FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

7. Juni - 7. Juli

FIFA Frauen-WM 2019™

Schweden schlägt England und holt Bronze

Sweden players celebrate with their 3rd place medals
© Getty Images
  • Schweden setzt sich in Nizza im Spiel um Platz drei gegen England durch
  • Aktionsgeladene Partie mit Traumtoren von Jakobsson und Kirby
  • Reaktionen und mehr: #ENGSWE

Schweden hat sich bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ mit einem 2:1-Sieg gegen England in Nizza den dritten Platz gesichert.

Alle drei Tore fielen in einer offenen, aktionsgeladenen und mit Fehlern übersäten ersten Halbzeit, in der die Schwedinnen durch frühe Treffer von Kosovare Asllani und Sofia Jakobsson die Kontrolle übernahmen. Später gelang Fran Kirby dann der Ausgleichstreffer. Insbesondere die genialen Tore von Jakobsson und Kirby rissen die Zuschauer im sonnendurchfluteten Stade de Nice von den Sitzen, die im eher verhaltenen zweiten Durchgang weniger Grund zum Jubeln hatten.

England hatte in der Schlussphase zwar die Oberhand, hatte jedoch Probleme, sich durch die dicht gestaffelten schwedischen Reihen zu kämpfen. Nilla Fischer sicherte den Schwedinnen kurz vor Schluss mit einer dramatischen Rettungstat auf der Linie den Sieg und die Bronzemedaille.

England – Schweden

Analyse der Teamreporterinnen

Laure James
Die Engländerinnen beenden das WM-Abenteuer mit zwei Niederlagen in Folge, und das dürfte einige Zeit an ihnen nagen. Doch niemand kann den Lionesses vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben. In der zweiten Halbzeit setzten sie sich tief in der gegnerischen Spielfeldhälfte fest und machten bis zum Ende Druck. Es sollte an diesem Tag einfach nicht sein, und die fantastische Rettungstat von Nilla Fischer auf der Linie nach einem Gewaltschuss von Lucy Bronze stand sinnbildlich für das glücklose Spiel Englands. Am Ende machte sich bei Phil Nevilles Team Verzweiflung breit, nachdem England zuvor innerhalb von drei Minuten gleich zweimal in die Maschen getroffen hatte und sich über den Ausgleich freute – bis der Videoassistent eingriff. Ellen Whites Treffer wurde aberkannt, und damit endete auch ihr Traum vom Goldenen Schuh. Als Karen Carney dann in der zweiten Halbzeit zu ihrem letzten Auftritt im Nationaltrikot eingewechselt wurde, erhielt das englische Spiel noch einmal neue Impulse, doch es gab einfach kein Durchkommen.

Alexandra Jonson
Nachdem die Schwedinnen bereits früh mit 2:0 in Führung gegangen waren, sah es zunächst so aus, als sollten sie auf dem Weg zur Bronzemedaille leichtes Spiel haben. Doch es kam ganz anders. England gab nicht auf und kam noch einmal ins Spiel. Als Fridolina Rolfö dann verletzt vom Platz musste und Kosovare Asllani zur Halbzeit ebenfalls angeschlagen ausgewechselt wurde, kamen die Schwedinnen aus dem Rhythmus und verloren die Kontrolle. Der zweite Durchgang wurde zum Kampf gegen die Uhr, und es ging nur noch darum, keinen zweiten Treffer zu kassieren. Peter Gerhardsson nutzte die dritte Wechselmöglichkeit, um eine Fünferkette in der Abwehr zu bilden und Englands gefährliche Steilpässe zu stoppen. Die Taktik ging auf. Am Mittwoch waren bei den Schwedinnen noch Tränen der Trauer geflossen, heute sahen wir erneut feuchte Augen, allerdings aus Freude, Erleichterung und Stolz. Sie waren als Neunte der Weltrangliste angetreten und fahren mit der Bronzemedaille nach Hause. .

So geht es weiter

7. Juli

USA – Niederlande: Finale, Lyon, 17:00 Uhr

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