FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 ™

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FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™

Sawa: "Das hätte ich mir nie träumen lassen"

Homare Sawa the captain of Japan celebrates
© Getty Images
  • Homare Sawa war Japans Star bei der FIFA Frauen-WM 2011
  • Sie führte die Nadeshiko zum Titelgewinn und gewann den Goldenen Ball sowie den Goldenen Schuh
  • "Wir wollten unbedingt eine Medaille, aber ich wagte nicht davon zu träumen, dass wir gewinnen würden"

Der Mannschaftsgeist und das gute kollektive Spiel waren der Schlüssel zum Weltmeistertitel der Japanerinnen, dennoch war Homare Sawa zweifellos der herausragende Star des Teams bei dieser FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011™.

Die Mittelfeldspielerin beendete das Turnier mit fünf Treffern als Torschützenkönigin und wurde neben dem Goldenen Schuh noch mit dem Goldenen Ball als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet. Sawa arbeitete sowohl im Defensivbereich, wo sie die Abwehr unterstützte, als auch in der Offensive, wo sie Tormöglichkeiten herausspielte und verwertete, weshalb sie diese Auszeichnung mehr als verdient hat.

FIFA.com unterhielt sich unmittelbar nach dem Endspiel in Frankfurt mit der damals 32-Jährigen über den Sieg im Elfmeterschießen gegen die USA, ihre Theorie über den Erfolg der Mannschaft sowie die Bedeutung ihrer individuellen Auszeichnungen.

Hätten Sie zu Beginn des Turniers gedacht, dass Sie am Ende den Titel holen würden?

Vor dem Wettbewerb war es unser großes Ziel, um den Turniersieg zu spielen oder zumindest das Halbfinale zu erreichen. Wir wollten unbedingt eine Medaille, aber ich wagte nicht davon zu träumen, dass wir gewinnen würden, und ich hätte mir nie träumen lassen, auch den Goldenen Schuh zu gewinnen und Weltmeisterin zu werden.

Homare Sawa of Japan celebrates
© Getty Images

Sie sind seit fast zwei Jahrzehnten Teil der Nationalmannschaft. Wie geht es Ihnen persönlich nach diesem Erfolg?

Das war bereits meine fünfte Weltmeisterschaft. Da ich in den anderen vier nichts gewonnen habe, bin ich mit dem heutigen Ergebnis natürlich sehr zufrieden. Ich spiele bereits seit 18 Jahren in der Nationalmannschaft, weshalb ich sehr, sehr lange auf diesen Moment warten musste. Ich erlebte auch die harten Zeiten des japanischen Frauenfussballs, weshalb ich mich jetzt erleichtert fühle. Ich kann es noch immer nicht glauben.

Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an dieser japanischen Mannschaft?

Wir haben niemals aufgegeben und stets bis zur letzten Minute gekämpft. Als wir mit 1:2 in Rückstand gerieten, dachte ich, dass es nun schwierig werden würde, doch wir haben uns nicht hängen lassen – und das zeichnet uns aus. Wir präsentierten uns während des gesamten Turniers als starkes Kollektiv. Die Ersatzspielerinnen unterstützten uns jederzeit und die jungen Spielerinnen bewahrten die Ruhe. Spielerinnen wie Miyama, Fukumoto und Kinga konnten sich nach den Olympischen Spielen in Peking enorm weiterentwickeln und erwiesen sich als wichtige Stütze unseres Teams.

Was möchten Sie den japanischen Fans sagen, die die Mannschaft während des gesamten Turniers unterstützt haben?

Diesen Erfolg haben wir als Mannschaft erreicht, doch auch die Unterstützung der japanischen Fans war großartig. Ich möchte mich bei allen Fans bedanken, die mich und die anderen Spielerinnen so tatkräftig unterstützt haben.

Welche Bedeutung haben der Goldene Schuh und der Goldene Ball für Sie?

Es ist einfach großartig, diese Trophäen zu gewinnen. Diese gehören jedoch nicht mir alleine. Die Mannschaft hatte maßgeblichen Anteil am Gewinn dieser Auszeichnungen – das ist nicht nur mein Verdienst.

Wem möchten Sie diesen Sieg widmen?

Meinen Eltern, vor allem meiner Mutter. Nachdem wir das Endspiel erreicht hatten, kam sie extra nach Deutschland, um das Spiel zu sehen. Ich bin meiner Mutter wirklich sehr dankbar und möchte diesen Sieg meinen Eltern widmen.

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