FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™

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FIFA Frauen-WM 2019™

Ein neues Kapitel der australisch-norwegischen Rivalität

Kyah Simon (C top) of Australia celebrates her goal with teammates Clare Polkinghorne (2ndR), Heather Garriock (L) and Kim Carroll (C bottom) as Kristine Wigdahl Hegland of Norway reacts
© Getty Images
  • Die Bande zwischen Australien und Norwegen machen das Achtelfinale noch interessanter
  • Drittes Aufeinandertreffen bei den letzten vier WM-Endrunden
  • Nicht weniger als sieben aktuelle Matildas haben in Norwegen gespielt

Von Pete Smith, Teamreporter Australien

Die Entfernung zwischen Norwegen und Australien könnte kaum größer sein, und doch verbindet die beiden Länder im Frauenfussball eine gemeinsame Geschichte. Im zweiten Achtelfinale der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019™ am Samstag in Nizza werden die beiden Teams dieser Geschichte ein weiteres Kapitel hinzufügen.

Kurioserweise haben nicht weniger als sieben australische Kadermitglieder in Norwegen gespielt. Noch kurioser ist die Tatsache, dass es sogar eine direkte familiäre Verbindung gibt: die 18-jährige Australierin Karly Roestbakken trägt den norwegischen Familiennamen ihres Vaters Jack, der aus dem skandinavischen Land stammt und dort in der zweiten Liga Fussball spielte.

Das Aufeinandertreffen am Samstag an der französischen Riviera wird das dritte Duell der beiden Nationen bei den letzten vier WM-Endrunden. 2011 sorgten die Matildas dafür, dass die Gresshoppene aus dem Turnier ausschieden. Es war das einzige Mal, dass der Weltmeister von 1995 die Gruppenphase einer FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ nicht überstand.

Vier Jahre zuvor, 2007 in der VR China, hatten sich die Teams in der Gruppenphase mit einem 1:1-Remis getrennt. Lisa De Vanna, die einzige noch von jenem Turnier verbliebene Spielerin im Kader, erzielte damals den Ausgleich für Australien. Das letzte Aufeinandertreffen gewannen die Australierinnen: Beim Algarve Cup im vergangenen Jahr setzten sie sich mit 4:3 durch.

Die Norwegerinnen feierten einen ihrer größten fussballerischen Erfolge ausgerechnet in Australien, bei den Olympischen Spielen von Sydney 2000, wo sie die Goldmedaille gewannen. Die aktuelle *Gresshoppene*-Stürmerin Elise Thorsnes – die Norwegens Tor bei der Niederlage gegen Australien 2011 in Deutschland erzielte – ist bis heute die einzige Norwegerin, die in der australischen W-League aktiv war. Sie spielte vor einigen Jahren sehr erfolgreich für Canberra United.

Aus australischer Sicht sind die beiden Nationen deutlich enger verwoben. So spielte die offensive Mittelfeldspielerin Tameka Yallop mehrere Saisons für Klepp. Vor ihr waren bereits Chloe Logarzo, Ellie Carpenter und Emily Gielnik in Norwegen aktiv.

"Ich habe 2017 in Norwegen gespielt und weiß, dass das ein ziemlich harter Haufen ist", so Logarzo, die für Avaldsnes spielte. "Das sind echte Wikingerinnen und es wird ganz bestimmt ein reichlich robustes Spiel. Sich mit Vorliebe mitten ins Geschehen zu stürzen, das haben unsere beiden Fussballnationen gemeinsam. Wir Australierinnen mögen eine ordentliche Rangelei, und die Norwegerinnen auch."

Die bemerkenswerteste Geschichte bei diesem K.o.-Spiel ist indes die der jungen australischen Verteidigerin Roestbakken. Noch vor zwei Wochen spulte sie im australischen Winter ihr Trainingsprogramm der spielfreien Zeit ab. Dann verletzte sich Laura Alleway und Roestbakken rückte unmittelbar vor dem Turnier unverhofft in den Kader nach. Und nun trifft sie dort ausgerechnet auf das Geburtsland ihres Vaters.

Der besorgte sich in Windeseile einen Flug nach Frankreich. Wie die Loyalitäten dort verteilt sind, ist indes klar.

"Es bedeutet ihm unendlich viel, vor Ort zu sein und zu sehen, wie ich im Nationaltrikot aufs Spielfeld komme – und mir selbst bedeutet es ebenso viel", so die WM-Debütantin. "Das ist wirklich etwas ganz Besonderes."

"Meine Familie mag norwegische Wurzeln haben, doch sie werden ganz sicher das *Matilda*-Trikot tragen."

Karly Roestbakken of Australia
© Getty Images

Fussball-Fans, die bei der FIFA Frauen-WM 2019 im Stadion dabei sein möchten, können weiterhin Tickets in der Ticket-Sektion auf FIFA.com erwerben. Darüber hinaus können Tickets, die noch für die Allgemeinheit verfügbar sind, auch an den entsprechenden Ständen an den Stadien erworben werden.

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