Schlimmer noch: beide unterliefen ihr im gleichen Spiel. Doch die Nummer sechs der Ecuadorianerin verewigte sich noch aus einem anderen Grund in den Geschichtsbüchern des Fussballs. Mit ihrem in der zweiten Halbzeit verwandelten Elfmeter wurde sie zur ersten Ecuadorianerin, die bei einer FIFA Frauen-WM einen Treffer erzielte.

Pia genießt das Wiedersehen*
*Am Donnerstag gab es erst zum zweiten Mal in der Turniergeschichte ein Aufeinandertreffen eines Trainers mit einem früher von ihm betreuten Team, nämlich John Herdman, der mit Kanada gegen Neuseeland antrat. Nur 24 Stunden später folgte das dritte derartige Spiel. Diesmal war es die schwedische Trainerin Pia Sundhage, die vor vier Jahren mit den USA bis ins Finale vorgestoßen war. Die Schwedin war während der vier Jahre in den USA sehr beliebt. Nach dem Spiel sprach sie lange mit der U.S.-Stürmerin Abby Wambach und umarmte zahlreiche weitere ihrer ehemaligen Schützlinge.

*Tränen bei der Spielführerin
*Die Ecuadorianerin Ligia Moreira musste nach ihrer Roten Karte im Auftaktspiel am Montag gegen Kamerun das Spiel gegen die Schweiz von der Tribüne aus verfolgen. Vor der Partie allerdings kam die Spielführerin noch mit dem Team zusammen, umarmte die Akteurinnen und wünschte ihnen viel Glück. Dann jedoch musste sie auf die Tribüne zurückkehren, wobei sie (versteckt hinter einer dunklen Sonnenbrille) einige Tränen vergoss.

Die Statistik
*18
– Australien beendete eine wenig beeindruckende Serie und kassierte erstmals in einem Spiel bei einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ kein Gegentor. Im 18. Spiel seit ihrem WM-Debüt gelang es den *Matildas, ihr Tor gegen Nigeria sauber zu halten. Den Rekord halten sie allerdings immer noch mit großem Abstand vor mehreren Teams, die in jeweils zehn Spielen in Folge mindestens ein Gegentor zugelassen haben.

Das Zitat
*"Das ist mein Job." Wir haben das in dieser Woche sogar intensiv trainiert. Ich bin froh, dass ich im Training etwas lernen konnte und zur richtigen Zeit genau am richtigen Ort war. Die Mädchen fanden es einfach großartig und waren ganz aus dem Häuschen." *Meghan Klingenberg (Verteidigerin, USA) über ihre dramatische Rettungstat per Kopfball auf der Torlinie, mit der sie zum Remis gegen Schweden beitrug

So geht es weiter*
*
*Samstag, 13. Juni (Alle Zeitangaben in Ortszeit)
Gruppe E
*Brasilien – Spanien (Olympiastadion, Montreal, 16:00 Uhr)
Korea Republik – Costa Rica (Olympiastadion, Montreal, 19:00 Uhr)

*Gruppe F
*Frankreich – Kolumbien (Moncton Stadium, Moncton, 14:00 Uhr)
England – Mexiko (Moncton Stadium, Moncton, 17:00 Uhr)

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